Baden

Nach Kohler-Rücktritt: Die FDP empfiehlt Stefan Jaecklin für den Stadtrat

Nach dem Rücktritt der parteilosen Stadträtin Sandra Kohler portiert der Badener Freisinn den Einwohnerrat als ersten Kandidaten für ihre Nachfolge.

Andreas Fahrländer
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Er will Badener Stadtrat werden: Stefan Jaecklin.

Er will Badener Stadtrat werden: Stefan Jaecklin.

zvg

Zehn Tage ist es her, seit Sandra Kohler ihren Rücktritt aus dem Badener Stadtrat auf Ende Mai bekannt gab. Anfang Woche teilte die Parteilose dann mit, dass sie ihr Amt quasi per sofort abgebe. Nun steht bereits der erste Kandidat für Kohlers Nachfolge in den Startlöchern. Wenn man sich in der Stadt umhört, hat die politische Quereinsteigerin nicht nur viele Wählerinnen und Wähler, sondern auch die Parteien auf dem falschen Fuss erwischt.

«Genau der richtige Kandidat»

Die Zeit bis zur Ersatzwahl ist relativ kurz, zumal mitten in der Legislaturperiode kaum jemand mit Neuwahlen gerechnet hat. Am 28. Juni findet ein erster Urnengang statt. Die FDP empfiehlt nun mit dem Einwohnerrat und Unternehmer Stefan Jaecklin als erste Partei einen Kandidaten.

«Die Parteileitung freut sich ausserordentlich, dass sich mit Stefan Jaecklin ein Favorit des Kandidatenkreises für dieses anspruchsvolle Amt zur Verfügung stellt», heisst es in einer Mitteilung der Partei. Man sei überzeugt, dass Jaecklins «engagierte Art neuen Elan in den Stadtrat und die Verwaltung bringen wird». Ausserdem könne er mit grosser strategischer Kompetenz und Durchsetzungsvermögen die Stadt bei wichtigen Projekten massgeblich unterstützen, schreibt die FDP weiter. «Wir sind überzeugt, dass Stefan Jaecklin genau der richtige Kandidat ist», sagt FDP-Co-Präsident Tobi Auer. «Er bringt den perfekten Rucksack für dieses Amt mit und ist in der Stadt Baden stark verankert.»

Start-Up-Unternehmer, Ortsbürger und Familienvater

Stefan Jaecklin ist seit 2016 selbstständiger Start-up-Unternehmer im
Finanzbereich, nachdem er zuvor über 20 Jahre als Unternehmensberater tätig war. Seit 2018 sitzt er im Badener Einwohnerrat. Er ist verheiratet und hat zwei Kinder. Jaecklin ist Mitglied der Finanzkommissionen der Einwohner- und der Ortsbürgergemeinde, des Quartiervereins Altstadt und war langjähriger Präsident der Elternkommission der Pfadiabteilung Hochwacht Baden.

Jaecklin engagiert sich politisch für eine umfassende Verwaltungsreorganisation und kritisierte zuletzt auch die teure Inanspruchnahme externer Berater. Auch gegen die Erhöhung des Steuerfusses in der Stadt Baden habe er sich erfolgreich eingesetzt, schreibt seine Partei. Stefan Jaecklin ist noch nicht nominiert, die Nomination durch die FDP-Mitglieder soll am 23. April stattfinden – sofern es die Umstände um das Coronavirus zulassen.

Er selbst sagt: «Ich freue mich sehr auf die Herausforderung, zuerst die Mitglieder der FDP und anschliessend die Bevölkerung von Baden von meiner Stadtratskandidatur zu überzeugen.» Die Stadt Baden sei für ihn einzigartig. «Sie ist klein und überschaubar und dennoch weltoffen, aktiv und unternehmerisch.» Das sei der Grund dafür, warum er sich nach seiner internationalen Tätigkeit seit einigen Jahren wieder vermehrt in seiner Heimatstadt engagiere. «Dieses Engagement möchte ich in der Exekutive unserer lebensfrohen Stadt noch verstärken. Es wäre mir eine Ehre und Freude, meinen Erfahrungsschatz als zukünftiger Stadtrat von Baden einzubringen.»