Baden

Meilenstein Burghalde: «Diese komplexe Aufgabe am besten gelöst»

Die Blaue Blume hat beim Wettbewerb für das Sekundarstufenzentrum Burghalde gewonnen. Die ersten Rückmeldungen auf die Jurierung sind positiv ausgefallen.

Roman Huber
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Juryentscheid Burghalde in Baden
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2. «Link»: Nutzung überzeugend verteilt Der Vorschlag konzentriert alle nicht dem Sport dienenden Schulnutzungen im Schulhaus Burghalde I und einem südlich vorgelagerten Zeilenbau. Die Nutzungen sind überzeugend verteilt. Der Lernlandschaftsgedanke der Schule ist optimal umgesetzt. Bemängelt wird die Gestaltung im Aussenraum.
3. «Bel Étage»: Günstig und wirtschaftlich Der Umgang mit den historischen Bauten wird erfolgreich gelöst. Die beiden quadratischen Neubauten liegen weit auseinander; die Sportflächen sind mit dem historischen Garten kombiniert. Die Architektursprache wirkt etwas aufgesetzt. Bau- und Technikstruktur sowie Nutz- und Gebrauchstauglichkeit sind nicht optimal.
4. «marie-lou»: stimmige Gesamtanlage Beide neuen Volumen reagieren gut auf die bestehenden Bauten. Fast alle Räume sind natürlich belichtet (talseitig auch die Turnhallen). Die Nutzungen sind sinnvoll aufgeteilt. Die Gestaltung der Fassaden wirken wenig sensibel. Als Gesamtanlage ist das Projekt stimmig, aber nicht optimal in den heutigen Bestand integriert.
5. «Siena»: bemerkenswert, aber zu hoch Das achtgeschossige Volumen oberhalb des Lindenplatzes ist bemerkenswert, ebenso das Konzept, welches das Schulhaus Burghalde I freispielt. Der Aussenraum nimmt den historischen Kontext gut auf. Das Projekt ist organisatorisch durchdacht. Minergie P-Eco wird nicht erfüllt, die Höhe des Schulturms ist kritisch.

Juryentscheid Burghalde in Baden

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Die ersten Rückmeldungen auf die Jurierung des Architekturwettbewerbs Sekundarstufenzentrum Burghalde sind positiv ausgefallen.

An der Eröffnung der Ausstellung waren sich Vertreter der Lehrerschaft und Schulpflege, des Stadtrats sowie Architekten einig:

«Das Projekt ‹Blaue Blume› des Zürcher Büros Masswerk Architekten habe diese komplexe Aufgabe am besten gelöst», sagt Jarl Olesen, Leiter Abteilung Planung und Bau. Aus schulischer Sicht spricht Stadträtin Ruth Müri von einem Meilenstein.

«Alles unter einen Hut gebracht»

Das Projekt habe die schwierige Aufgabe an diesem Ort, die städtebauliche Einordnung, den hohen Raumbedarf und die schulisch-pädagogischen Anforderungen bestens unter einen Hut gebracht, bestätigt Bauvorsteher Markus Schneider.

Bei der Jurierung habe man auch auf Konzeptebene diskutiert. Der Schlussentscheid mit sechs Projekten in der letzten Runde sei einstimmig ausgefallen, sagt Schneider.

Laut Olesen definiert das Projekt eine «ideale, neue Mitte», die sich in der historischen Parkanlage durch grosszügigen Grünraum auszeichne.

Dennoch sei die Anlage als Gesamtes gut zugänglich und nicht abgeschlossen. Die Neubauten sind laut Jurybericht gut in den Hang gelegt.

Noch viel Arbeit steht an

Die «Blaue Blume» habe aber auch Verbesserungspotenzial, fügt Olesen an. Darum wird Projekt nun weiter bearbeitet. Die zusätzlichen Flächen und Raumreserven sollen überprüft und reduziert werden.

Auch die Gestaltung der Fassade überzeugt noch nicht. In der jetzigen Form werde das Ziel von «Minergie P-Eco» - eine der vielen Bedingungen - noch nicht erreicht.

Auch der Aussenraum muss laut Bericht einfacher gestaltet werden, weil die Unterhaltskosten zu aufwendig würden.

Der Sportplatz oberhalb der Villa Burghalde liegt nicht ideal und muss besser platziert werden. Die Ausstellung im Untergeschoss des Schulhauses Burghalde II dauert bis Mittwoch, 6. November. Der Jurybericht ist erhältlich.

Nächste Schritte: Baukredit Einwohnerrat: Januar 2016; Volksabstimmung: Juni 2016; Bau: August 2016-August 2019; Sanierung Burghalde I: August 2019 - August 2020.