Würenlos
Hier weiht der abtretende Aargauer Baudirektor Beyeler seinen letzten Kreisel ein

Die Gemeinde Würenlos hat die Einweihung ihres Steinbruch-Kreisels respektive die Fertigstellung des Schmucks sehr gut terminiert: Der Kreisel ist der letzte seiner Gattung, der von Regierungsrat Peter C. Beyeler eingeweiht worden ist.

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Peter C. Beyeler weiht seinen letzten Kreisel ein
5 Bilder
Die vier Wappen vor ihrer Montage beim Steinbruch-Kreisel
Die Metallform noch ohne Farbe
Die Metallformen der Wappen
Das Wappen des Klosters Fahr wird präpariert

Peter C. Beyeler weiht seinen letzten Kreisel ein

Im Beisein von Regierungsrat Peter C. Beyeler fand die Einweihung des Kreisels «Steinbruch» und die Enthüllung des Kreiselschmucks statt. Das Kloster Fahr war durch Priorin Irene Gassmann und Sr. Beatrice Beerli vertreten. Vor Ort war ausserdem der Gelenkbus «Kloster Fahr» der Regionalen Verkehrsbetriebe Baden-Wettingen (RVBW) AG.

Nach der Begrüssung durch Gemeindeammann Hans Ulrich Reber und Martin Huber, Präsident Gewerbeverein Würenlos, erläuterte Patrick Huber die von ihm ausgeführten detailgetreuen Metallbauarbeiten zur Herstellung der Formen für die Wappen des Kreiselschmucks.

Regierungsrat Peter C. Beyeler wies auf die positive Bedeutung der Kreisel hin, die diese im Strassenverkehr erlangt haben. Er lobte die Kreativität, welche die Gemeinden bei der Gestaltung der Kreisel bewiesen. Es war der letzte in einer langen Reihe von Verkehrskreiseln, die der Baudirektor während seiner Amtszeit einweihen konnte. Zugleich war es eine der letzten Amtshandlungen, welche der per Ende März 2013 abtretende Regierungsrat vornehmen durfte.

Der Schmuck des Kreisels «Steinbruch» weist stark auf die Identität der Gemeinde Würenlos hin. Er besteht aus vier grossformatigen Wappen der Ortsteile und ehemaligen Gemeinden Kempfhof und Ötlikon, der Exklave Kloster Fahr und von Würenlos. Die Gemeinden Kempfhof und Ötlikon wurden per 1. Januar 1900 mit der Gemeinde Würenlos fusioniert. Das Kloster Fahr ist eine aargauische Exklave, die seit dem 1. Januar 2008 offiziell zum Gemeindegebiet von Würenlos gehört.

Aus Fahrtrichtung Wettingen ist von weitem das Würenloser Wappen sichtbar. Aus Fahrtrichtung Zürich erblickt man das Wappen des Klosters Fahr. Beim Wappen Ötlikon (erkennbar von der Industriestrasse her) entschied man sich für das Wappen der Ritter von Ötlikon, weil es nicht nur seit Jahrhunderten historisch belegt, sondern auch prominenter ist als das kaum bekannte ehemalige Gemeindewappen. In Richtung Steinbruch liegt das Wappen von Kempfhof, das zwei Widder zeigt.

Der Name des Kreisels, der schon während der Projektierungsphase festgelegt wurde, ergab sich rasch aufgrund der örtlichen Lage. Die Steinbruchstrasse, welche am Kreisel angeschlossen ist, führt in den ehemaligen Steinbruch, in dem schon die Römer Abbau betrieben und wo sich heute die Emma-Kunz-Grotte befindet.

Für die Ausgestaltung des Kreiselschmucks wurden mehrere Projekte geprüft. Ursprünglich war ein Kreiselschmuck mit der Thematik «Steinbruch» vorgesehen. Die Steinwerke A. Meier AG hätte der Gemeinde dazu mehrere mächtige Steinblöcke aus dem Steinbruch zur Verfügung gestellt. Der Abtransport der tonnenschweren Steine wäre jedoch äusserst kostenintensiv gewesen, weshalb dieses Vorhaben aus Kostengründen fallengelassen werden musste.

Auch auf die spätere Idee eines Kreiselzentrums, welches Werke von Emma Kunz (1892-1963) gezeigt hätte, wurde u. a. aus Kostengründen verzichtet. Aus denselben Gründen gelangte die Idee einer Eisenplastik, welche ein römisches Ochsengespann mit Transportkarren dargestellt hätte, nicht zur Ausführung.

Der Gemeinderat entschied sich schliesslich für eine kostengünstige Variante, wobei er bei der Umsetzung auf das Engagement des Gewerbevereins Würenlos zählen konnte. Ob sich die Gemeinde zu einem späteren Zeitpunkt einen aufwändigeren Kreiselschmuck leisten kann und will, darf offen bleiben. (az)

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