Untersiggenthal

Gegen die Baubewilligung für Fussballanlage Oberau liegt eine Beschwerde vor

Damit war zu rechnen: Ein Teil der 70 Einwender, die gegen die geplante Sport-Anlage des FC Turgi Einsprache erhoben hatten und beim Gemeinderat abblitzten, sind nun mit einer Beschwerde an den Regierungsrat gelangt.

Roman Huber
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In der Oberau soll einmal Fussball gespielt werden.

In der Oberau soll einmal Fussball gespielt werden.

AZ-Archiv

Die Realisierung der Fussballanlage Oberau, die als Ersatz für den längst zu klein gewordenen Fussballplatz Steig in Ennetturgi für den FC Turgi geplant ist, wird sich weiter verzögern und ist damit auch wieder infrage gestellt. Allein schon die Ausgangssituation ist speziell: Das von den drei Gemeinden Gebenstorf, Turgi und Untersiggenthal als Trägergemeinden und gleichzeitig Bauherrschaft eingereichte Baugesuch ist vom Gemeinderat Untersiggenthal als Baubewilligungsbehörde im August dieses Jahres bewilligt worden. Die 14 Einwendungen, unterzeichnet von insgesamt 70 Personen aus der Nachbarschaft, wurden dabei abgelehnt.

Einwender halten an ihren Argumenten fest

Die Einwendungen sind zum Teil grundsätzlicher Natur. Das heisst: Viele Nachbarn wollen einfach keinen Sportplatz und die damit verbundenen Immissionen vor ihrer Haustüre. Kritikpunkte sind aber auch das Betriebsreglement, das für einige Nachbarn den Spielbetrieb zu wenig einschränkt und sogar andere Wochenend-Veranstaltungen in beschränkter Zahl zulassen würde. Dazu kommen Einwendungen gegen die Lichtimmissionen, Fremdnutzung der Parkplätze und des Garderobengebäudes. Einige Einwender sehen sich darin vor den Kopf gestossen, dass keines der Trainingsfelder öffentlich zum Fussballspielen zugänglich gemacht wird.

Das Verfahren steht nun unter Leitung des Kantons. Zurzeit läuft die Vernehmlassung zu den Beschwerden. Es ist darum auch offen, wann der Kanton seinen Entscheid trifft. Die Beschwerde ist bereits mit Kosten verbunden. Sind die Beschwerdeführer nicht erfolgreich, müssen sie für einen Teil der Verfahrenskosten selber aufkommen. Der nächste Schritt bei abschlägigem Entscheid wäre der Gang vor Verwaltungsgericht. Dann würde es für die unterliegende der beteiligten Parteien teuer.