Ehrendingen

Der ausgebüxte Streuner Oreo – die Polizei verfolgte ihn sogar auf der Autobahn

Hund Oreo kam aus Rumänien in die Schweiz – und floh durch ein Loch im Zaun aus einer Pflegestelle. In Winterthur wurde er gesehen, und es besteht eine Facebook-Seite, damit er gefunden wird: ‹Findet Oreo›.

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Oreo floh durch einen Zaun in Ehrendingen – er lief bis in die Region Winterthur, wo er auf einer Autobahn gesehen wurde. Nun fehlt jede Spur.ZVG

Oreo floh durch einen Zaun in Ehrendingen – er lief bis in die Region Winterthur, wo er auf einer Autobahn gesehen wurde. Nun fehlt jede Spur.ZVG

Die Geschichte von Oreo beginnt in Rumänien: Dort lebte der Hund mehrere Jahre auf der Strasse, ehe er Unterschlupf in einem städtischen Tierheim fand. Um ihm ein besseres Leben zu ermöglichen, sollte er in der Schweiz oder in Österreich Obhut finden. Am 26. September verbrachte Oreo eine Nacht in einer Pflegestelle in Ehrendingen, wie der «Landbote» berichtet. Dort büxte der Mischlingsrüde aber aus – durch ein Loch im Zaun machte er sich auf und davon. Die Facebook-Gruppe «Findet Oreo» wurde gegründet.

Von Ehrendingen nach Winterthur

Von Ehrendingen aus lief Oreo los – fünf Tage später tauchte er in Winterthur auf: Spaziergänger meldeten sich bei der Stadtpolizei, weil ihnen ein streunender Hund aufgefallen war. Darunter war auch eine Tierpflegerin, die ein Foto des Hundes machte. Sie nahm Kontakt auf mit der Pflegerin in Ehrendingen auf, die bestätigte, dass es sich beim Tier auf dem Bild in der Tat um Oreo handelte.

Am 4. Oktober, berichtet der «Landbote», sei ein Hund, bei dem es sich vermutlich um Oreo handelte, bei der Polizei erneut aktenkundig geworden: Eine Patrouille versuchte ihn einzufangen und verfolgte ihn kurze Zeit sogar auf der Autobahn A4. Doch Oreo habe die Autobahn auf der Höhe Henggart verlassen, worauf die Beamten ihn aus den Augen verloren hätten, sagte ein Polizeisprecher. Mitte Oktober wurde der Hund noch einmal in der Region Winterthur/Weinland gesehen, seither fehlt von ihm jede Spur.

Auf Facebook wird nach wie vor nach Oreo gesucht. Tierpflegerinnen, welche die Seite betreiben, bitten die Bevölkerung darum, die Augen offen zu halten, das Tier zu fotografieren und per Facebook Kontakt aufzunehmen.

Oreo sei keinesfalls ein gefährlicher Hund. Er laufe sofort weg, wenn Menschen ihm zu nahe kämen. Wenn er aber keine Möglichkeit zur Flucht habe, bestehe die Gefahr, dass er beissen könnte. «Darum auch die Bitte, nicht zu versuchen, ihn einzufangen, sondern sich mit uns auf der Facebook-Seite ‹Findet Oreo in Kontakt zu setzen», schreibt eine der Tierpflegerinnen auf Anfrage. (PKR)