219 km/h auf der Autobahn: Aargauer Polizei stoppt mehrere Raser – ihnen blühen Gefängnisstrafen

Bei Geschwindigkeitskontrollen am Benken sowie auf der A1 erwischte die Aargauer Kantonspolizei zwei Autofahrer, die mit ihrem Tempo den Rasertatbestand erfüllten. Einer der beiden wurde festgenommen.

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Raser im Aargau erwischt. (Symbolbild)

Raser im Aargau erwischt. (Symbolbild)

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Bei einer Geschwindigkeitskontrolle auf der A1 bei Spreitenbach erwischte die Kantonspolizei in Fahrtrichung Bern einen Raser: Kurz nach 22.30 Uhr blitzte sie einen VW Beetle mit 219 km/h.

Beim Lenker handelt es sich um einen 22-jährigen Kolumbianer, wie die Polizei mitteilt. Sie nahm ihn noch in der Nacht an seinem Wohnort im Bezirk Baden auf. Er wurde für weitere Ermittlungen vorläufig festgenommen. Die Staatsanwaltschaft hat eine Strafuntersuchung eröffnet. Seinen Führerausweis auf Probe muss der Neulenker abgeben.

Raser droht hohe Geldstrafe

Weil es sich bei dieser Geschwindigkeitsübertretung um eine grobe Verletzung der Verkehrsregeln handelt, wird der Kolumbianer aller Wahrscheinlichkeit nach seinen Führerausweis abgegeben müssen. Darüber wird das Strassenverkehrsamt entscheiden. Eine Strafe hat er auch von der Staatsanwaltschaft zu erwarten: Gemäss Strassenverkehrsgesetz wird er mit einer Freiheitsstrafe von einem bis vier Jahren rechnen müssen, wobei diese in den meisten fällen bedingt (auf Bewährung) ausfällt.

Die Kantonspolizei hatte bereits am Vortag einige Raser gestoppt, mehrere auch schon nachts auf der Autobahn A1 bei Spreitenbach, wenn auch in der anderen Fahrtrichtung.

Erwischt hat die Kantonspolizei auch mehrere Temposünder auf der Benkenstrasse zwischen Oberhof und Küttigen – sie ist eine beliebte Ausflugstrecke, gerade an sonnigen Wochenenden. Die Folge sind "erhebliche Lärmemissionen, welche von den Anwohnern als störend empfunden werden", so die Kantonspolizei. Nachdem am Karfreitag zahlreiche Lärmklagen eingegangen waren, führte sie am Samstag bei Oberhof eine Geschwindigkeitskontrolle durch. Auf dieser Ausserortsstrecke gilt die übliche Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h.

Am frühen Nachmittag blitzte die Polizei mit dem Lasermessgerät einen Kia, der mit 153 km/h in Richtung Passhöhe fuhr. Die Kantonspolizei stoppte den Wagen, am Lenkrad sass ein 21-jähriger Schweizer. Auch er erfüllt mit dieser massiven Geschwindigkeitsüberschreitung den sogenannten Rasertatbestand. Die Kantonspolizei nahm dem Neulenker den Führerausweis auf Probe ab. Die Staatsanwaltschaft hat eine Strafuntersuchung eröffnet. Auch dieser Lenker muss - wie bei einer Überschreitung von über 60 km/h ausserorts üblich - mit einer (bedingten) Freiheitsstrafe von mindestens einem Jahr rechnen.

Die Polizei erwischte zudem einen Töfffahrer mit Tempo 130 km/h. Auch er musste den Führerausweis auf der Stelle abgeben. (pz)