Am Chlausmarkt waren heisse Getränke gefragt

Selten in den vergangenen Jahren war es am Lenzburger Chlausmarkt so kalt. Die Verkäufer von Mützen und heissen Getränken hatten nichts dagegen.

Toni Widmer
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Chlausmarkt-Impressionen
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Lenzburger Chlausmarkt-Impressionen Heisser Dienst am (Antiquariat-)Kunden
Lenzburger Chlausmarkt-Impressionen Mami, meinsch hämmer für all das do Platz?
Lenzburger Chlausmarkt-Impressionen Bei der Kälte muss eine neue Mütze her
Lenzburger Chlausmarkt-Impressionen Das beste wär jetzt eine richtig warme Chappe
Lenzburger Chlausmarkt-Impressionen Hallo, ich bin auch noch da
Lenzburger Chlausmarkt-Impressionen Das Gedränge hielt sich um die Mittagszeit noch in Grenzen

Chlausmarkt-Impressionen

Toni Widmer

Feste Schuhe, ein dickes Holzbrett auf der gepflästerten Gasse, Halstuch und Mütze – SVP-Grossrat und Essig-Spezialist Pascal Furer hatte an seinem Marktstand vorgesorgt. «Ich habe mich schon gestern am Markt warm angezogen, aber meine Stimme macht in der Kälte kaum mehr mit», erklärte er um gleich darauf trotz leicht heiserer Kehle zwei Damen zur Degustation zu ermuntern.

Sie hatten zu leiden, die Standbetreiber am kalten Chlausmarkt in Lenzburg. «So tief waren die Temperaturen hier schon seit Jahren nicht mehr», sagte die Magenbrotverkäuferin und wünschte, sie hätte heute auch heisse Getränke im Angebot. Diese liefen um die Mittagszeit sehr gut. Ebenso wie die Bratwürste, an denen sich männiglich vorerst eine Zeit lang die Hände wärmte, bevor es ans Essen ging.

Wohl ebenso gut im Geschäft waren jene Händler, die wärmene Strickmützen feilboten. Dagegen war das Wühlen im Modeschmuck-Kästchen bei gegen 8 Grad Minus wohl kaum das gesuchte Marktvergnügen. Die Betreiber des Antiquariat-Bücherstandes auf dem Metzgplatz lockten die frierenden Kunden mit einem gut eingeheizten Kanonenofen. Ein Marktgag, der beim Publikum gut ankam.

Bis am Mittag zogen die Marktfahrer noch eine gemischte Bilanz. Der Publikumsandrang hatte sich den Morgen über in Grenzen gehalten und allgemein wurde darauf gehofft, dass sich die Sonne allenfalls im Laufe des Nachmittags im Lenzburger Altstädtchen doch noch zeigen würde.