Aarau

Vogelgrippe: Ostern ohne Bibeli?

Die Bibeli sind der Publikumsmagnet am Osteranlass des Aargauer Naturmuseums Naturama. Doch wegen der Vogelgrippe steht das Ausbrüten auf der Kippe.

Katja Schlegel
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Ostern ohne Bibeli – für die Kinder nur schwer vorstellbar.

Ostern ohne Bibeli – für die Kinder nur schwer vorstellbar.

Sibylle Haltiner

Sie gehören für Aarauer zu Ostern wie der Maienzug zum Juli: die Bibeli im Aargauer Naturmuseum Naturama. Seit Jahren können Kinder und Erwachsene ihnen beim Schlüpfen zuschauen und sie sogar in die Hand nehmen. Die Bibeli sind ein absoluter Publikumsmagnet. Doch dieses Jahr könnte ein winziger Spielverderber allen einen Strich durch die Rechnung machen: der Vogelgrippe-Virus.

Noch keine Bewilligung

Im November war in der Schweiz erstmals ein Vogelgrippe-Fall aufgetreten. Im Kanton Aargau sind bisher nur wenige Meldungen über tote Wildvögel eingegangen, auch für eine Ansteckung in Aargauer Geflügelbetrieben gibt es zurzeit keine Anhaltspunkte. Trotzdem hat das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen Ende Januar die Schutzmassnahmen bis 31. März verlängert. Das Problem sind die tiefen Temperaturen, die dazu führen, dass Wildvögel auch in offenen Stallungen nach Futter suchen und so in Kontakt mit Hausgeflügel kommen.

Verboten ist es deshalb nicht nur, Hausgeflügel draussen zu füttern und zu tränken. Verboten sind auch Geflügelmärkte, Ausstellungen mit Geflügel und ähnliche Anlässe. Sollte der Bund also das Verbot nicht aufheben, könnte das Naturama an Ostern keine Bibeli ausbrüten. «Wir haben eigentlich damit gerechnet, dass das Ausstellungsverbot bereits per Ende Januar aufgehoben wird», sagt Ka Marti, Medienverantwortliche des Naturama. «Dann wäre alles in trockenen Tüchern gewesen.»

Optimistisch ist man beim Naturama trotzdem, schliesslich falle das Osterwochenende auf Mitte April. Auch habe die Kantonstierärztin bereits angekündigt, den Anlass vorgängig unter Vorbehalt zu bewilligen. «Wir gehen davon aus, dass der Anlass wie gewohnt stattfinden wird», so Marti. Und was, wenn nicht? «Dann müssen wir Plan B aus der Schublade holen», sagt Marti. Wie der genau aussehen würde, ist aber noch offen.