Erdbeben

«Überall Ruinen»: Aargauer verteilt 50 Tonnen Hilfsgüter in Nepal

Seit 1998 unterstützt der Rombacher Rocco Umbescheidt Kinder in Nepal. Nach den schweren Erdbeben im April und Mai leben die Kinder nun in Zelten. Das Heim und die Schule sind einsturzgefährdet.

Drucken
Teilen

Gegen 10'000 Opfer forderten die beiden gewaltigen Erdbeben, die im April und Mai den Himalaya erschüttert haben. Normalerweise engagiert sich Rocco Umbescheidt mit seinem Hilfswerk Govinda vor allem für die Kinder in Nepal. Nach den schweren Erdbeben war für ihn aber klar: Er will den Opfern des Erdbebens helfen. Seit einigen Tagen ist er nun wieder zurück in der Schweiz. Gegenüber dem Regionalsender «TeleM1» spricht der Rombacher über seine Erlebnisse.

Die Zerstörung sei gross, sagt Umbescheidt: «Man hat überall Ruinen, Menschen, die unter Zelten leben, die unter Wellblechhütten leben.» Auch die Kinder, die Umbescheidt mit seinem Hilfswerk unterstützt, leben zurzeit in Zelten – das Kinderheim und die Schule sind einsturzgefährdet.

«Wir haben das grosse Glück, dass wir keine Opfer haben», sagt Rombach. «Wir haben aber Angehörigen von ehemaligen Waisenhausbewohnern, die gestorben sind. Da haben wir viele traurige Gespräche geführt.»

Immer wieder kommt es zu Nachbeben. «Es ist ein stetiger Psycho-Stress.» Umbescheidt hofft, dass es nicht so weiter geht, dass die Leute auch mal zum Durchatmen kommen.

50 Tonnen Hilfsgüter haben er und seine Helfer in der Krisenregion verteilt: Lebensmittel, Medikamente und Zelte für Notunterkünfte. Im Juli reist er ein weiteres Mal nach Nepal, um den Wiederaufbau von rund 300 Häusern zu planen.

Während der Erdbeben war auch die 22-jährige Stefanie Lenzin aus Wölflinswil in Nepal. Um zu helfen, verlängerte sie kurzerhand ihre Ferien und packte vor Ort an.

Helfer suchen in den Trümmern in Kathmandu nach Überlebenden
35 Bilder
Dieser Mann in Kathmandu muss aus dem Schutt ausgegraben werden
In Kathmandu werden Verschüttete geborgen
In Kathmandu werden Verschüttete geborgen
Der Erdstoss mit der Stärke 7,8 liess zahlreiche Gebäude wie Kartenhäuser zusammenfallen.
Die Gebäude sind teilweise eingestürzt
Nachbeben erschwerten die Hilfseinsätze und Aufräumarbeiten.
Alle Betten im Krankenhaus sind belegt
Ebenfalls zerstört wurden zahlreiche Weltkulturerbe- und Pilgerstätten.
Die Menschen trauern um verstorbene Angehörige
Sie sind noch einmal davongekommen: Glückliche Momente in den Stunden des Schreckens.
Am Mount Everest wurde durch das Beben eine Lawine ausgelöst.
Blick ins Basiscamp
Schweres Erdbeben in Nepal fordert hunderte Tote

Helfer suchen in den Trümmern in Kathmandu nach Überlebenden

Keystone

Die Zerstörung in Nepal ist gross: