Bluttat

Tötungsdelikt Aarau: Täter stach 51-mal auf Rentnerin ein

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Es sind rund drei Monate vergangen, seit die 66-jährige Hildegard Enz Rivola in ihrem Zuhause an der Erlinsbacherstrasse in Aarau brutal niedergestochen wurde. Wie Tele M1 nun berichtet, soll der mutmassliche Täter, ein 28-jähriger Kroate aus der Region, 51-mal auf die Frau eingestochen haben. Der Regionalfernsehsender beruft sich auf eine «sichere Quelle».

«Bei einem solch übertriebenen brutalen Vorgehen spricht man im Fachjargon von einer Übertötung», erklärt der ehemalige Kriminalkommisar Markus Melzel. Beim Täter breche wie ein Damm, so Melzel: «Man hat das Messer schon in der Hand und alles ist voller Blut, dann klinkt es wie aus, und dann kann es zu so einer Übertötung kommen.»

Tötungsdelikt Aarau: Beim Opfer handelt es sich um die 66-jährige Hildegard Enz Rivola.
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Enz Rivola wurde zu Hause an der Erlinsbacherstrasse 40 umgebracht.
Sie ging oft mit ihrem Hund an der Aare spazieren.
Der Hund von Hildegard Enz Rivola verschwand zwischen Donnerstag 17. und Samstagmorgen, 19. Januar 2019. Die Polizei wollte wissen: Wer hat ihn in dieser Zeit gesehen?
Der Tatort befindet sich an der Erlinsbacherstrasse 40 in Aarau (rot markiert).
Wenige Tage nach der Bluttat: Die Kantonspolizei Aargau verteilt rund um den Tatort des Tötungsdelikts an Hildegard Enz Rivola Flugblätter an Passanten und Hündeler.
Diese Treppe an der Erlinsbacherstrasse in Aarau wurde abgesperrt, nachdem am Donnerstagabend (17. Januar 2019) die 66-jährige Frau niedergestochen wurde.
Die Kantonspolizisten durchforsten am Freitagmorgen die Umgebung nach Hinweisen zur zunächst unbekannten Täterschaft.
Tötungsdelikt an Erlinsbacherstrasse in Aarau (1)
Die Polizisten suchen hier das Nachbargrundstück ab. Die 66-Jährige wurde vor dem Haus im Hintergrund (Erlinsbacherstrasse 40) gefunden.
Tötungsdelikt Aarau: Gibt es nun eine heisse Spur? (19. Januar) Es bleiben viele Fragen ungeklärt. Tele M1 berichtet, dass die Polizei bei ihren Ermittlungen auch Asylunterkünfte ins Visier nimmt.
Die Haustür des Opfers wurde von der Polizei versiegelt.
Der Tatort Erlinsbacherstrasse 40: Die Frau wurde vor ihrem Hauseingang (oben hinter dem Haus) gefunden.
Die Polizisten suchen dei Nachbargrundstücke und die Treppe zur Weinbergstrasse ab.
Am Tag nach der Tat durchforstet die Kantonspolizei Aargau mit einem 20-köpfigem Team die Umgebung.
Die Kantonspolizisten kehren buchstäblich jeden Stein um.
Die Kantonspolizei Aargau durchforstet mit einem 20-köpfigem Team die Umgebung. Im Hintergrund das Kraftwerk.
Vom Haus des Opfers blickt man auf die Aare.
Am Tag nach der Tat durchforstet die Kantonspolizei Aargau mit einem 20-köpfigem Team die Umgebung.
Der Tatort ist von der Strasse aus nicht einsehbar.
Blick vom Haus des Todesopfers auf die Aare.
Das Haus des Opfers

Tötungsdelikt Aarau: Beim Opfer handelt es sich um die 66-jährige Hildegard Enz Rivola.

Staatsanwaltschaft Aargau

Obwohl der Täter viel häufiger als nötig zustach, habe er nicht kaltblütig gehandelt, glaubt Psychiater Josef Sachs. Im Gegenteil: Seine Vorgehensweise zeuge eher davon, dass er hochemotional gewesen sei. «Das muss jemand sein, der aus einer Wut heraus die Tötung vollzogen hat.» Sachs sieht mehrere mögliche Motive: «Entweder, weil er dieses Opfer kannte und wütend war. Oder weil er enthemmt war wegen Drogen und Alkohol oder weil er wütend war aus einem anderen Grund, der mit dem Opfer gar nichts zu tun hatte und das Opfer wurde einfach Projektionsfläche aus seiner Wut.»

Verdächtiger bestreitet Tatvorwurf

Der 28-jährige Kroate aus Unterentfelden sitzt seit Mitte Februar in Untersuchungshaft. Der dringende Tatverdacht gegen ihn hat sich erhärtet, als Ermittler bei ihm die mutmassliche Tatwaffe gefunden haben. Er bestreitet den Tatvorwurf seit seiner Verhaftung. Es ist noch immer unklar, in welcher Beziehung er und das Opfer standen. Die Staatsanwaltschaft Lenzburg-Aarau hat ein psychiatrisches Gutachten in Auftrag gegeben. Es gilt die Unschuldsvermutung.

Polizei verhaftet Kroaten (28) aus Region – dank «aufwendiger Ermittlungsarbeit»:

Kantonspolizisten durchsuchen das Gelände um den Tatort an der Erlinsbacherstrasse 40 in Aarau nach Hinweisen zum Täter: