Aarau
Stadion-Passerelle wird nun doch velofreundlich

Der Gestaltungsplan Torfeld Süd muss wegen der neuerdings geplanten Velorampen angepasst werden.

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Das Torfeld Süd wartet weiterhin auf den Baubeginn des neuen Fussballstadions für den FC Aarau.

Das Torfeld Süd wartet weiterhin auf den Baubeginn des neuen Fussballstadions für den FC Aarau.

Michael Küng / Aargauer Zeitung

(nro) Aarau Wenn irgendwann einmal das Stadion im Torfeld Süd gebaut wird, soll es auch eine Passerelle für Fussgänger und Velofahrer geben. Sie wird vom Stadion-Areal über die SBB-Gleise ins Torfeld Nord führen, etwa auf Höhe der dortigen Eniwa-Energiezentrale. Obwohl sie nur einen kleinen Teil des gigantischen Stadion-Projekts darstellt, ist die Passerelle – ihre Lage und ihre Ausgestaltung – nicht unumstritten.

Im Juni 2019 lag der Gestaltungsplan für das neue Stadion samt begleitender Bauten öffentlich auf. Die Passerelle war Teil davon. Vorgesehen war, dass sie an beiden Brückenköpfen mit Treppen und Liftanlagen erschlossen wird. Dies wurde jedoch kritisiert: Namentlich die Grünen forderten im August 2019 im Einwohnerrat, dass die Passerelle auch bequem mit Velos befahren werden könne.

Der Antrag fand damals zwar keine Mehrheit im Parlament. Der Stadtrat stellte aber in Aussicht, man werde das Anliegen zusammen mit der Bauherrin HRS prüfen.

Passerelle ist möglich, Kosten im mittleren einstelligen Millionenbetrag

Gestern nun teilte der Stadtrat mit, dass ein Variantenstudium durchgeführt wurde. Es habe gezeigt, dass an beiden Brückenköpfen eine Rampe mit einer maximalen Steigung von 10 Prozent machbar sei. Diese kann von Velos befahren werden. Jedoch muss dafür der Gestaltungsplan angepasst werden. Der Stadtrat hat ihn zuhanden der kantonalen Vorprüfung verabschiedet und wird die Unterlagen, sobald der Kanton seine Rückmeldung geschickt hat, öffentlich auflegen.

Die zusätzlichen Rampen im Torfeld Süd und Nord werden die ungefähr 135 Meter lange Passerelle verteuern. Bezahlt wird sie von der Stadion-Bauherrin HRS und der Stadt. Es ist mit Kosten im Bereich eines mittleren einstelligen Millionenbetrags zu rechnen. (nro)

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