«Jurafit»
Jura Cement sponsert einen Fitnessparcours im Auenschutzpark

Nadja Rohner
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Die in Wildegg beheimatete Jura Cement AG gewann 2018 den Aargauer Unternehmenspreis.
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Jura Cement sponsert einen Fitnessparcours im Auenschutzpark
Die Route soll auch durch den Auenschutzpark gehen.
Wie sportlich sind die Gemeinde-Ammänner? Ruedi Hediger, Ammann von Rupperswil: «Ich besuche jeden Montagabend die Männerriege Rupperswil.»
Wie sportlich sind die Gemeinde-Ammänner? Herbert Anderegg, Ammann von Holderbank: «Ich bin als Gemeindeammann zwar sportlich unterwegs, aber leider von Termin zu Termin und nicht in Turnschuhen.»

Die in Wildegg beheimatete Jura Cement AG gewann 2018 den Aargauer Unternehmenspreis.

Pascal Meier

Die in Wildegg beheimatete Jura Cement AG gewann 2018 den Aargauer Unternehmenspreis. Dieser brachte neben Ruhm und Ehre ein Preisgeld von 10 000 Franken mit sich. Jura Cement hat beschlossen, das Geld in einen Fitnessparcours zu stecken: «Jurafit» heisst der Rundkurs, der am 11. Mai eingeweiht werden soll. Der 6,5 Kilometer lange Rundparcours führt durch fünf Gemeinden und Teile des Aargauer Auenschutzparks, heisst es in einer Mitteilung. «Mit etwas Glück sind vom Weg aus seltene Pflanzen und Tiere zu sehen. Immer wieder eröffnet sich zudem die wunderbare Aussicht auf die drei Schlösser Wildegg, Auenstein und Wildenstein.» Vom Start neben der Zementi in Wildegg, wo ein Outdoor-Trainings-Gerät zum Aufwärmen bereitsteht, geht es der Aare entlang in Richtung Rupperswil und dann über zwei Brücken nach Auenstein. Auf der anderen Seite führt der Weg an Veltheim-Au vorbei bis zum Aaresteg nach Holderbank und zum Ausgangspunkt zurück.

Bei der «sportlichen Einweihung» des Parcours am 11. Mai (10–14 Uhr) kann jeder den Rundkurs selber ablaufen – und zwar im eigenen Tempo. Es gewinnt denn auch nicht der Schnellste – sondern der beste Schätzer. Denn die Gemeindeammänner der fünf beteiligten Gemeinden laufen den Parcours ebenfalls ab; als Fünferteam im Stafettenlauf, jeder auf seinem Gemeindegebiet. Am Ende gewinnt der- oder diejenige, der am genauesten schätzt, wie viel schneller oder langsamer er oder sie im Vergleich mit den Gemeindeammännern ist. Die Frage ist also: Wie fit sind die fünf Gemeindeammänner? Treiben sie regelmässig Sport?

Vom Rupperswiler Ammann Ruedi Hediger, hauptberuflich Geschäftsführer des Schweizerischen Turnverbands (STV), erwartet man diesbezüglich einiges. Und Hedigers Antwort auf die Anfrage der AZ enttäuscht nicht: «Ich besuche jeden Montagabend die Männerriege Rupperswil», sagt er. Dort werde unter anderem Unihockey oder Volleyball gespielt, Gymnastik und Fitnesstraining gemacht. «Weiter bereite ich mich zurzeit mit anderen männlichen Mitarbeitenden der Geschäftsstelle STV jeden Montag über die Mittagszeit mit einer Vereinsvorführung am Barren auf das Eidgenössische Turnfest in Aarau vor.»

Weniger Zeit für Sport hat der Veltheimer Ammann Ulrich Salm. Er gehe biken oder joggen, sagt Salm auf Anfrage der AZ, aber «ich komme leider nur alle zwei Wochen dazu».

Die Woche habe einfach zu wenige Stunden, sagt auch Herbert Anderegg, Ammann in Holderbank: «Ich bin mit meinem 100-Prozent Arbeitspensum und dem etwa 30-prozentigen Hobby als Gemeindeammann zwar sportlich unterwegs, aber leider von Termin zu Termin und nicht in Turnschuhen», scherzt er. Wann immer es gehe, sei er in der Männerriege aktiv, wo er unter anderem mit der Faustballmannschaft die Winter- und Sommermeisterschaft sowie einige Turniere bestreite. «Im Winter stehe ich zudem insgesamt zwei bis drei Wochen auf den Ski, und im Sommer geniesse ich die Aarelandschaft oder den Chestenberg mit dem Mountainbike.»

Ebenfalls ein Zeitproblem hat der Auensteiner Ammann Reto Porta, der nach eigenen Angaben «viel zu wenig und nur sehr unregelmässig» Sport treibt – «das Mandat als Gemeindeammann neben einer Vollzeitstelle lässt grüssen.» Wenn er dann doch Zeit findet, macht Porta gerne Waldlauf, im Winter steht er auf den Ski. «Ich bin aber zuversichtlich, dass ich meinen Streckenabschnitt trotzdem meistern werde», sagt er.

Auch Hans-Jürg Reinhart, Gemeindeammann von Möriken-Wildegg, sagt, die ihm zugedachte Strecke «sollte bewältigbar sein». Wobei er tief stapelt: Reinhart hat nämlich «auch schon eine Serie Marathons und Halbmarathons absolviert». Ausserdem fährt er im Winter Snowboard und geht auf Skitouren, ansonsten gehe er regelmässig joggen und ins Krafttraining.

Wie auch immer sich die Ammänner schlagen: Auf sie warten, wie auch auf die anderen Teilnehmer, Getränke auf der Route sowie Grillwürste am Ziel. Die Musikgesellschaft Möriken-Wildegg spielt ebenfalls. Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhalten zudem am Ziel ein Turnsäckli mit Geschenken aus den fünf Gemeinden.

Einweihung «jurafit»: Samstag, 11. Mai, 10 bis 16 Uhr, Talstrasse 13, Wildegg.

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