Aarau
Ein Durchbruch für das neue KIFF: Die AKB steuert zwei Millionen Franken bei

Über 75 Prozent der notwendigen 25 Millionen Franken seien bereits zugesichert, erklären die Initianten. Sie hoffen, das KIFF 2.0 im Herbst/ Winter 2024 dem Betrieb übergeben zu können.

Urs Helbling
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So soll das neue KIFF in der Aarauer Telli dereinst aussehen (Planungsstand Sommer 2020).

So soll das neue KIFF in der Aarauer Telli dereinst aussehen (Planungsstand Sommer 2020).

Zur Verfügung gestellt / Aargauer Zeitung

Es ist noch ein langer Weg, bis im optimalsten Fall im Herbst/Winter 2024 das KIFF 2.0 eröffnet werden kann. So wird es in der Stadt Aarau mit Sicherheit noch eine Volksabstimmung geben, an welcher der städtische Beitrag an den insgesamt 25 Millionen Franken teuren Neubau genehmigt werden muss. Auf dem Weg zum grossen Ziel ist den Initianten aber ein grosser Schritt gelungen: Sie fanden einen Hauptsponsor. Es die Aargauische Kantonalbank (AKB), die bereits die Realisierung des kantonalen Kulturhauses Alte Reithalle (Eröffnung im Oktober) unterstützt. Die AKB wird an das KIFF 2.0 zwei Millionen Franken beisteuern (der Alten Reithalle gab sie drei Millionen). Gisela Roth, Präsidentin des Vereins KIFF, erklärt:

«Das AKB-Engagement ist für uns ein wichtiger Schritt. Es freut uns sehr, dass wir die regional verankerte Bank für das Generationenprojekt gewinnen konnten.»

Der Aargau sei geprägt durch ein vielfältiges Kulturschaffen und ein breites Kulturangebot, sagt AKB-Direktionspräsident Dieter Widmer. «Für uns als die Bank der Aargauerinnen und Aargauer ist es ein grosses Anliegen, genau diese kulturelle Vielfältigkeit aktiv zu unterstützen. Sponsoring am richtigen Ort bedeutet für uns mehr, als nur einen finanziellen Beitrag zu sprechen. Mit dem KIFF 2.0 engagieren wir uns für einen kulturelle Leuchtturm, welcher das Zusammenleben der Menschen in unserem Kanton auf ganz besondere Art und Weise bereichern wird.»

Die KIFF 2.0-Initianten konnten nicht nur mitteilen, dass sie mitten in der Corna-Krise einen Hauptsponsor gefunden haben, sondern sie konnten auch noch andere wichtige Geldgeber gewinnen – auch wenn sie zu denen noch nicht viel verraten können oder wollen.

«Aktuell sind für über 75 Prozent der Gesamtkosten des Neubauprojektes KIFF 2.0 Absichtserklärungen der öffentlichen Hand und von privaten Geldgebern vorhanden»,

heisst es in der Medienmitteilung. Die grössten Beiträge dürften dabei von der Stadt und vom Kanton in Aussicht gestellt worden sein. Es wäre keine Überraschung, wenn sich die beiden mit je gleich viel Geld beteiligen würden.

Es müssen noch weitere 5 Mio. Fr. gefunden werden

Gemäss einer Grobkostenschätzung wird das KIFF 2.0 rund 25 Millionen Franken kosten (AZ vom 22. 8. 2020). Dieser Betrag war ursprünglich noch deutlich höher. Mittels Sparmassnahmen konnte er gedrückt werden, es entstand eine «Midi minus»-Version. Neben einem grossen Saal (1000 Personen) und dem Foyer (200 Personen) sollen im Kultur-Hub etwa Produktionsräume für Kulturschaffende, Büros für das Radio «Kanal K» und eine eigene Gastronomie entstehen. Gebaut wird südlich des bestehenden KIFF in der Aarauer Telli. Der Verein will den Neubau selber realisieren – als Bauherr tritt also nicht die Stadt auf, wie das bei der Alten Reithalle der Fall ist.

Über 75 Prozent der rund 25 Millionen Franken sind 19 bis 20 Millionen Franken. Stadt und Kanton (Swisslos-Fonds) haben zusammen 1,8 Millionen Franken für die Detailprojektierung bewilligt. Dazu kommen die 2 Millionen der AKB. Wer die verbleibenden etwa 15 Millionen Franken in Aussicht gestellt hat, ist offiziell nicht bekannt. Denkbar wären, analog zur Alten Reithalle, je zur Hälft die Stadt und der Kanton. Also je 7,5 Mio Franken (entspricht praktisch den Beiträgen an die Alte Reithalle).

Die KIFF 2.0-Initiaten wollen im 4. Quartal die Unterlagen für den Kredit bei der Stadt einreichen. Sie forcieren jetzt auch die Suche nach den noch fehlenden 5 bis 6 Millionen Franken. «Unter anderem wird ein Patronatskomitee gegründet und im Bereich Stiftungsfundraising auf mögliche Partner zugegangen», heisst es in der Medienmitteilung.

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