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Tagblatt Online, 16. Februar 2006 00:30:59

16 Jahre Einsatz für weltumspannendes Projekt

Hauptversammlung des Esperanto-Klubs Wil

Nach 16 Jahren gab Stanislaw Pochanke an der Hauptversammlung des Esperanto-Klubs Wil seinen Rücktritt bekannt. Im vergangenen Jahr unternahm Pochanke noch einmal ausgedehnte Reisen zu Bekannten, die zum Netzwerk von Esperanto-Sprechern gehören, das die ganze Welt umspannt. Gesundheitliche Probleme hätten es nun aber geboten, nicht nur auf eine der geplanten Reisen zu verzichten, sondern auch das Präsidentenamt niederzulegen, so der Esperanto-Klub in einer Medienmitteilung. Esperanto ist eine vor über 100 Jahren erfundene Sprache, die den Kontakt der Völker auf freundschaftlicher Basis ermöglicht.

Durch Esperanto in der Schweiz

Für Stanislaw Pochanke war Esperanto der Grund, aus Polen in die Schweiz zu kommen: 1973 meldete sich seine Frau Barbara aufgrund eines Stelleninserates in einer Esperanto-Zeitschrift als Krankenschwester bei der Psychi-atrischen Klinik in Wil. 1974 arbeitete auch Stanislaw Pochanke während eines zweimonatigen Aufenthalts an der Klinik. Darauf zogen seine Frau Barbara und er samt Familie 1987 und 1988 definitiv nach Wil, und er wurde in der Klinik als Hilfspfleger angestellt. Natürlich besuchte er von Anfang an auch den Esperanto-Klub in Wil. 1989 wurde er zum Präsidenten gewählt.

Während seiner Amtszeit knüpfte er viele weitere Kontakte im In- und Ausland, machte Reisen und lud Freunde des Esperanto nach Wil ein. An den Treffen berichtete er oft von seinen Erlebnissen. Und die Gäste erzählten vom Leben in anderen Ländern. So war und ist der Esperanto-Klub Treffpunkt für Menschen, die eine Völkerverständigung von der Basis her suchen. Das Hilfsmittel dazu ist die politisch und kulturell neutrale europäische Brückensprache Esperanto. Sie ist leichter als andere Sprachen erlernbar. Damit ist sie für viel mehr Menschen zugänglich als Sprachen wie Englisch oder Spanisch, deren Beherrschung meist eine ausgedehnte Ausbildung erfordert.

Neu ein Ko-Präsidium

Mit Wehmut müsse Stanislaw Pochanke nun sein Engagement für dieses Projekt einschränken, so der Esperanto-Klub. An seine Stelle werden Verena Chaves-Walder aus Flawil und Wolfram Fischer-Schmitter aus Wolfertswil treten, die als Ko-Präsidenten gewählt wurden. (wf.)

http://esperanto.ch/wil





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