Tagblatt Online, 05. Mai 2008 00:30:59
Den Puls der Kunden gefühlt
Gewerbeverein Zihlschlacht-Sitterdorf feierte am Wochenende das 75-Jahr-Jubiläum
In persönlichen Gesprächen konnten bestehende Beziehungen vertieft und neue Kontakte geknüpft werden; Gewerbevereinspräsidentin Heidi Christen (Bild rechts) hatte allen Grund zur Freude. (Bild: Bilder: Georg Stelzner)
Der Frühling zeigte sich von seiner schönsten Seite und trug so mit dazu bei, dassdie auf sechs Standorte aufgeteilte Gewerbeschau in Zihl-schlacht und Sitterdorf ein Publikumserfolg wurde.
GEORG STELZNER
Das Konzept des Veranstalters, das eine dezentrale Schau grossteils unter freiem Himmel vorsah, barg gewisse Risiken. Zum einen setzte es die Bereitschaft der Besucher voraus, längere Wege als bei solchen Gelegenheiten üblich in Kauf zu nehmen, zum andern stellte das Wetter einen nicht beeinflussbaren Unsicherheitsfaktor dar. Das Glück des Tüchtigen war dem jubilierenden Gewerbe dann aber in hohem Masse hold.
Auf sechs Festplätzen präsent
Die aus Anlass des 75-Jahr-Jubiläums auf die Beine gestellte Gewerbeschau bedurfte keiner langen Anlaufphase. Spätestens am Samstagmittag konnte man den Eindruck gewinnen, die ganze Gemeinde sei auf den Beinen. Zur Freude des OK beschränkte sich das Interesse des Publikums keineswegs auf das Festzentrum bei der Sitterdorfer Mehrzweckhalle und auf die zur Festmeile umfunktionierte Hauptstrasse in Zihlschlacht. Auch die anderen vier Standorte wurden von Jung und Alt rege frequentiert.
Das Ziel stets vor Augen
Der Gewerbeverein hatte sein 75jähriges Bestehen schon am Freitag mit einem Gala-Abend in Sitterdorf gefeiert. Dabei verglich Präsidentin Heidi Christen die Organisation der Jubiläumsausstellung mit dem Bau eines Segelschiffes: «Über 3000 Stunden Arbeit wurden geleistet, und während des Segeltörns hat es dann auch gestürmt und gehagelt.» Zu keinem Zeitpunkt habe man aber das Ziel aus den Augen verloren.
Gemeindeammann Heidi Grau führte die Gründung des Gewerbevereins auf die Erkenntnis zurück, «dass sich viele Aufgaben gemeinsam besser lösen lassen». Daran habe sich bis heute nichts geändert. Heidi Grau äusserte den Wunsch, dass in absehbarer Zeit wieder eine Gewerbeschau stattfinden möge, und überreichte der Präsidentin bereits das Startkapital dafür. Als Vertreter der grössten Arbeitgeberin in der Gemeinde, der Humaine Klinik, pries Jacques-André Künzli den kameradschaftlichen, hilfsbereiten und freundlichen Umgang, den die Einwohner miteinander pflegen. Peter Schütz, Präsident des Thurgauer Gewerbeverbandes, hob in seiner Rede den Innovationsgeist und das Marketing als entscheidende Faktoren für das Überleben von Gewerbebetrieben hervor.
WÖRTLICH
Spezieller Betrieb
Wir sind seit 1999 in Sitterdorf und haben hier sechs Arbeitsplätze geschaffen. Helikopter verursachen auch Lärm, und deshalb ist es uns ein Anliegen, der Bevölkerung die Tätigkeitsbereiche der Firma vorzustellen.
WÖRTLICH
Akt der Solidarität
Für mich ist es eine Selbstverständlichkeit, bei dieser Gewerbeschau mitzumachen.
Ich glaube, sie fördert auch das Zusammengehörigkeitsgefühl im Dorf. Eine baldige Wiederholung würde ich begrüssen.
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