Direkte Links und Access Keys:

Tagblatt Online, 05. Januar 2008 00:30:59

Kultur ans Volk bringen

Felix Bienz ist als Präsident des Horner Kreises zurückgetreten – sein Nachfolger ist Safer Mourad

horn. Kultur bedeutet für Felix Bienz, dass sich Jung und Alt begegnen und austauschen. Dieses Ziel hat er während der vergangenen 15 Jahre stets verfolgt.

andrea sterchi

1919 wurde der Horner Kreis von Leuten um den Industriellen Alfred Raduner als Bibliothekskommission gegründet. Mit der Absicht, in der Turnhalle, dem heutigen Feuerwehrdepot, neben dem Bücherverleih Vorträge über ferne Länder und andere Kulturen zu veranstalten. Aus der Kommission wurde später die Bibliotheksgesellschaft. Als 1981 die heutige Bibliothek entstand, gab man sich einen neuen Namen: Horner Kreis.

In jener Zeit begann sich auch Felix Bienz aktiv zu engagieren. Als 1999 viele Mitglieder aufhörten, half er mit, das Team neu aufzubauen und vor allem zu erweitern. «In all den Jahren hatten wir stets ein interessant zusammengewürfeltes Team», sagt er. Lehrer, Selbständigerwerbende, Hausfrauen, Wirtschaftsleute – in dieser Zusammensetzung stimmt es genau mit dem breiten Publikum überein, das es ansprechen will.

Kein elitärer Zirkel

Der Horner Kreis verschrieb sich dem Ziel, Anlässe für Jung und Alt, für die gesamte Bevölkerung zu organisieren. Dem Leitmotiv «Kultur und Begegnung» ist der Verein bis heute treu geblieben. Er will keinen elitären Zirkel ansprechen, sondern die Kultur nahe ans Volk bringen. «Wir wollen Anlässe bieten, bei denen sich die Horner und Auswärtige begegnen und austauschen können.» Eine wichtige Rolle spielte für ihn immer das Ambiente rund um die Anlässe. Dazu gehört für ihn in erster Linie das Horner Seeufer, wie beim Projekt «Strandgut» oder bei «Jazz am See». Er blickt aber auch gerne auf die Geistergeschichten in der Ruine Mosti zurück, die Konzerte im Treibhaus von Kumari Fleurs oder die Kombination von A-cappella-Band und Rolls-Royce-Sammler. «Der Sammler erzählte von seinem Hobby, die Band Rolls-Royce lockerte musikalisch auf.» Natürlich sei für ihn «Strandgut» einer der Höhepunkte. Ein solches Projekt jedes Jahr durchzuführen, übersteige aber ihre Möglichkeiten. Auch in finanzieller Hinsicht.

Im Dorf verankert

Der Verein finanziert sich über die Eintritte und die Mitgliederbeiträge. Seit gut acht Jahren wird zudem eine Bar betrieben. Weiter unterstützen die politische und die Bürgergemeinde, Sponsoren und private Gönner den Horner Kreis. Für Felix Bienz ist er zu einem festen Bestandteil der Gemeinde geworden. «Er ist nicht mehr wegzudenken. Gäbe es ihn nicht, müsste man ihn erfinden.»





Anzeige:

Anzeige:

Anzeige:

Anzeige:

tagblatt.ch / apps

facebook.com / tagblatt

 ...

Anzeige: