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Tagblatt Online, 21. Januar 2008 00:30:59

Noch schöner, noch besser

5. Engelburger Guggänacht ist ein Riesenerfolg – 1500 Guggenfans tanzen bis in die Morgenstunden

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Die Adlerbrüeter aus Mörschwil sorgten am Samstag für viel gute Stimmung in der Engelburger Mehrzweckhalle. (Bild: Bild: Michel Canonica)

Engelburg. Wer Guggenmusik mag, kommt bei der Engelburger Guggänacht voll auf seine Rechnung. Zwölf ausgewählte Guggen stellten sich am Samstag einer prominenten Jury. Der Sieg ging nach Untereggen.

Daniela S. Herman

Es glänzt, es kracht, es tönt so schaurig schräg und ohrenbetäubend laut. Die Mehrzweckhalle in Engelburg ist ausverkauft, die Stimmung am Samstagabend hervorragend.

Das OK und sein neuer Präsident Marc Winkelmann hatten vorgängig gleich zweimal gewählt: Zuerst aus den 30 angemeldeten Guggen diejenigen zwölf, die am Wettbewerb mitmachen dürfen, dann die Persönlichkeiten für die Jury. Neben dem Gaiserwalder Gemeindepräsidenten Andreas Haltinner, der seit fünf Jahren dabei ist, nahmen dieses Jahr auch Rennfahrerin und Model Sabrina Hungerbühler, der ehemalige Radrennprofi Alex Zülle sowie der ehemalige Moderator SF DRS Walter Eggenberger die schwierige Aufgabe auf sich. Als Guggenkennerin wirkte in der Jury Brigitta Winkelmann, ehemaliges Mitglied der Chapf-Chläpfler Engelburg, mit.

Altersgrenze 18

«Es ist einfacher, Rennen zu fahren, als hier zu entscheiden», sagte Sabrina Hungerbühler in der Pause. Auch für Alex Zülle war die Aufgabe neu, aber bald genoss er das Spektakel und wippte im Rhythmus mit. Walter Eggenberger, St. Galler Ehren-Föbü 1995, war sichtlich erfreut von den Darbietungen der Guggen. Am meisten aber freute sich der neue OK-Präsident Marc Winkelmann: «Wir haben die Altersgrenze der Besucher und Besucherinnen aus administrativen Gründen auf 18 Jahre gesetzt. Das eingegangene Risiko hat sich gelohnt; die Veranstaltung ist wieder ausverkauft.»

Rund 1200 Guggenfans und zwölf Guggenmusiken sorgten am Samstag für einmalige Stimmung. Bis in die frühen Morgenstunden wurde getanzt und gesungen – vor allem zur Guggenmusik. Mit ganz unterschiedlichen Musikrichtungen überraschten die Guggenmusiken heuer das Publikum und die Jury. Die Notkerseggler aus St. Gallen wählten als Motto «Viva Mexico», die Spycherguggä Hip-Hop. Mit viel Schwung zogen die Mörschwiler Adlerbrüeter das Publikum in ihren Bann, was auch den zweifachen Siegern der vergangenen Jahre, den Gassärasslern aus Rorschach, glänzend gelang. Nach Thurtalia Thurbental (ZH) und Mehrzweckblaari Waldstatt (AR) sorgten Uzepatscher aus Uzwil für eine Überraschung: Als Schweizer Fussball-Bälle verkleidet eroberten sie das Publikum.

Die Gewinner

Das hohe Niveau setzte sich mit den Sittärä-Chlöpfern aus Bernhardzell fort. Die Föhngugge Brülisau (AI) schaffte es auf Platz vier, die Ziegelhöttler aus Herisau auf Platz drei. Die Glöggli-Clique aus Amriswil wurde mit ihrer exzellenten musikalischen Darbietung zweite und die Möttelisounder aus Untereggen, die bisher zweimal Zweite waren, schafften es diesmal auf den ersten Platz. Sie überzeugten die Jury in allen Punkten. Celine Fuchs moderierte mit Erfolg das fünfstündige Programm, das Simeon Bosshard in wunderschönes Licht tauchte.





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