Tagblatt Online, 02. Februar 2008 00:30:59
Mit Glocken, Gnomen und Guggen
Abtwiler Fasnacht mit Guggenkonzert und Ehrung des Schnogu XIV. eröffnet
Fritz Fischbacher vom Restaurant Sonnenberg ist der neue Abtwiler Schnogu. (Bild: Bild: Hanspeter Schiess)
Abtwil. In einem Festakt auf dem Dorfplatz wurde Fritz Fischbacher zum Schnogu erkoren und für seinen Beitrag zur Abtwiler Fasnacht gewürdigt.
Arne Goebel
Zahlreiche Zuschauer haben sich, trotz Skiferien, am Donnerstagabend entlang des unteren Teils der Sonnenbergstrasse versammelt. Die Jüngsten waren verkleidet oder maskiert. Ein Knabe war im Cowboy-Outfit unterwegs, gefolgt von seiner Schwester, unter deren dicken Daunenjacke sich ein Prinzessinnenkostüm verbarg. Angesichts der tiefen Temperaturen hatten sich einige Zuschauer mit Punsch oder Glühwein eingedeckt. Pünktlich um 19.07 Uhr zog der kleine Umzug vom Oberstufenzentrum Mühlizelg zum Dorfplatz. Schon bevor der Umzug um die Ecke bog, hörte man auf dem Dorfplatz die Glockenklänge der Einscheller Bergfründe, die den Zug anführten. Es folgten die Maskencliquen Abtwiler Gnomen, die Nössler, die Nösslerjäger sowie die Guggen Abtwiler Schränzer, Herischränzer Herisau und RazBaz Waldkirch – eine reine Frauengugge. Nach acht Minuten hatten sich alle auf dem Dorfplatz versammelt und warteten auf die Verkündigung, wer zum 14. Schnogu erkoren wird.
«Nicht damit gerechnet»
Unter dem Motto «Abtwil's neuer Reiz – d'Miss Schweiz» wurde mit einem Schuss aus der Konfettikanone die diesjährige Fasnacht eröffnet. Ein paar Kinder liessen den Konfettiregen auf sich niedergehen. Jeder der drei Guggen gab ein Musikstück zum Besten. In seiner nachfolgenden Laudatio berichtete Hansruedi Knupp aus dem Fasnachtswagen über lustige Begebenheiten aus dem Leben des Schnogus sowie von dessen Einsatz für die Fasnacht. Darauf wurde Fritz Fischbacher, Wirt und Inhaber des Restaurants Sonnenberg, in den Fasnachtswagen gebeten und als Schnogu eingekleidet. «Damit habe ich überhaupt nicht gerechnet. Das meiste, was über mich gesagt wurde, stimmt. Ich bin da ehrlich, und ein Schnogu sollte ehrlich sein», rief Fritz Fischbacher der Menge zu, die dies mit Applaus quittierte.
Bis in den Morgen gefeiert
Mit dem «Gnomentaxi», einer mit Tannenzweigen ausgekleideten Schubkarre, wurde der Schnogu zum Feiern abtransportiert. Nach dem Guggenkonzert machten sich die Guggen zusammen mit einigen Schnitzelbankgruppen zu einer Beizentour auf: in den «Sternen», die «Sonne» und die Fasnachtsbeiz im Schützenhaus. Laut Präsidentin des Fasnachtskomitees, Bea Bühler, haben die Letzten gestern um 5.30 Uhr ihre Beizentour beendet.
Nach der Fasnachts-Eröffnung am Donnerstag findet heute Samstag ab 20 Uhr der traditionelle Maskenball des Turnvereins im Oberstufenzentrum Mühlizelg statt.
Mehlsuppe und Umzug
Ab 2 Uhr am frühen Sonntagmorgen lädt die Pfadi Rappenstein zur Mehlsuppe ins Schützenhaus ein. Das närrische Treiben findet morgen Sonntag im Fasnachtsumzug einen weiteren Höhepunkt. Rund 650 Umzugsteilnehmer werden ab 14.14 Uhr vom Eggli zum Oberstufenzentrum Mühlizelg ziehen.
Schnitzelbangg-
Vers
Mini Name Mustafa
bin i gsii an GGA.
Hani mega Hunger gha,
frage Mann, was du da?
Sepp mir sage, alles da
Bratwurst, Bürli, Cervelat.
Aber an de GGA
hammer keini Kebab da.
Du nöd denksch an Muselmaa,
wenn du keine Kebab da.
Was ich soll an GGA
wenn ich nix zu fresse ha!
Aber nächste GGA,
Mustafa mit Bude da.
Verkaufe Kebab,
Döner dann, ich schwör,
viel, viel schöner!
A de Fasnacht tüend sie Maske prämiere,
do muesch di verchleide und de Chopf aschmiere.
A de Vechschau luegets de Chüe ufs Euter,
je grösser und praller, je mehr Pünkt, je gfreuter.
Bi de Miss-Schweiz-Wahle luegets uf Usstrahlig und d'Figur.
Mit de Masse 84-65-95 stichsch do sogar de Eichlepuur.
Und well Schönheit
bekanntlich nöd alles isch chunt's auch no druf a,
woher das bisch.
Jo, bi de Amanda händ's Wert uf d'Herkunft gleit.
Wär die vo Engelburg cho, wär sie scho am Afang
usegheit.
Geier vo Gaiserwald
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