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Tagblatt Online, 02. März 2007 00:30:59

Smaat - die Boygroup des Poetry Slam

st. gallen. Der Schweizer Gabriel Vetter und seine deutschen Slam-Kollegen Lars Ruppel, Felix Römer und Sebastian 23 haben sich unter dem Namen vereint. Heute treten sie im Figurentheater auf.

Slam Poeten sind meist Einzelkämpfer, die sich temporeiche, geschliffene Wortgefechte mit ihren Kontrahenten liefern. Slam-Teamwettkämpfe führten dann schliesslich dazu, dass sich vier mehrfach preisgekrönte Jung-Poeten zu einem Team mit dem Namen Smaat zusammengeschlossen haben. Beim internationalen Teamwettkampf vergangenen Oktober in St. Gallen belegte das Quartett mit Gabriel Vetter, Lars Ruppel, Felix Römer und Sebastian 23 den zweiten Platz. Derzeit tourt der Poeten-Vierer durch Deutschland und die Schweiz und stellt seine soeben erschienene, erste CD vor: «Smaat – Back for Food».

CD mit Live-Charakter

Ein Slam lebt vom unmittelbaren Erlebnis und von den Reaktionen des Publikums. Für die CD entstanden die Aufnahmen während zwei Auftritten im Sommer 2006; darauf sind auch einzelne Versprecher («Wir sind auch nur Menschen») und Interaktionen mit dem Publikum festgehalten. Der Live-Charakter wird damit so weit möglich konserviert. Aber natürlich vermag keine Audioaufzeichnung einen direkt miterlebten Auftritt zu ersetzen.

Gerappt und gesungen

Die Boygroup des Poetry Slam präsentiert mit wenig Musik und vielen Faxen witzige Slam Poetry; mal solistisch, im Duo oder Quartett. Neben der pfiffigen Hymne an die Vielfalt des Brotes («Bread Pitt») oder einer verästelten Geschichte über die Liebe einer Eiche («Eichbaum und Stute») finden sich auch völlig durchgeknallte Texte («Kotze, Kotze, Kotze, Bibel, Bibel, Yak, Yak»). Und wie es sich für eine richtige Boyband gehört, fehlt eine Schnulze nicht: «Smaat Love is Good Love!» (as)

Heute Fr, Figurentheater St. Gallen, 21 Uhr (Tür: 20 Uhr)





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