Tagblatt Online, 14. November 2006 00:30:59
Innere Gesinnung ist wichtig
43. Jahresversammlung der «Freunde der Marienburg» im Gymnasium in Rheineck
Rheineck. Freunde und Ehemalige des Gymnasiums Marienburg besuchten vor der Versammlung den Gottesdienst. Der ehemalige Schüler, Markus Büchel, 11. Bischof von St. Gallen, zelebrierte den Gottesdienst und hielt die Festpredigt.
Heidi Hangartner
Der Hausobere Pater Othmar Baldegger erinnerte in seinem Begrüssungswort daran, dass der erste Marienburger Bischof Markus Büchel hier ab 1962 das Gymnasium besucht und damit den Grundstein zu seinem kirchlichen Werdegang gelegt hatte. Er war damals massgeblich mitbeteiligt, Mitglieder zur Gründung eines Bauvereins für die Marienburg, den heutigen Freundeskreis, anzuwerben, und ist auch jetzt noch im Stiftungsrat präsent.
«In Freude und Hoffnung»
Bischof Markus Büchel erzählte mit humorvollen Worten Reminiszenzen aus seiner Schulzeit in der Marienburg, unter anderem wie er dort das erste Mal fernsehen durfte und erstmals im Leben einem dunkelhäutigen Menschen begegnet war. Er erläuterte seinen Wahlspruch «In Freude und Hoffnung», den er für sein bischöfliches Amt gewählt hatte, und setzte ihn der auch in der Kirche weit verbreiteten Resignation entgegen. Gott vermöge stets jedem Menschen Vertrauen zu schenken, damit dadurch jeder die Kraft findet, den persönlichen Weg zu gehen. Er erwähnte die Witwe im Tages-Evangelium, die ihre letzten Münzen spendete, um Gutes zu tun, und schlug damit den Bogen zum Freundeskreis. Es sei nicht wichtig, wie gross die Gaben sind – die innere Gesinnung sei wichtig.
Rekord-Schülerzahl
Die aufmunternden und warmherzigen Worte von Bischof Markus wurden durch die mitreissenden Rhythmen der Folk-Family aus Diepoldsau unterstrichen. Der bischöfliche Leitsatz «In Freude und Hoffnung» wurde damit im wahrsten Sinn des Wortes gelebt.
Maturand Nils Lenherr stimmte musikalisch auf die geschäftlichen Traktanden der Jahresversammlung ein. Präsident Markus Hungerbühler orientierte über die erfolgreiche Aktion «Bauen Sie mit». Der Freundeskreis konnte damit den Schulerweiterungsbau und die Renovation des Internats mit einem namhaften Betrag unterstützen. Die Spenden haben zugenommen, doch ist der Verein zur Erfüllung seiner Aufgaben weiterhin auf grosszügige Unterstützung angewiesen. Rektorin Sabine Greiser berichtete über die neue Rekordzahl von 107 Schülerinnen und Schülern, 24 davon wohnen im Internat. Es zähle zwar nicht allein die Anzahl, die Umsetzung der Grundsätze der Steyler Missionare sei wichtig. «Dies hat sich als der richtige Weg erwiesen», sagte sie. Es folgte die Besichtigung der neuen Schul- und Internatsräume. Der Anlass endete mit dem gemütlichen Ausklang im Burgkeller.
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