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Tagblatt Online, 24. April 2007 00:30:59

Felix Walker blickte zurück ins Bundeshaus

Region Rorschach. Ende 2006 hat Dr. Felix Walker sein Amt als Nationalrat altershalber niedergelegt. Er ist aber politisch immer noch sehr interessiert und aktiv. Seine Ausführungen an der Veranstaltung des Forums CVP 60Plus der Region Rorschach waren deshalb fast wie eine staatspolitische Geschichtsstunde.

Zunächst berichtete er über seine Erfahrungen als Mitglied der Finanzkommission und der Finanzdelegation des Nationalrates. In diese beiden Gremien war er kurz nach seinem Amtsantritt dank seiner beruflichen Herkunft als früherer Präsident der Geschäftsleitung der Raiffeisenbanken gewählt worden. Hier werden die wichtigsten Geschäfte des Parlaments vorbereitet. Der Referent stellte der Volksvertretung im Allgemeinen ein gutes Zeugnis aus, konnte aber auch einige kritische Bemerkungen nicht unterlassen. So sei es einerseits nicht wahr, was oft behauptet werde, dass alles schlecht sei, was von Bern kommt. Anderseits aber bedauert er die heutige Polarisierung und die Verhärtung der Fronten in der Bundespolitik, was oft gute Lösungen verhindere oder verzögere. Auch komme «Lärm machen im Parlament» leider in vielen Medien besser an als die sachliche Auseinandersetzung. Zum Bundesrat meinte Felix Walker, dass er heute «fachtechnisch» so gut sei wie früher. Er wünschte sich aber, dass die Kollegialität und die Gesamtschau in der Regierung besser würde als dies heute der Fall ist. (am)





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