Tagblatt Online, 21. Dezember 2006 00:30:59
Regionale Anliegen eingebracht
Nationalrat Thomas Müller wurde gestern in Rorschach empfangen
rorschach. Nach zweieinhalb besonderen Wochen, wie er selbst sagte, ist Nationalrat Thomas Müller nach seiner ersten Session heimgekehrt. Auf dem Platz vor dem Rathaus wurde er von der Bevölkerung begrüsst.
rudolf hirtl
Es waren nicht nur Parteifreunde gekommen, um Neo-Nationalrat Thomas Müller willkommen zu heissen. Die Bevölkerung ist stolz auf ihren Vertreter in Bern und zeigte dies mit dem zahlreichen Aufmarsch gestern Abend. CVP-Ortspräsident Marc Gilliand sprach in seiner Auftaktrede davon, dass die Parteifreunde schon immer gewusst hätten, dass es Thomas Müller in seiner politischen Karriere einmal bis nach Bern schaffen würde, zumal er auch mit grösstem Engagement darauf hingearbeitet habe.
Wertvoll für die Region
«Wir sind stolz auf ihn und auch dankbar für sein unwahrscheinlich wertvolles Engagement für die Stadt und die Region Rorschach», sage Gilliand und fügte die Hoffnung an, dass Thomas Müller in Bern «seine Vernetzungen» für Anliegen aus der Region nutzen könne.
Stadtrat und Schulratspräsident Guido Etterlin hiess Thomas Müller im Namen der Stadtregierung und der Stadtbevölkerung willkommen. Mit seinem Einzug ins Bundesparlament sei Rorschach wieder mit einer starken Stimme vertreten, sagte er und erinnerte an seine Vorgänger wie Joseph Marzell von Hoffmann (im Amt von 1848 bis 1866), der es als erster Rorschacher geschafft habe, und Fredi Alder, der als letzter heimischer Vertreter von 1995 bis 1999 im Nationalrat sass. «Sie, Herr Nationalrat, sind der erste hiesige Delegierte im neuen Jahrtausend», sagte Etterlin, «und was die Auswirkungen ihres politischen Engagements in Bern für die Stadtpolitik betrifft, so sind wir gespannt.»
Belastung gewohnt
Thomas Müller zeigte sich gerührt über den warmen Empfang in Rorschach und nahm den Fingerzeig von Guido Etterlin mit einem Schmunzeln entgegen. «Das Doppelmandat bringt zweifellos eine hohe Belastung mit sich. Ich habe aber schon mehrfach erwähnt, dass ich dies gewohnt bin. Früher als Rechtsanwalt und Präsident des FC St. Gallen war dies nicht anders», sagte er und freute sich, mitteilen zu können, dass er bei regionalen Themen wie TV-Konzessionsgebiet und Güterzüge am Bodensee auf die Unterstützung der Ostschweizer Nationalräte zählen darf.
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