Tagblatt Online, 28. März 2007 00:30:59
Nur das Eigenwohl vor Augen
Morgenwanderung ? der Weg führt zum Wartegg-Park. Zeitzeichen all überall. Visiere sprechen eine deutliche Sprache. Das Umfeld hat es mir angetan. Ein unbeschreibliches Durcheinander. Da besitzt jemand das Kostbarste, was es gibt: Boden. Wie lange er dem heutigen Besitzer gehört, entzieht sich meiner...
Morgenwanderung – der Weg führt zum Wartegg-Park. Zeitzeichen all überall. Visiere sprechen eine deutliche Sprache. Das Umfeld hat es mir angetan. Ein unbeschreibliches Durcheinander. Da besitzt jemand das Kostbarste, was es gibt: Boden. Wie lange er dem heutigen Besitzer gehört, entzieht sich meiner Kenntnis. Für den Wanderer ein unansehnlicher Anblick rund um den Park. Das bringt natürlich keine klingende Münze.
Zeichen einer vergangenen Zeitepoche sind immer erhaltenswert. Hier ist die Gier nach Geld besonders gross, denn Wohnraum in so herrlicher Lage, unbezahlbar. Aber einmal überbaut, unwiederbringlich verloren.
Haben wir wirklich unseren Nachkommen nur noch eine Beton-Wüste zu hinterlassen? Ein jahrelanger Kampf für die Erhaltung dieses Parks sollte endlich Fuss fassen. Die Weitsicht unserer Behörden fehlt. Die Verantwortung schiebt man weit von sich. Es ist ein gewaltiger Fehler, dass heute die meisten Menschen nur ihr Eigenwohl vor Augen haben. Aber im Grunde sitzen wir alle im selben Boot. Eine Überlastung führt zum Untergang. Darum ist es wichtig, einer Bürgerversammlung wieder vermehrt Achtung zu schenken. Denn nur gemeinsam sind wir stark, auch gegenüber Behörden und Politikern. Die meisten haben nur Eigeninteressen und werfen diese in die Waagschale. Machen wir doch von unserem Recht Gebrauch: Einer für alle, alle für einen.
Auf gehts, den dornenvollen Weg der Karwoche am 4. April an die Bürgerversammlung in Rorschacherberg.
Anna Räbsamen Waid 2, Rorschacherberg
- Artikel empfehlen:




