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Tagblatt Online, 14. März 2008 00:30:59

Vollendete Tatsachen im Warteggpark?

«Bauen im Park bewilligt, aber…», Tagblatt vom 11.3.08

Die Baugenehmigung für den unteren Teil des Warteggparks wird vom Gemeinderat als erteilt und nur noch auf dem Rechtsweg anfechtbar dargestellt, …aber es gebe noch Hoffnung…, das Ziel sei keine Überbauung mit 68 Wohnungen gehobenen Standards. Die teilweise Freihaltung des oberen Teils sei auf gutem Weg, aber auch noch nicht ganz sicher.

Wer glaubt das alles als ehrliche Aussage? Das Vorgehen der Gemeinde und der Swisscanto als Bauherrin riecht meilenweit gegen den Wind nach Salamitaktik, die bisher mit Erfolg angewendet wurde. Wer erinnert sich noch an die damals breit gestreute Begründung für den Verkauf des westlichen Parks als Baugelände mit Erstellung eines Gestaltungsplanes? «Mit dem Erlös könnte man das Schloss vor dem Verfall retten!» Dessen Rettung überliess man einem Privatmann, der Bebauungsplan blieb erstaunlicherweise für die spekulativen Zwecke angeblich rechtsgültig. Heute haben Gemeinde und Swisscanto mit der Vorgängerin Thurgauer Kantonalbank gewaltige Gedächtnislücken und wollen die frühere Begründung nicht mehr wahrhaben. Der Bürger wurde damals offensichtlich nur beruhigt und hinters Licht geführt.

Das grosse Ziel zahlreicher Bürger ist der Erhalt und Schutz des ganzen Parkes als Ensemble, nicht einzelner Bäume oder Parzellenteile. Wenn die Swisscanto völlig unsensibel gegenüber Kulturobjekten spekulativ investiert, dann ist das ihr Risiko. Der Bürger soll nun das oben beschriebene Verhalten gut finden und auch noch mit Steuergeldern und Spenden subventionieren?

Ermin Busch Mariabergstrasse 28, 9400 Rorschach





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