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Tagblatt Online, 27. Oktober 2007 00:30:59

«Den Park als Juwel erhalten»

Über hundert Personen zeigten sich im Ziel für Wartegg einig

Rorschacherberg. Hundert Personen, die zur Informationsveranstaltung gekommen waren, zeigten sich mit den Parteien einig, dass der Schlosspark von Wartegg vor einer Überbauung zu schützen sei.

Peter Beerli

Die Parteipräsidenten von CVP, SP, FDP und SVP hatten – sich einig, dass etwas zur Erhaltung des Wartegg-Parkes zu geschehen habe – zur Informationsveranstaltung ins Haus zum Seeblick eingeladen. Aus den Reihen der rund hundert Besucher erwuchs keine Opposition. Alle zeigten sich als Freunde des Warteggparks, ob sie zu den inzwischen über 1800 Personen gehören, welche dies mit ihrer Unterschrift bekannt haben, oder nicht. Darüber, wie diese Rettung geschehen könnte und was sie die öffentliche Hand kosten würde, war wenig zu erfahren. So blieb die allgemein geäusserte Zustimmung zum Warteggpark eine grundsätzliche, ohne dass man an diesem Abend Konkretes in Angriff hätte nehmen können. Kantonsrätin Monika Lehmann, die der Veranstaltung mit drei Gemeinderats-Kollegen beiwohnte, berichtete, wie der Gemeinderat an einer Lösung arbeitet, welche sowohl das Recht auf Bauland als auch den Wunsch nach Freihaltung des Parkes erfüllt.

In der Diskussion wurden eine Neuauflage des Gestaltungsplanes gefordert und der Wunsch geäussert, beim eidgenössischen Denkmalamt ein Gutachten über die Bedeutung des Schlossparkes einzuholen. Vorher hatten unter der Leitung von Gisela Tobler Fachleute über die Bedeutung des Schlosses Wartegg und seines Parks informiert.

«Kantonsräte sind gefordert»

Christian Ledergerber, vor gut dreissig Jahren in der Stiftung Wartegg und der Aktion Pro Wartegg Anführer der Freunde der Anlage, erzählte aus der Geschichte des Schlosses und davon, was in den letzten Jahrzehnten geschehen war, um das Schloss, seine Schätze und den Park zu retten. 1986 glaubte man sich am Ziel, das Schloss vor dem Zerfall zu schützen, die Schätze in der Bourbon-Parma-Abteilung des Museums im Kornhaus zu erhalten und den Schlosspark zu retten. «Doch jetzt sind Teile des Parks durch eine Überbauung bedroht. Die ganze Anlage scheint ihren Charakter zu verlieren. Einmal mehr gilt es, für Wartegg einzustehen.» Dazu seien auch die Kantonsräte aufgerufen.

Als Spezialistin für historische Gärten erläuterte Anette Freytag von der ETH Zürich, die Bedeutung von Schlossgärten wie auf Wartegg. Sie seien nicht einfach ein Stück Natur, sondern stellten eine kunstvoll erarbeitete Symbiose von Park und Gebäuden dar.

Gemeinden autonom

Für die Abteilung Ortsplanung des kantonalen Amtes für Raumentwicklung informierte Andrea Näf über die Planungsinstrumente Überbauungs- und Gestaltungsplan. Bei der Ortsplanung seien die Gemeinden weitgehend autonom. Der Kanton greife dort ein, wo gegen Gesetze verstossen werde. Eine Lösung für den Warteggpark sieht sie, wenn diese von der öffentlichem Hand zusammen mit den Landbesitzern gesucht wird.





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