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Tagblatt Online, 30. Oktober 2007 00:30:59

Kämpfen für den Warteggpark

Am 25. Oktober fand ein Infoabend zum Warteggpark statt. Es kamen an die 100 Personen, der Abend war ein Erfolg. Die geschichtliche Darstellung von Christian Ledergerber war ein Genuss, sie wurde mit viel Gefühl dem Publikum erzählt. Viele Details aus der Vergangenheit, die vergessen gegangen sind, hat er wieder in Erinnerung gerufen. Ob man damals Fehler bei den Kompromissen gemacht hat und den Park vielleicht schon damals vor einem solchen Vorhaben hätte retten können, bleibt dahingestellt. Wichtig ist, dass wir heute für den Park kämpfen.

Dass es sich lohnt, hat auch der Beitrag von Anette Freytag gezeigt. Ihr ausführlicher Bericht über den Gartenbau und die Parkgestaltung war lehrreich. Am Abend war einzig die Darstellung von der Vertretung des kantonalem Bauamts, Andrea Näf, ein totaler Reinfall. Was sie zu berichten hatte, hätte sie auch mit einem Rundschreiben erledigen können. Es ist sicher nicht einfach, eine solch trockene Materie vorzutragen, aber mit ein wenig Lockerheit und Aufgeschlossenheit wäre dies sicher gegangen. So aber – wie ich mir sicher bin – haben 80% der Anwesenden gleich viel über die Baureglemente erfahren wie vor dem Beitrag. Nämlich nichts. Und zu guter Letzt kommt eine Gemeindevertreterin, die verlauten lässt, was im Gemeindeartikel schon zu lesen war. Und niemand wird aus dem Artikel schlau. Vielleicht gibt es eine Lösung, vielleicht wird aber doch gebaut oder vielleicht weniger oder vielleicht gar nicht, es ist mehr ein Artikel, der die Bevölkerung beruhigen soll.

Es gibt über 1800 Unterzeichnende, die den Erhalt des Parkes wünschen. Der Gemeinderat, der für die Bevölkerung eigentlich da sein sollte, weigert sich aber, ein neues Gutachten zu erstellen. Und für eventuelle Fehler, die vielleicht gemacht wurden, einzustehen. Abzuklären, welche Möglichkeiten noch bestehen, um ein solches Vorgehen des Gemeinderates zu unterbinden und den Park zu retten, ist auch die Aufgabe der Ortsparteien. Ich kann nur hoffen, dass hier letztlich ein Sieg für die Natur herauskommt. Und der Park auch für unsere Nachkommen ein Juwel bleibt. Ohne Betonklötze.

Adrian Stäuble Quellenweg 6, Rorschacherberg





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