NT-Kultur, Archiv: 02. November 2007, 00:30

Verlage: Konsens bei Rechtschreibung

In der Deutschschweizer Presse zeichnet sich ein Konsens über die Umsetzung der neuen Rechtschreibung ab. Eine wachsende Zahl von Verlagshäusern will die Empfehlungen der Schweizer Orthographischen Konferenz (SOK) umsetzen. Die SOK, in der Vertreter der Presse, der Literatur und der Sprachwissenschaften vereinigt sind, hat an ihrer Herbsttagung in Zürich die abschliessenden Kapitel ihrer Empfehlungen zur Rechtschreibung vorgelegt. Sie betreffen unter anderem die Gross- und Kleinschreibung. So empfiehlt die SOK, Tageszeiten («heute morgen») entgegen der neuen Rechtschreibung klein zu schreiben. Bereits an früheren Tagungen hatte die SOK empfohlen, bei Varianten die herkömmlichen Schreibweisen zu verwenden.

Ausgerichtet hatte die Tagung der Sprachkreis Deutsch. Es nahmen Zeitungen teil, darunter das St. Galler Tagblatt, die NZZ, der «Tages-Anzeiger» und andere, ausserdem Vertreterinnen der Politik, Schriftsteller, Sprachwissenschafter und Verleger sowie die Nachrichtenagentur SDA. Sie haben sich zum Ziel gesetzt, die Sprachrichtigkeit und Einheitlichkeit der Rechtschreibung in Presse und Literatur zu fördern.

Nun lädt die SOK in einer Resolution die Zeitungen der Deutschschweiz ein, ihre Empfehlungen zu übernehmen. (sda)



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