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Tagblatt Online, 29. Oktober 2008 01:00:22

A1-Zubringer für Rorschach

In der Region Rorschach werden die Pläne für einen Autobahnanschluss konkreter. Gemeinden und Kanton wollen die Realisierung an die Hand nehmen und beim Bund vorstellig werden.

Rorschach ist heute nicht direkt an die Autobahn angebunden – ein Manko. «Für die wirtschaftliche Entwicklung einer Region ist das ein entscheidender Standortfaktor», sagte Stadtpräsident Thomas Müller gestern in Goldach.

Rorschach leidet seit Jahrzehnten unter stetig zunehmendem Durchgangsverkehr. Eine erst angedachte, 115 Millionen Franken teure Umfahrung des Stadtkerns (teilweise oder ganz in einem Tunnel) mit Anschluss an einen neuen Autobahnzubringer, könnte jetzt die Lösung bringen.

Über Goldacher Boden

«Wir sind so weit wie noch nie», betonen Gemeindevertreter von Goldach, Rorschach und Rorschacherberg. Zusammen mit dem Kanton St. Gallen haben sie sich auf eine Strategie für einen A1-Zubringer für die Region Rorschach geeinigt.

Als technisch und politisch vertretbarer Korridor für das 30-Millionen-Projekt wird die «Variante Witen» bevorzugt, die weitgehend auf Goldacher Boden liegt und durch wenig besiedeltes Gebiet führt.

Projekt bis 2013

Für die Bewilligung des Nationalstrassen-Vorhabens will der Kanton St. Gallen nun beim Bundesamt für Strassen in Bern vorstellig werden. Kantonsingenieur Urs Kost rechnet beim Kostenteiler mit guten Karten für die Region: «Das Strassenbau-Projekt ist als Mosaikstein im Agglomerationsprogramm St. Gallen-Rorschach-Arbon enthalten, und das hat der Bund positiv beurteilt.»

Erklärtes Ziel: Bis Ende 2013 soll ein auflagefähiges Projekt für den neuen A1-Zubringer vorliegen. Für die Finanzierung des Kantonsanteils könnte es allerdings eng werden: Im nächsten Strassenbauprogramm sind mehrere weitere Grossprojekte aufgeführt. (cz) ostschweiz 25





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