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      <title>Schlagzeilen</title>
      <link>http://www.tagblatt.ch/</link>
      <description>St. Galler Tagblatt News</description>
      <language>de-DE</language>
      <pubDate>Thu, 17 May 2012 00:53:06 +0200</pubDate>
      <lastBuildDate>Thu, 17 May 2012 00:53:06 +0200</lastBuildDate><item>
         <pubDate>Wed, 16 May 2012 23:30:00 +0200</pubDate>
         <title><![CDATA[  Goalie Sommer der Held des Cup-Finals  ]]></title>
         <link>http://www.tagblatt.ch/2982953</link>
         <description><![CDATA[  Erstmals seit sechs Jahren wird der Schweizer Cup-Final wieder im Penaltyschiessen entschieden. In diesem ist Goalie Yann Sommer gegen Luzern der Matchwinner f&uuml;r den FC Basel (4:2). Nach 120 Minuten hatte es nach den Toren von Huggel und Puljic 1:1 gestanden.  ]]></description>
         <content:encoded><![CDATA[  <b></b><br /><br /><p class="quelle">(si)</p> <p>Yann Sommer parierte in der Entscheidung vom Penaltypunkt die Versuche von Moshe Ohayon und FCL-Captain Florian Stahel. F&uuml;r Basel verwandelten alle vier Sch&uuml;tzen (Yapi, Streller, Zoua, Shaqiri). Damit eroberte das Team von Heiko Vogel zum elften Mal die Cup-Troph&auml;e. Zudem schafte der FCB zum f&uuml;nften Mal in der Vereinsgeschichte das Double. Luzern bleibt nach der vierten Niederlage im sechsten Cup-Final der Trost, wohl in den Playoffs der Europa League ins internationale Gesch&auml;ft einsteigen zu d&uuml;rfen.</p> <p>Nach 120 Minuten und torloser Verl&auml;ngerung stand es im Berner Stade de Suisse zwischen den Nummern 1 und 2 der Super League 1:1. Beide Treffer vor 30'100 Zuschauern fielen in der zweiten Halbzeit. Beni Huggel brachte Basel in F&uuml;hrung (55.), Tomislav Puljic glich die Partie zw&ouml;lf Minuten sp&auml;ter aus.</p> <h4>Spannung, Kampf und Dramatik</h4> <p>W&auml;hrend der regul&auml;ren Spielzeit lebte das Kr&auml;ftemessen der besten beiden Mannschaften des Landes nicht prim&auml;r von der Klasse, sondern von Spannung, Kampf und der Dramatik. Kein Team konnte sich einen entscheidenden Vorteil verschaffen. Die Innerschweizer kamen, ehe Basel erstmals gef&auml;hrlich wurde, zu drei guten Chancen durch Winter, Puljic und Ferreira.</p> <p>Die Luzerner verstanden es ausgezeichnet, dem FCB die R&auml;ume eng zu machen. Zuweilen konzentrierte sich das Team von Murat Yakin auf einen Viertel der (rutschigen) Spielfl&auml;che und stellte alle halbwegs aussichtsreichen Passwege zu. Deshalb kam Basel aus dem Spiel heraus auch kaum zu M&ouml;glichkeiten.</p> <h4>Huggel trifft in der 55. Minute f&uuml;r den FCB</h4> <p>Das 1:0 f&uuml;r den Favoriten fiel nach einem Standard. Die einstudierte Variante nach Freistoss von Alex Frei liess Benjamin Huggel (55.) freistehend zum Kopfball kommen. Der Routinier hatte im letzten wichtigen Spiel seiner Karriere keine M&uuml;he, die Basler in F&uuml;hrung zu bringen.</p> <p>Der Vorteil f&uuml;r den Meister dauerte aber nicht einmal eine Viertelstunde lang. Auch Luzern gelang das Tor zum 1:1 in der 67. Minute nach Eck- und mittels Kopfball. Tomislav Puljics Versuch war f&uuml;r FCB-Goalie Yann Sommer nicht haltbar. Der Ausgleich belohnte Luzern f&uuml;r die taktisch brillante Leistung; er war nicht wirklich das Produkt von Dauerdruck oder grosser Dominanz. Aber durchaus verdient.</p>   ]]></content:encoded>
         <guid>http://www.tagblatt.ch/2982953</guid>
      </item><item>
         <pubDate>Wed, 16 May 2012 21:02:00 +0200</pubDate>
         <title><![CDATA[  Frankreichs neue Regierung besteht zur Hälfte aus Frauen  ]]></title>
         <link>http://www.tagblatt.ch/2982948</link>
         <description><![CDATA[  Der neue franz&ouml;sische Premierminister, der Sozialist Jean-Marc Ayrault, hat sein Amt von seinem b&uuml;rgerlichen Vorg&auml;nger, Fran&ccedil;ois Fillon, in einer entspannten Atmosph&auml;re &uuml;bernommen. Schwieriger als erwartet gestaltete sich f&uuml;r Ayrault die Regierungsbildung.  ]]></description>
         <content:encoded><![CDATA[  <b></b><br /><br /><p class="autor">Rudolf Balmer, Paris</p> <p>Der neue franz&ouml;sische Premierminister Jean-Marc Ayrault (62) hat am Mittwochvormittag sein Amt angetreten. Sein Vorg&auml;nger, Fran&ccedil;ois Fillon, schaute um Punkt zehn Uhr bereits ungeduldig auf seine Uhr, wie wenn er es eilig gehabt h&auml;tte, die Schl&uuml;ssel und sein Amt loszuwerden. Immerhin ist er einer der sehr wenigen Regierungschefs der F&uuml;nften Republik, die sich eine ganze Amtszeit auf ihrem Posten halten konnten. Als der neue sozialistische Regierungschef mit seiner Gattin mit f&uuml;nf Minuten Versp&auml;tung vor dem Matignon-Palast vorfuhr, tat das der demonstrativen Herzlichkeit der Begr&uuml;ssung keinen Abbruch. Viel Applaus bekam der wegfahrende Ex-Premier wenig sp&auml;ter vom im Hof versammelten Personal des Regierungssitzes.</p> <h4>Amts&uuml;bergabe als Remake</h4> <p>Auf den ersten Blick wirkte die formelle Amts&uuml;bergabe wie ein Remake der allerdings viel pomp&ouml;seren Zeremonie im Elys&eacute;e am Dienstag. Nicht nur der rote Teppich, sondern auch das Zeremoniell war wesentlich k&uuml;rzer und bescheidener. Die fast freundschaftliche Stimmung bei der Abl&ouml;sung kontrastierte mit der betont k&uuml;hlen Verabschiedung von Ex-Pr&auml;sident Sarkozy durch seinen Nachfolger Fran&ccedil;ois Hollande. Im Unterschied zu Sarkozy und Hollande waren Fillon und Ayrault keine direkten Wahlgegner. Die beiden kennen sich aber sehr gut aus den Parlamentsdebatten, in deren Verlauf Ayrault als Oppositionschef die Vorlagen der Regierung Fillon bek&auml;mpft und oft auch den Premierminister pers&ouml;nlich in der Fragestunde der Nationalversammlung herausgefordert hatte.</p> <p>Der scheidende Regierungschef hat zudem die Genugtuung, dass er bis zum Schluss stets popul&auml;rer war als Pr&auml;sident Sarkozy. Im Unterschied zu diesem spielt er nicht mit dem Gedanken, die Politik an den Nagel zu h&auml;ngen. Fillon tritt vielmehr mit dem Gef&uuml;hl ab, seine Pflicht getan und Arbeit zur Zufriedenheit erledigt zu haben. In Wirklichkeit war er in den f&uuml;nf Jahren vom Staatspr&auml;sidenten wie ein untergeordneter Mitarbeiter oder als Chef eines Schattenkabinetts und nicht wie der Kopf der Regierung behandelt worden. In Frankreich rechnet man damit, dass er dem heutigen UMP-Parteichef Jean-Fran&ccedil;ois Cop&eacute; den Anspruch auf die F&uuml;hrung der b&uuml;rgerlichen Opposition gegen die sozialistische Staatsf&uuml;hrung streitig machen wird. Bei den n&auml;chsten Gemeindewahlen von 2014 will Fillon, dessen Wahlkreis bislang im westfranz&ouml;sischen Loire-D&eacute;partement Sarthe lag, in der Hauptstadt kandidieren und im Fall einer Niederlage der jetzigen linken Mehrheit B&uuml;rgermeister von Paris werden.</p> <p>Ayrault hat von Hollande in dessen Antrittsrede mehr Handlungsspielraum zugestanden bekommen. Der neue Pr&auml;sident hat n&auml;mlich versichert, er wolle - anders als sein Vorg&auml;nger - &laquo;nicht &uuml;ber alles, f&uuml;r alle und &uuml;berall entscheiden&raquo;. Wie Fillon gilt auch der neue Premierminister als reservierte und diskrete Pers&ouml;nlichkeit. Zugleich aber heisst es von ihm, er k&ouml;nne sehr autorit&auml;r werden, wenn er seine Beschl&uuml;sse durchsetzen will. Diese Autorit&auml;t war erforderlich, um bei der Zusammensetzung der Regierung unter allzu vielen Bewerbern die Wahl zu treffen. Das &laquo;Casting&raquo; dauerte schliesslich sehr viel l&auml;nger als erwartet. Mehrfach nahm Ayrault mit Pr&auml;sident Hollande Kontakt auf, der den Schiedsrichter spielen musste.</p> <h4>Abwesend: Parteichefin Martine Aubry</h4> <p>Was sofort in die Augen f&auml;llt, ist die Abwesenheit der Parteichefin Martine Aubry. Sie war bei der Nominierung des Premierministers leer ausgegangen, und einen &laquo;Trostpreis&raquo; gen&uuml;gte ihr angeblich nicht. Sie ist nicht die Einzige im Parti Socialiste, die nun nach der Vergabe der Posten frustriert oder beleidigt sind. UMP-Parteichef Cop&eacute; frohlockte schadenfreudig, der &laquo;Streit der H&auml;uptlinge&raquo; im PS werde nicht lange auf sich warten lassen. Hollande hat hingegen das Versprechen der Geschlechterparit&auml;t gehalten, die Regierung ist parit&auml;tisch aus 17 Frauen und 17 M&auml;nnern zusammengesetzt.</p> <p>Auf Schl&uuml;sselposten wird der Erfahrung Vorrang einger&auml;umt. Der ehemalige Regierungschef und mehrfache Minister Laurent Fabius wird als Aussenminister Nummer zwei der Regierung. Wirtschafts- und Finanzminister ist der ehemalige Europaminister und &Ouml;konomie-Dozent Pierre Moscovici, er war in der Verwaltungshochschule ENA Sch&uuml;ler von Dominique Strauss-Kahn. Der R&uuml;stungsspezialist Jean-Yves Le Drian galt seit langem als Anw&auml;rter f&uuml;r das Verteidigungsministerium, er hatte seine Aufgabe bereits inoffiziell zur Vorbereitung des Nato-Gipfels in Chicago in Angriff genommen. Manuel Valls heisst der neue Innenminister. Er ist B&uuml;rgermeister des Pariser Vororts Evry und pl&auml;diert f&uuml;r eine autorit&auml;re Sicherheitspolitikgilt als Vertreter des rechten Parteifl&uuml;gels. &Uuml;ber seine aus dem Tessin stammende Mutter hat er auch schweizerische Wurzeln. Erziehungsminister wurde Vincent Peillon.</p> <h4>&Uuml;berraschende Nominierung</h4> <p>&Uuml;berraschen kann die Nominierung von Justizministerin Christine Taubira. Die aus Franz&ouml;sisch-Guyana stammende Frau ist als starke Pers&ouml;nlichkeit bekannt, die f&uuml;r die Respektierung der Minderheiten und f&uuml;r eine strikte Unabh&auml;ngigkeit der Justiz von der Exekutive sorgen d&uuml;rfte. Zu den relativen &laquo;Verlierern&raquo; geh&ouml;ren namentlich der neue Arbeitsminister Michel Sapin, der aufgrund seiner Erfahrung als Favorit f&uuml;r das Wirtschaftsministerium Bercy gegolten hatte. Auch der r&uuml;hrige Linkssozialist Arnaud Montebourg, der eher die Justiz im Auge hatte, muss sich mit einem Ministerium f&uuml;r den Wiederaufbau der Industrie begn&uuml;gen.</p> <p>Das Portefeuille der Kultur und Kommunikation erbt Aur&eacute;lie Filippetti, die wie die Regierungssprecherin und Frauenministerin Najat Vallaud-Belkacem mit Valls und Moscovici zum engen Kampagnenteam von Hollande und zum gef&ouml;rderten Nachwuchs geh&ouml;rte. Auch zwei Mitglieder der Gr&uuml;nen sin dabei, aber nicht als Umweltminister. Die bisherige gr&uuml;ne Parteichefin C&eacute;cile Duflot ist Wohnungsministerin, ihr Kollege Pascal Canfin verantwortlich f&uuml;r die Entwicklungszusammenarbeit. Kommunisten und Linkspartei sind nicht an der Regierung beteiligt.</p>   ]]></content:encoded>
         <guid>http://www.tagblatt.ch/2982948</guid>
      </item>      <item>
         <pubDate>Wed, 16 May 2012 17:52:00 +0200</pubDate>
         <title><![CDATA[  CAS weist Beschwerden von vier ASL-Klubs ab  ]]></title>
         <link>http://www.tagblatt.ch/2982934</link>
         <description><![CDATA[  Das Sportgericht CAS weist die Antr&auml;ge von Basel, Lausanne, Luzern und Thun auf Forfaitsiege ab.  ]]></description>
         <content:encoded><![CDATA[  <b></b><br /><br /><p>Agenturmeldung von SI</p> <p>Das Sportgericht CAS weist die Antr&auml;ge von Basel, Lausanne, Luzern und Thun auf Forfaitsiege ab.</p> <p>Die vier Klubs der Axpo Super League forderten jeweils 3:0-Siege f&uuml;r die Spiele gegen Sion, in denen die Walliser einen der nicht qualifizierten Spieler eingesetzt hatten.</p> <p>Durch den Entscheid des CAS bleibt die Rangliste der Axpo Super League unver&auml;ndert. H&auml;tte das Sportgericht in Lausanne den vier Klubs recht gegeben, h&auml;tten Thun und Lausanne sechs sowie Luzern zwei Punkte bekommen. Dem FC Basel w&auml;ren zwei Tore gutgeschrieben worden; er hatte die fragliche Partie gegen Sion 1:0 gewonnen.</p> <p>Im Kampf um die Europa-League-Pl&auml;tze gehen die Young Boys als Sieger aus dem Richterspruch aus Lausanne hervor. Die Stadtberner werden vom Kantonsrivalen Thun nicht &uuml;berholt und behalten zwei Runden vor Saisonende ihren Vorsprung von f&uuml;nf Punkten auf Platz 5.</p> <p>Basel, Lausanne, Luzern und Thun gelangten mit ihrem Begehren an den CAS, weil sie f&uuml;r den Einsatz der nicht qualifizierten Sion-Spieler Gabri, Feindouno, Mutsch, Gon&ccedil;alves, Glarner und Ketkeophomphone Forfaitsiege f&uuml;r verlangten. Der Schweizerische Fussball-Verband (SFV) hatte den FC Sion f&uuml;r dieses Vergehen im Dezember mit dem Abzug von 36 Punkten bestraft. Die Wertung der Partien, welche die vier klagenden Klubs unter Protest absolviert hatten, blieb vom SFV unver&auml;ndert.</p> <p>Die fraglichen Partien:</p> <p>13. August 2011: Sion - Luzern 1:1. 21. August 2011: Lausanne - Sion 0:2. 11. September 2011: Thun - Sion 0:3. 2. Oktober 2011: Sion - Lausanne 1:0. 26. Oktober 2011: Sion - Basel 0:1. 29. Oktober 2011: Sion - Thun 2:0.</p>   ]]></content:encoded>
         <guid>http://www.tagblatt.ch/2982934</guid>
      </item>
            <item>
         <pubDate>Wed, 16 May 2012 17:33:00 +0200</pubDate>
         <title><![CDATA[  «Eine wahrlich historische Wahl»  ]]></title>
         <link>http://www.tagblatt.ch/2982935</link>
         <description><![CDATA[  EU-Kommissionspr&auml;sident Barroso hat die griechische Bev&ouml;lkerung auf die weitreichenden Konsequenzen der bevorstehenden Neuwahlen hingewiesen. Man wolle Griechenland im Euro-Raum behalten, doch m&uuml;sse Athen das Spar- und Reformprogramm weiter umsetzen  ]]></description>
         <content:encoded><![CDATA[  <b></b><br /><br /><p class="autor">Ren&eacute; H&ouml;ltschi, Br&uuml;ssel</p> <p>Der letzte Entscheid &uuml;ber den Verbleib im Euro-Raum m&uuml;sse von Griechenland selbst getroffen werden: Mit diesen Worten hat der EU-Kommissionspr&auml;sident Jos&eacute; Manuel Barroso am Mittwoch vor den Medien in Br&uuml;ssel Stellung zu den griechischen Neuwahlen bezogen. In einer Demokratie seien Neuwahlen die normale Folge, wenn nach Wahlen keine Regierung gebildet werden k&ouml;nne.</p> <h4>Entscheidung ist zu respektieren</h4> <p>Es sei nun an der griechischen Bev&ouml;lkerung, eine &laquo;wohlinformierte Entscheidung&raquo; zu treffen, im Bewusstsein, dass dies eine &laquo;wahrlich historische Wahl&raquo; &uuml;ber die Zukunft des Landes sei. Es sei wichtig dass die Bev&ouml;lkerung einen Entscheid in voller Kenntnis der Konsequenzen treffe. &laquo;Wir werden die demokratische Entscheidung selbstverst&auml;ndlich respektieren&raquo;.</p> <p>Zugleich m&uuml;ssten sich die Griechen bewusst sein, dass es 16 weitere Demokratien im Euro-Raum gebe und dass die demokratischen Beschl&uuml;sse in der Euro-Zone ebenfalls in Betracht gezogen werden m&uuml;ssten.</p> <h4>&laquo;Einen leichteren Weg gibt es nicht&raquo;</h4> <p>&laquo;Griechenland ist Teil unserer Familie. Wir wollen, dass Griechenland Teil der europ&auml;ischen Familie, der EU und des Euro bleibt&raquo;, fuhr der Kommissionspr&auml;sident fort. Die Kommission habe unerm&uuml;dlich auf dieses Ziel hingearbeitet und werde dies weiterhin tun. Nichtsdestoweniger m&uuml;sse der letzte Entscheid, im Euro-Raum zu bleiben, von Griechenland selbst kommen.</p> <p>Barroso r&auml;umte ein, dass von der griechischen Bev&ouml;lkerung viele Opfer verlangt w&uuml;rden. Doch dies sei das Ergebnis der Politik der Vergangenheit. Man m&uuml;sse den B&uuml;rgern sagen, dass das mit der Troika aus EU-Kommission, Europ&auml;ischer Zentralbank und Internationalem W&auml;hrungsfonds vereinbarte Hilfs- und Sanierungsprogramm &laquo;die am wenigsten schwierige von allen schwierigen Alternativen&raquo; sei.</p> <p>Deshalb m&uuml;ssten die von Griechenland und den anderen Euro-Staaten eingegangenen Verpflichtungen eingehalten werden. Das Programm biete Solidarit&auml;t und Unterst&uuml;tzung im Austausch gegen Reformen. Und es biete Zugang zu finanziellen Mitteln, den es unter keinen anderen Umst&auml;nden geben w&uuml;rde. Tatsache sei, dass es keinen leichteren Weg gebe. Barroso betonte ferner, dass es im Programm nicht nur um die Haushaltskonsolidierung gehe, vielmehr enthalte dieses auch viele wachstumsf&ouml;rdernde Massnahmen.</p> <h4>Doppelte Botschaft</h4> <p>Barrosos Stellungnahme ist die erste offizielle Aussage aus Br&uuml;ssel seit der Ank&uuml;ndigung der Neuwahlen. Sie best&auml;tigt indessen im Wesentlichen die doppelte Botschaft, die die Finanzminister der Euro-Zone (Euro-Gruppe) bereits am Montagabend, kurz vor dem Scheitern der Koalitionsverhandlungen in Athen, zu vermitteln versucht haben: Wir wollen Griechenland im Euro-Raum behalten, doch muss Athen die Konditionen des Spar- und Reformprogramms weitere erf&uuml;llen. An dessen zentralen Vorgaben soll nicht ger&uuml;ttelt werden, auch wenn einzelne Vertreter der Euro-Zone, darunter der Euro-Gruppen-Chef Jean-Claude Juncker, nicht ausschliessen, dass den Griechen im Falle &laquo;ausserordentlicher Umst&auml;nde&raquo; etwas mehr Zeit zur Haushaltskonsolidierung gegeben werden k&ouml;nnte.</p> <h4>Seitenhieb nach Wien und Luxemburg</h4> <p>Beim selben Auftritt &auml;usserte sich Barroso am Mittwoch einmal mehr zur Debatte &uuml;ber die Wachstumsf&ouml;rderung in der EU, doch wiederholte er lediglich bekannte Vorschl&auml;ge und Forderungen der Kommission, darunter der Ruf nach einer Erh&ouml;hung des Kapitals der Europ&auml;ischen Investitionsbank.</p> <p>Im selben Zusammenhang kritisierte er &Ouml;sterreich und Luxemburg daf&uuml;r, dass diese am Dienstag die Verabschiedung eines Mandats f&uuml;r Verhandlungen mit der Schweiz und weiteren Drittstaaten &uuml;ber die Zinsbesteuerung erneut blockiert haben. Es gebe &laquo;Milliarden und Milliarden von Euro&raquo;, die in die EU zur&uuml;ckkehren k&ouml;nnten, wenn die Kommission dieses Verhandlungsmandat h&auml;tte, behauptete er.</p>   ]]></content:encoded>
         <guid>http://www.tagblatt.ch/2982935</guid>
      </item>
            <item>
         <pubDate>Wed, 16 May 2012 15:41:00 +0200</pubDate>
         <title><![CDATA[  Problemloser Auftakt Federers in Rom  ]]></title>
         <link>http://www.tagblatt.ch/2982900</link>
         <description><![CDATA[  Roger Federer ist der Start ins ATP-1000-Turnier in Rom gegl&uuml;ckt. Der Schweizer besiegte den 29-j&auml;hrigen Argentinier Carlos Berlocq, die Weltnummer 38, ohne Probleme 6:3, 6:4.  ]]></description>
         <content:encoded><![CDATA[  <b></b><br /><br /><p class="quelle">(si)</p> <p>Bei seinem ersten Einsatz nach seinem Triumph am letzten Sonntag in Madrid gab sich Roger Federer keine Bl&ouml;sse. Mit einem furiosen Start - der Schweizer verbuchte 12 der ersten 13 Punkte f&uuml;r sich - garantierte Federer fr&uuml;h f&uuml;r die entscheidende Differenz im ersten Satz.</p> <p>Im zweiten Durchgang vermochte der Argentinier zwar einen Breakr&uuml;ckstand noch einmal zu egalisieren, doch Federer gelang postwendend mit einem Netzroller der erneute Servicedurchbruch.</p> <p>F&uuml;r den Schweizer, der 2003 und 2006 in Rom den Final erreicht hatte, war es das erste Duell mit dem 29-j&auml;hrigen Berlocq. Der Rechtsh&auml;nder aus Buenos Aires, dessen f&uuml;nf Geschwister alle auch Tennis spielen, durchl&auml;uft derzeit die beste Phase seiner Karriere. Im Februar hatte er in Vi&ntilde;a del Mar erstmals den Final eines ATP-Turniers erreicht.</p> <p>An Auffahrt trifft Roger Federer nun in der Runde der letzten 16 auf Juan Carlos Ferrero (ATP 47), der sich bereits am Dienstag mit einem Sieg gegen Ga&euml;l Monfils f&uuml;r die Achtelfinals qualifiziert hatte. Die letzte von bisher drei Niederlagen in zw&ouml;lf Duellen gegen die ehemalige Weltnummer 1 aus Spanien kassierte Federer vor neun Jahren in Madrid.</p> <p>Stanislas Wawrinka (ATP 20) absolviert seine Zweitrundenpartie am Abend gegen den Serben Janko Tipsarevic (ATP 8).</p>   ]]></content:encoded>
         <guid>http://www.tagblatt.ch/2982900</guid>
      </item>
            <item>
         <pubDate>Wed, 16 May 2012 15:15:00 +0200</pubDate>
         <title><![CDATA[  Keine Angst vor Ausschreitungen  ]]></title>
         <link>http://www.tagblatt.ch/2982891</link>
         <description><![CDATA[  FUSSBALL. Am Samstag um 18 Uhr spielt der FC St.Gallen zum letzten Mal in dieser Saison vor eigenem Publikum. Gegner im Spitzenspiel ist Aarau &ndash; bei den Fans nicht gerade der beliebteste. Angst vor Ausschreitungen hat Fanarbeiter Alex Hasler aber nicht.  ]]></description>
         <content:encoded><![CDATA[  <b></b><br /><br />Der FC St.Gallen trifft im letzten Heimspiel der Saison auf den FC Aarau. W&auml;hrend die St.Galler bereits den Aufstieg bejubeln konnte, k&auml;mpfen die Aargauer noch um einen Barrage-Platz. Im Vorfeld dieser Begegnung sorgt aber regelm&auml;ssig auch die Feindschaft zwischen den beiden Fangruppen f&uuml;r Gespr&auml;chsstoff. F&uuml;r Benjamin L&uuml;tolf, Mediensprecher der St.Galler Stadtpolizei, birgt das Spiel &laquo;ein gewisses Risiko&raquo;. Ein Hochrisiko-Spiel sei es aber nicht. &laquo;Wir stufen die Partie in der mittleren Kategorie ein, tiefer als ein Super-League-Spiel&raquo;, erkl&auml;rt L&uuml;tolf. Die Aarau-Fans werden beim Bahnhof Winkeln aussteigen und dann zu Fuss ins Stadion begleitet.<br /> <br /> <strong>&laquo;Ein Spiel wie jedes andere&raquo;</strong><br /> FCSG-Fanarbeiter Alex Hasler ist zum ersten Mal bei einem Aarau-Spiel im Einsatz. &laquo;F&uuml;r uns l&auml;uft das Spiel ab wie alle Spiele&raquo;, sagt er gegen&uuml;ber Tagblatt Online. &laquo;Der Aufstieg ist geschafft - die Situation hat sich beruhigt.&raquo; Die Fanarbeiter treffen sich regelm&auml;ssig mit den Fans, sind auch im Fanlokal dabei. &laquo;Klar, Aarau ist nicht der beliebteste Gegner&raquo;, sagt Hasler. &laquo;Aber ich habe keine Angst vor Ausschreitungen.&raquo; Er fokussiere lieber auf die Aufstiegsfeier nach dem Spiel (siehe Kasten).<br /> <br /> <strong>Situation entsch&auml;rft</strong><br /> Auch Leo Locher, Sicherheitsverantwortlicher beim FC Aarau, sieht der Partie positiv entgegen: &laquo;Anders als vor dem Spiel gegen Br&uuml;hl sind dieses Mal Absprachen mit der Polizei vorhanden.&raquo; Das sei sehr wichtig. Konkrete Angaben konnte er jedoch nicht machen. &laquo;Abkl&auml;rungen sind noch im Gange&raquo;, so Locher. &nbsp;Durch den Aufstieg der St.Galler habe sich die Situation spielerisch entsch&auml;rft. Um mehr - n&auml;mlich einen Barrage-Platz - geht es bei Aarau. Wie sich das auf das Verhalten der Fans auswirkt, kann der Sicherheitsverantwortliche noch nicht sagen. &laquo;Das wird sich erst gegen Ende Woche zeigen&raquo;, sagt Locher. &laquo;Lassen wir uns &uuml;berraschen.&raquo;  ]]></content:encoded>
         <guid>http://www.tagblatt.ch/2982891</guid>
      </item>
            <item>
         <pubDate>Wed, 16 May 2012 15:10:00 +0200</pubDate>
         <title><![CDATA[  «Die Neuwahlen kosten doch ein Vermögen»  ]]></title>
         <link>http://www.tagblatt.ch/2982888</link>
         <description><![CDATA[  Viele Griechen nehmen trotz der ausweglos scheinenden Krise die neuesten politischen Entwicklungen vorerst gelassen und wollen auch ein zweites Mal wieder zur Urne pilgern. Aber sie erhoffen sich von einer neuen Regierung nichts.  ]]></description>
         <content:encoded><![CDATA[  <b></b><br /><br /><p class="quelle">(Elena Panagiotidis, Athen)</p> <p>&laquo;Ich erhoffe nichts. Ich f&uuml;rchte nichts. Ich bin frei.&raquo; So lautet die Grabinschrift des griechischen Schriftstellers Nikos Kazantzakis, die auch auf vielen T-Shirts abgedruckt ist. Jannis Tsiolis, der jeden Mittwoch Kartoffeln auf dem Wochenmarkt in der N&auml;he des Athener Bahnhofs St. Larisis verkauft sagt: &laquo;Ich erhoffe und ich erwarte nichts von einer neuen Regierung.&raquo; Allerdings vermittelt der junge Mann im gelben Asterix-T-Shirt nicht den Eindruck, dass er sich in der jetzigen Lage besonders frei f&uuml;hlt. &laquo;Ich arbeite von morgens bis abends und komme doch auf keinen gr&uuml;nen Zweig&raquo;, erkl&auml;rt er. &laquo;Alle jungen Menschen wollen ins Ausland, weil es keine Arbeit gibt. Familien kann man auch nicht gr&uuml;nden.&raquo;</p> <p>Tsiolis arbeitet eigentlich als Buchhalter, doch weil das nicht reicht, muss er auch auf dem Markt stehen. Auf die Frage, ob er wieder w&auml;hlen wird, antwortet er: &laquo;Nat&uuml;rlich. Es ist das einzige Menschenrecht, das mir noch geblieben ist&raquo;.</p> <h4>Keine internationale bindenden Vertr&auml;ge</h4> <p>Bis zu den Neuwahlen, die am Mittwoch auf den 17. Juni festgesetzt worden, ist noch knapp einen Monat Zeit. Bis dahin wird das Land von einer &Uuml;bergangsregierung unter dem Richter Panagiotis Pikramenos gef&uuml;hrt, wie am Mittwoch bekannt wurde. Staatspr&auml;sident Papoulias hatte die Parteichefs am Mittwochmittag zu sich bestellt, nachdem am Vorabend die letzten Bem&uuml;hungen zur Regierungsbildung gescheitert waren. Die &Uuml;bergangsregierung soll keinerlei international bindende Vereinbarungen treffen, hiess es am Staatsfernsehen.</p> <h4>Schimpfen auf die Politiker</h4> <p>Auch die Rentner Angelos und Konstantinos, die auf einer Bank vor der Kirche Agios Pavlos sitzen, werden am 17. Juni wieder den Weg in ihre D&ouml;rfer auf sich nehmen. &laquo;Wer nicht w&auml;hlt, ist kein B&uuml;rger mehr, er sinkt auf das Niveau eines Hundes oder einer Katze&raquo;, sagte Angelos. Dennoch schimpfen die beiden: &laquo;Warum haben sie denn jetzt keine Regierung gefunden? Diese Neuwahlen kosten doch wieder ein Verm&ouml;gen.&raquo; Das wichtigste sei, dass eine stabile Regierung gebildet werde, die ihre Arbeit ruhig fortsetze, damit das Volk in Ruhe leben k&ouml;nne.</p> <p>&laquo;Weder reich, noch arm, es muss zum Leben reichen&raquo;, sagt Angelos. &laquo;Ein grosses Problem ist, dass die Politiker das Volk mit Angstszenarien terrorisieren&raquo;, sagt Kostas. &laquo;Jeder sagt, wenn ihr die anderen w&auml;hlt, geraten wir in eine Katastrophe.&raquo; Ein Kioskbesitzer bef&uuml;rwortet die Neuwahlen: &laquo;Wir brauchen eine stabile Regierung.&raquo;</p> <h4>Begrenzte Optionen f&uuml;r Radikale Linke</h4> <p>Dennoch ist fraglich, ob nach den Neuwahlen eine stabile Regierung gefunden werden kann. Die j&uuml;ngsten Umfragen sagen dem B&uuml;ndnis der Radikalen Linken (Syriza) den ersten Platz voraus mit rund 20 Prozent. Auch wenn Syriza als st&auml;rkste Kraft den Bonus von 50 Sitzen bek&auml;me - daf&uuml;r muss das Parteienb&uuml;ndnis als Einzelpartei antreten - w&uuml;rde dies f&uuml;r eine Alleinregierung nicht reichen. Die Optionen mit anderen linken, dem Sparkurs feindlich gesinnten Parteien zusammenzugehen sind begrenzt.</p> <h4>&Auml;ngste vor einer Panik</h4> <p>In Br&uuml;ssel, aber auch in Griechenland, w&auml;chst die Angst, dass bei einem Sieg der Anti-Sparkurs-Kr&auml;fte ein Austritt aus der Euro-Zone sehr wahrscheinlich wird. Medienberichten hoben die B&uuml;rger zuletzt verst&auml;rkt Geld von den Banken ab, um ihre Euro-Ersparnisse zu retten. Zwar sind lassen sich in diesen Tagen keine Schlangen vor den Bankschaltern und Automaten im Zentrum Athens beobachten. Doch &auml;usserte Pr&auml;sident Papoulias die Sorge, dass es zu einem Ansturm auf die Bankschalter kommen k&ouml;nnte.</p> <p>Das ging am Mittwoch aus Protokollen der Verhandlungen hervor, die Papoulias zuletzt mit den Parteichefs &uuml;ber eine Regierungsbildung f&uuml;hrte. Darin verwies der Pr&auml;sident auf warnende &Auml;usserungen von Notenbank-Chef Provopoulos. Herr Provopoulos sagte mir, es gebe keine Panik, aber es gebe eine grosse Angst, die sich zu einer Panik entwickeln k&ouml;nne, wurde Papoulias zitiert.</p> <p>Nur den Anh&auml;ngern der Kommunistischen Partei bereitet das Szenario eines Euro-Austritts weniger Sorgen. Sotiris, ein freundlicher Mann mit Vollbart, sitzt in der Seitent&uuml;r seines VW-Busses auf dem Wochenmarkt. Der Textilienverk&auml;ufer wird auch wieder w&auml;hlen. F&uuml;r ihn ist die einzige L&ouml;sung die Kommunistische Partei. &laquo;Wir m&uuml;ssen die Schulden abschreiben&raquo;, sagt er, die ganzen Sparprogramme w&uuml;rden das Land nur tiefer ins Schlamassel f&uuml;hren.</p> <h4>R&uuml;ckkehr zur Drachme als einzige L&ouml;sung?</h4> <p>&laquo;F&uuml;r uns gibt es keine L&ouml;sung innerhalb Europas&raquo;, ist er &uuml;berzeugt, denn es sei kein Europa der V&ouml;lker, sondern ein Europa der Monopole und des Kapitals. Mit der Drachme w&uuml;rde es zwei, drei Jahre sehr schwer werden, doch das Land k&ouml;nne so ganz von vorne anfangen. &laquo;Leider verstehen die Leute das hier nicht&raquo;, sagt er, &laquo;sie werden wieder Pasok und Nea Dimokratia w&auml;hlen und alles bleibt, wie es ist&raquo;. Er ist sich sicher, dass nach den neuen Wahlen eine Regierung der etablierten Parteien mit Unterst&uuml;tzung kleinerer Parteien zustande kommen wird. &laquo;Doch die wird dem Volk nichts nutzen. Unser einziger Ausweg ist, zur Drachme zur&uuml;ckkehren.&raquo;</p>   ]]></content:encoded>
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            <item>
         <pubDate>Wed, 16 May 2012 14:36:00 +0200</pubDate>
         <title><![CDATA[  Berliner müssen länger auf ihren neuen Flughafen warten  ]]></title>
         <link>http://www.tagblatt.ch/2982882</link>
         <description><![CDATA[  Berlin und das deutsche Bundesland Brandenburg beraten zusammen mit dem Bund &uuml;ber einen neuen Starttermin f&uuml;r den Grossflughafen &laquo;Willy Brandt&raquo;. Die Er&ouml;ffnung d&uuml;rfte nicht vor Ende Oktober erfolgen, m&ouml;glicherweise sogar erst im n&auml;chsten Jahr.  ]]></description>
         <content:encoded><![CDATA[  <b></b><br /><br /><p class="quelle">(Reuters)</p> <p>Die f&uuml;r den 3. Juni geplante Er&ouml;ffnung des neuen Flughafens der deutschen Hauptstadt war vor rund einer Woche &uuml;berraschend abgesagt worden. Als Grund nannte die Gesch&auml;ftsf&uuml;hrung des Flughafens Berlin-Brandenburg Probleme mit dem Brandschutz. Fraglich ist, ob der Aufsichtsrat am Mittwoch &uuml;berhaupt einen neuen Er&ouml;ffnungstermin f&uuml;r den Berliner Grossflughafen nennt.</p> <h4>Nicht vor Ende Oktober</h4> <p>Als sicher gilt inzwischen, dass das rund 2,5 Milliarden Euro teure Grossprojekt nicht vor Ende Oktober in Betrieb gehen soll. Ein Lufthansa-Sprecher sagte, die Er&ouml;ffnung des Flughafens d&uuml;rfe erst erfolgen, wenn ein stabiler und sicherer Flugbetrieb gew&auml;hrleistet werden k&ouml;nne. Es w&auml;re eine gr&ouml;ssere Katastrophe, wenn man jetzt einen Termin festlege, der wieder nicht eingehalten werden k&ouml;nne. Die &laquo;Bild&raquo;-Zeitung berichtete am Mittwoch, dass der Flughafen &laquo;Willy Brandt&raquo; wegen technischer Probleme erst im kommenden Jahr in Betrieb genommen werden k&ouml;nne.</p> <h4>Verantwortliche werden gesucht</h4> <p>Am Mittwoch kam der Projektausschuss zusammen, der vom Brandenburger Wirtschaftsminister Ralf Christoffers geleitet wird. Am Nachmittag sollte dann der Aufsichtsrat unter F&uuml;hrung des Regierenden B&uuml;rgermeisters von Berlin, Klaus Wowereit, tagen. Auch der Brandenburger Regierungschef Matthias Platzeck geh&ouml;rt dem Gremium an. Das Treffen soll auch der Suche nach Verantwortlichen und Ursachen f&uuml;r den Flughafen-Flop dienen.</p> <h4>&laquo;Kompromisslose Kontrolle&raquo;</h4> <p>Der deutsche Verkehrsminister Peter Ramsauer forderte umfangreiche Erkl&auml;rungen der Gesch&auml;ftsf&uuml;hrung der Flughafengesellschaft. Sein Ministerium habe einen langen Fragenkatalog f&uuml;r die Aufsichtsratssitzung vorbereitet, sagte der CSU-Politiker. Der Bund werde eine &laquo;kompromisslose Kontrolle des Managements aus&uuml;ben&raquo;. Es habe sich um &laquo;schweres Missmanagement&raquo; bei der kurzfristigen Verschiebung der Er&ouml;ffnung gehandelt.</p> <p>Haupteigent&uuml;mer des neuen Grossflughafens Berlin-Brandenburg sind die beiden Bundesl&auml;nder; der deutsche Staat ist mit einem Anteil von 26 Prozent beteiligt.</p>   ]]></content:encoded>
         <guid>http://www.tagblatt.ch/2982882</guid>
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            <item>
         <pubDate>Wed, 16 May 2012 14:59:00 +0200</pubDate>
         <title><![CDATA[  Schneefälle im Wonnemonat Mai  ]]></title>
         <link>http://www.tagblatt.ch/2982881</link>
         <description><![CDATA[  Am Mittwochmorgen hat es n&ouml;rdlich der Alpen in Lagen ab 800 bis 1100 Metern &uuml;ber Meer geschneit. Und im Flachland war es mit 4 bis 5 Grad un&uuml;blich kalt f&uuml;r einen Maimorgen, wie bei Meteo Schweiz zu erfahren war.  ]]></description>
         <content:encoded><![CDATA[  <b></b><br /><br /><p class="quelle">(sda)</p> <p>Luftmassen aus der Region von Spitzbergen - eine Inselgruppe im arktischen Meer und im Nordatlantik - h&auml;tten die ungewohnte K&auml;lte gebracht, sagte Jacques Amb&uuml;hl, Meteorologe bei Meteo Schweiz. Die Gebiete &ouml;stlich der Reuss bekamen mehr Schnee ab als die westlichen Alpen.</p> <p>In Arosa im Kanton Graub&uuml;nden lagen am Morgen rund 16 Zentimeter Neuschnee, auf dem Ostschweizer Gipfel S&auml;ntis 10 Zentimeter, in Andermatt im Kanton Uri 7 Zentimeter, in Elm im Kanton Glarus 2 Zentimeter, in Adelboden im Berner Oberland 3 Zentimeter, auf dem Grossen Sankt Bernhard 6 Zentimeter und in Ulrichen im Oberwallis 5 Zentimeter.</p> <p>Weiss w&auml;ren die Alpengipfel aber auch ohne Wintereinbruch. Laut dem Institut f&uuml;r Schnee- und Lawinenforschung liegt in Lagen ab 2000 Metern verbreitet Schnee. In den zentralen Alpen und in Teilen des Wallis sind es bis zu zwei Meter, im &uuml;brigen Wallis, in den Tessiner Alpen und in Graub&uuml;nden bis 80 Zentimeter.</p> <p>Noch k&auml;lter d&uuml;rfte es dank klarem Wetter in der Nacht auf Donnerstag werden. Zu erwarten seien Temperaturen um die 0 Grad und verbreitet Bodenfrost, sagte Amb&uuml;hl.</p>   ]]></content:encoded>
         <guid>http://www.tagblatt.ch/2982881</guid>
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         <pubDate>Wed, 16 May 2012 14:04:00 +0200</pubDate>
         <title><![CDATA[  Bundesrat will nicht vom Volk gewählt werden  ]]></title>
         <link>http://www.tagblatt.ch/2982877</link>
         <description><![CDATA[  Die Mitglieder des Bundesrates sollen weiterhin vom Parlament gew&auml;hlt werden. Der Bundesrat lehnt die SVP-Initiative f&uuml;r eine &laquo;Volkswahl des Bundesrates&raquo; ab. Mit einer direkten Wahl w&uuml;rden die Regierungsmitglieder zu fest in die Parteienpolitik eingespannt, findet die Regierung.  ]]></description>
         <content:encoded><![CDATA[  <b></b><br /><br /><p class="quelle">(sda)</p> <p>Es best&uuml;nde die Gefahr, dass die Mitglieder der Regierung nur noch als parteipolitische Akteure f&uuml;r ihre Partei wahrgenommen w&uuml;rden, teilte der Bundesrat am Mittwoch mit. Im Gegenzug w&uuml;rden die Sachpolitik geschw&auml;cht und das Kollegialprinzip unter zus&auml;tzlichen Druck geraten. Kurzum: Bundesratsmitglieder sollen keine Wahllokomotiven sein und nicht im Dauerwahlkampf stehen m&uuml;ssen.</p> <p>Grunds&auml;tzlich w&uuml;rde der Bundesrat das Anliegen der Initianten, eine st&auml;rkere demokratische Legitimation des Bundesrates, zwar bef&uuml;rworten. Die Nachteile einer Volkswahl w&uuml;rde die Vorteile allerdings &uuml;berwiegen, schreibt der Bundesrat in seiner Botschaft zur SVP-Initiative ans Parlament.</p> <h4>&laquo;Problem, das keines ist&raquo;</h4> <p>Nach Ansicht des Bundesrats will die Volksinitiative ein Problem l&ouml;sen, das keines ist: Die Wahl der Bundesr&auml;tinnen und Bundesr&auml;te durch das Parlament habe sich n&auml;mlich bew&auml;hrt. Dieses Wahlverfahren sei &laquo;einer der Gr&uuml;nde f&uuml;r das friedliche Zusammenleben, die Stabilit&auml;t und die Prosperit&auml;t in der Schweiz&raquo;.</p> <p>Weiter verweist der Bundesrat in seiner Botschaft auf die Tatsache, dass Wahlk&auml;mpfe teuer seien. Eine Volkswahl der Regierung h&auml;tte eine finanzielle Abh&auml;ngigkeit der Bundesratsmitglieder und ihrer Parteien von reichen Einzelpersonen, Unternehmen oder Lobbyorganisationen zur Folge.</p> <h4>Reaktion auf die Abwahl Blochers</h4> <p>Die Initiative zur Volkswahl des Bundesrates ist eine Reaktion der SVP auf die Abwahl von Christoph Blocher im Dezember 2007. Die SVP m&ouml;chte, dass der Bundesrat jeweils gleichzeitig mit dem Nationalrat gew&auml;hlt wird. Die Wahl soll nach dem Majorzverfahren stattfinden mit Sonderregelungen f&uuml;r die lateinische Schweiz.</p>   ]]></content:encoded>
         <guid>http://www.tagblatt.ch/2982877</guid>
      </item>
      <item>
         <pubDate>Wed, 16 May 2012 14:53:00 +0200</pubDate>
         <title><![CDATA[  Wille und Hunger sind «riesig»  ]]></title>
         <link>http://www.tagblatt.ch/2982876</link>
         <description><![CDATA[  Die zurzeit besten beiden Teams der Schweiz absolvieren heute Abend (20 Uhr 30) in Bern den 87. Cup-Final. Basel ist gegen Luzern Favorit. Allerdings: Gegen den ersten &laquo;Verfolger&raquo; in der Meisterschaft hat der Champion auf nationaler Ebene seine letzte Niederlage kassiert.  ]]></description>
         <content:encoded><![CDATA[  <b></b><br /><br /><p class="quelle">(si)</p> <p>Das Gef&uuml;hl, als Verlierer vom Platz zu gehen, kennt der FC Basel - zumindest auf nationaler Ebene - kaum mehr. 26 Spiele in der Super League und 5 Partien im Cup hat das Team von Coach Heiko Vogel seit dem 20. August 2011 ohne Niederlage &uuml;berstanden. Letzter Bezwinger war der FC Luzern. Dessen Zuversicht auf den dritten Cup-Sieg nach 1960 und 1992 beruht auf eben jener Tatsache. F&uuml;r Goalie David Zibung z&auml;hlt das &laquo;Bewusstsein, Basel geschlagen zu haben&raquo;, zu den wichtigsten Argumenten.</p> <h4>FCL will nicht nur verteidigen</h4> <p>Als Schl&uuml;ssel zum Erfolg sieht Trainer Murat Yakin eine tiefe Fehlerquote, Effizienz im Sturm und - erstaunlicherweise - auch Dominanz. Er wolle sein Team nicht nur verteidigen sehen, liess er wissen, sondern nach vorne spielen lassen. Mutiger also, als es im mittleren Drittel der Saison der Fall war.</p> <p>Basels Meistertrainer Heiko Vogel macht sich gegen &laquo;Taktikfuchs&raquo; Yakin auf alles gefasst. &laquo;Luzern ist ein Gegner, der uns alles abverlangen wird. Wir sind uns der St&auml;rken gewiss.&raquo; F&uuml;r den Deutschen, dem das Gef&uuml;hl einer Niederlage als Chefcoach in der Schweiz noch fremd ist, stehen sich in Bern &laquo;die beiden Teams gegen&uuml;ber, die die konstantesten und besten Leistungen ablieferten&raquo;.</p> <p>Heiko Vogel sprach von einer &laquo;vielversprechenden Ausgangslage f&uuml;r die Zuschauer&raquo;. Zur Erinnerung: In der Meisterschaft betr&auml;gt die Differenz zwischen dem FCB und dem FCL 23 Punkte. Alle Beteiligten wissen aber zu gut, dass in einem Endspiel alles passieren kann.</p> <h4>Streller strebt das i-T&uuml;pfelchen an</h4> <p>F&uuml;r den Basler Captain Marco Streller, der sein Team erstmals in einem Final aufs Feld f&uuml;hren wird, geht es darum, die Saison zu kr&ouml;nen. &laquo;Es ist ja bereits eine Saison f&uuml;r die Geschichtsb&uuml;cher. Nun wollen wir dem Ganzen das i-T&uuml;pfelchen aufsetzen.&raquo;</p> <p>Streller, der &laquo;keinen aktuellen Spieler des FCB kennt, der je einen Cup-Final verloren hat&raquo;, hatte auf die Vorgabe des Luzerner Goalies David Zibung eine Antwort parat. &laquo;Unser Siegeshunger ist genau so gross wie jener von Luzern. Das k&ouml;nnen Sie mir glauben.&raquo; Zibung hatte den Luzerner Wille und den Hunger, die Sandoz-Troph&auml;e zu gewinnen, als &laquo;riesig&raquo; bezeichnet.</p> <h4>Luzern doch ohne gesperrten Kukeli</h4> <p>Zum Zuschauen gezwungen ist Burim Kukeli. Die Disziplinarkommission der Swiss Football League gew&auml;hrte dem Rekurs des FC Luzern keine aufschiebende Wirkung, weshalb der kosovarische Mittelfeldspieler nach der roten Karte in der Partie gegen YB noch zwei Spiele gesperrt bleibt.</p> <p>Der FCL hatte das Gesuch in der Hoffnung auf eine sp&auml;te Behandlung durch das entsprechende Gremium zum sp&auml;test m&ouml;glichen Zeitpunkt (am letzten Mittwoch) eingereicht. Die SFL tat den Luzernern den Gefallen nicht. &laquo;Wir haben zwar damit gerechnet, dass er gesperrt bleibt. Aber ich bin erstaunt, wie schnell das Verfahren in unserem Fall abgehandelt wurde&raquo;, sagte FCL-Trainer Murat Yakin.</p> <p>Derweil Basels Teilnahme an der Champions-League-Qualifikation (2. oder 3. Runde) bereits feststeht, hat der Cup-Final f&uuml;r Luzern, neben der ausgelobten Siegpr&auml;mie des abtretenden Pr&auml;sidenten Walter Stierli im tiefen f&uuml;nfstelligen Bereich, einen zus&auml;tzlichen Anreiz. Weil Atl&eacute;tico Madrid als Sieger der Europa League einen Platz im kommenden Wettbewerb auf sicher hat, darf der Schweizer Cup-Sieger (oder der Zweite der Super League) im Sommer direkt in den Play-offs der Europa League einsteigen.</p> <h4>Fakten zum 87. Schweizer Cup-Final</h4> <p>Stade de Suisse, Bern (20 Uhr 30 / live SF zwei): Basel - Luzern. - Schiedsrichter: Wermelinger.</p> <p><i>M&ouml;gliche Aufstellungen</i></p> <p>Basel: Sommer; Steinh&ouml;fer, Abraham, Dragovic, Park; Shaqiri, Huggel, Xhaka, Stocker; Streller, Alex Frei. - Abwesend: Ajeti, Chipperfield, Jevtic, Voser (alle verletzt).</p> <p>Luzern: Zibung; Sarr, Puljic, Stahel, Lustenberger; Hochstrasser, Wiss, Renggli; Winter, Ferreira; Lezcano. - Abwesend: Kukeli (gesperrt), Shalaj, Sorgic (beide verletzt).</p>   ]]></content:encoded>
         <guid>http://www.tagblatt.ch/2982876</guid>
      </item>      <item>
         <pubDate>Wed, 16 May 2012 10:22:00 +0200</pubDate>
         <title><![CDATA[  Biografie darf doch noch erscheinen  ]]></title>
         <link>http://www.tagblatt.ch/2982816</link>
         <description><![CDATA[  HERISAU. Eine Biografie &uuml;ber alt Bundesrat Hans-Rudolf Merz erscheint mit zwei Jahren Versp&auml;tung doch noch - zum 70. Geburtstag des freisinnigen Politikers im kommenden Herbst. Merz hatte die Publikation vorerst untersagt. Nun willigte er doch noch ein.  ]]></description>
         <content:encoded><![CDATA[  <b></b><br /><br />Autor Philippe Reichen best&auml;tigte am Mittwoch einen entsprechenden Bericht der Zeitungen &laquo;Tages-Anzeiger&raquo; und &laquo;Bund&raquo;. Er habe die Hoffnung auf eine Ver&ouml;ffentlichung der Biografie nie aufgegeben.<br /> <br /> Urspr&uuml;nglich h&auml;tte das Buch Ende 2008 im Appenzeller Verlag erscheinen sollen, rechtzeitig zu Merz' Pr&auml;sidialjahr 2009. Doch dann erlitt der Bundesrat einen Herzstillstand, und das Projekt wurde auf 2010 verschoben.<br /> <br /> <strong>Schwieriges Pr&auml;sidialjahr 2009</strong><br /> Als Bundespr&auml;sident durchlebte Merz dann das schwierigste Jahr in seiner Politik-Karriere. Die Libyen-Aff&auml;re, das UBS-Debakel und der Druck auf das Bankgeheimnis trugen dem Appenzeller Politiker Kritik ein.<br /> <br /> Anfang 2010 untersagte Merz die Publikation der Biografie mit der &uuml;berraschenden Begr&uuml;ndung, das Buch fokussiere zu sehr auf seine Person. Seit seinem R&uuml;cktritt aus der Landesregierung im Herbst 2010 hat Merz nun aber seine Meinung ge&auml;ndert.<br /> <br /> Im Sommer soll das Buch in Druck gehen und im September erscheinen, rechtzeitig zum 70. Geburtstag des Magistraten am 10. November.<br /> <br /> Reichen musste keine Passagen streichen, welche Kritik an Merz' Handeln thematisieren, wie der Autor der Nachrichtenagentur sda sagte. Er habe die Biografie erg&auml;nzt und Merz habe seine eigene Sicht eingebracht. (sda)  ]]></content:encoded>
         <guid>http://www.tagblatt.ch/2982816</guid>
      </item>
            <item>
         <pubDate>Wed, 16 May 2012 09:13:00 +0200</pubDate>
         <title><![CDATA[  Skandalöse Szenen in Düsseldorf  ]]></title>
         <link>http://www.tagblatt.ch/2982789</link>
         <description><![CDATA[  Nach f&uuml;nfzehn Jahren kehrt Fortuna D&uuml;sseldorf in die erste Bundesliga zur&uuml;ck. Im Barrage-R&uuml;ckspiel gegen Hertha Berlin reichte dem Zweitligaverein ein 2:2-Remis zu Hause zum ersehnten Aufstieg. Was die Fortuna-Fans allerdings boten, war alles andere als Bundesliga-w&uuml;rdig.  ]]></description>
         <content:encoded><![CDATA[  <b></b><br /><br /><p><i>(si)/mro.</i> Nachdem bereits Rauchpetarden aus dem Berliner Fanblock die Partie in der zweiten Halbzeit verz&ouml;gert hatten, und Schiedsrichter Wolfgang Stark sieben Minuten Nachspielzeit angezeigt hatte, kletterten bereits Hunderte D&uuml;sseldorfer Fans von den Trib&uuml;nen und warteten unmittelbar an der Seitenlinie auf den Schlusspfiff.</p> <h4>Rasenst&uuml;cke als Souvenir</h4> <p>Nach einer vergebenen Fortuna-Chance, die das 3:2 gewesen w&auml;re, st&uuml;rmten diese Unverbesserlichen aufs Spielfeld, obwohl noch zwei Minuten zu spielen waren. Einige rannten auf die Spieler zu, um sie zu umarmen; andere versuchten tats&auml;chlich, Rasenst&uuml;cke als Souvenir herauszuschneiden.</p> <p>Die Spieler verliessen den Platz, bis dieser wieder ger&auml;umt worden war. Eine halbe Stunde lang dauerte diese Verz&ouml;gerung. Als beide Teams wieder auf dem Platz standen, warnte der Stadion-Speaker: &laquo;Wenn ein Fan das Spielfeld betritt, bevor abgepfiffen wurde, ist Fortuna nicht aufgestiegen.&raquo;</p> <p>Ulrich Exner von &laquo;Welt Online&raquo; verurteilt die w&uuml;sten Ausschreitungen und verlangt vom DFB drastische Massnahmen. Man k&ouml;nne jetzt lange dar&uuml;ber streiten, welches Strafmass das Richtige sei - Wiederholungsspiel unter Ausschluss der Fans, Ausschluss beider Vereine aus der Bundesliga f&uuml;r die kommende Saison oder ein Jahr Stadionsperre f&uuml;r Fortuna D&uuml;sseldorf. &laquo;Wenn aber der DFB erneut irgendeine Alibi-Entscheidung 'Marke Geldstrafe' trifft, hat er seine moralische Reputation auf Jahre verspielt&raquo;, schreibt Exner.</p> <h4>Auch Fussball gespielt</h4> <p>Vor diesen skandal&ouml;sen Szenen war auch noch Fussball gespielt worden. Schon nach 28 Sekunden erzielte Maximilian Beister das F&uuml;hrungstor f&uuml;r die Fortuna, der Ausgleich gelang &Auml;nis Ben-Hatira in der 23. Minute. Doch der Berliner Torsch&uuml;tze ging in der 54. Minute mit gestrecktem Bein in einen Zweikampf, kassierte daf&uuml;r seine zweite Verwarnung und wurde vom Referee in die Kabine geschickt.</p> <p>Nur f&uuml;nf Minuten sp&auml;ter profitierte Ranisav Jovanovic von der nummerischen Unterzahl des Bundesligaklubs und erzielte das 2:1. Der ehemalige FCZ-St&uuml;rmer Raffael brachte mit dem Ausgleich in der 85. Minute die Spannung in die Partie zur&uuml;ck.</p> <p>Ein weiteres Tor h&auml;tte den Berlinern und ihrem Coach Otto Rehhagel nach dem 1:2 im Hinspiel gereicht, um den Ligaerhalt zu sichern. Stattdessen steigt Hertha zum sechsten Mal in die zweite Bundesliga ab.</p>   ]]></content:encoded>
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      </item>
            <item>
         <pubDate>Wed, 16 May 2012 10:38:00 +0200</pubDate>
         <title><![CDATA[  Mladic folgt regungslos der Völkermordanklage  ]]></title>
         <link>http://www.tagblatt.ch/2982823</link>
         <description><![CDATA[  Vor dem Uno-Kriegsverbrechertribunal f&uuml;r das fr&uuml;here Jugoslawien hat der Prozess gegen den fr&uuml;heren Armeechef der bosnischen Serben, Mladic, begonnen. Er muss sich f&uuml;r die schlimmsten Gr&auml;ueltaten in Europa seit dem Zweiten Weltkrieg vor Gericht verantworten.  ]]></description>
         <content:encoded><![CDATA[  <b></b><br /><br /><p class="quelle">(sda/dpa/afp)</p> <p>Der des V&ouml;lkermordes beschuldigte serbische General Ratko Mladic hat im Uno-Kriegsverbrechertribunal in Den Haag die Verlesung der Anklage regungslos verfolgt.</p> <p>Mladic habe &laquo;die ethnische S&auml;uberung in Bosnien&raquo; selbst in die Hand genommen, sagte Ankl&auml;ger Dermot Groome zum Prozessauftakt. Dem 70-j&auml;hrigen Mladic werden V&ouml;lkermord sowie Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit w&auml;hrend des Bosnien-Krieges (1992-95) zur Last gelegt.</p> <h4>&laquo;Monstr&ouml;s und ekelhaft&raquo;</h4> <p>In dunklem Anzug, hellem Hemd mit dunkler gemusterter Krawatte machte sich Mladic immer wieder Notizen, als Ankl&auml;ger Groome den Beginn der Kriegsverbrechen des fr&uuml;heren Milit&auml;rchefs der bosnischen Serben im B&uuml;rgerkrieg schilderte.</p> <p>Der bei seiner Verhaftung vor einem Jahr schwer kranke Mladic wirkte k&ouml;rperlich gesund und ausgeruht. Von Zeit zu Zeit verzog er absch&auml;tzig den Mund und spielte mit seiner Lesebrille, die er pausenlos auf- und absetzte. Bei Anh&ouml;rungen vor dem Prozess hatte er sich nicht ausf&uuml;hrlich zur Anklage ge&auml;ussert, diese aber als &laquo;monstr&ouml;s und ekelhaft&raquo; bezeichnet.</p>   ]]></content:encoded>
         <guid>http://www.tagblatt.ch/2982823</guid>
      </item>
            <item>
         <pubDate>Thu, 01 Jan 1970 01:00:00 +0200</pubDate>
         <title><![CDATA[  Hat der Westen aus der Geschichte gelernt?  ]]></title>
         <link>http://www.tagblatt.ch/2982822</link>
         <description><![CDATA[  Verstehen die Afghanen, dass Europ&auml;er und Amerikaner sie nicht unterjochen, sondern ihnen beim Aufbau helfen wollen? Was wird nach 2014 bleiben? Zum Abschluss seiner Afghanistan-Reportage zieht NZZ-Korrespondent Ulrich Schmid eine Bilanz.  ]]></description>
         <content:encoded><![CDATA[  <b></b><br /><br /><p class="autor">Ulrich Schmid, Mazar-e-Sharif</p> <p>Was also geschieht, wenn 2014 die Westler gehen? Bricht das bis in die Knochen korrupte Regime Karzai so rasch zusammen wie das Regime Najibullah nach dem Abzug der Sowjets? Erobern die Taliban wieder das ganze Land, brechen neue ethnische K&auml;mpfe aus, droht der B&uuml;rgerkrieg?</p> <p>Wird die oft etwas gedankenlose Ablieferung von westlicher Hilfe von den Afghanen tats&auml;chlich gesch&auml;tzt, verstehen sie, dass Europ&auml;er und Amerikaner ihr Land nicht unterjochen wollen? Kann es sein, wie viele Skeptiker behaupten, dass die Westler hier in gleichem Masse verhasst sind, wie es einst die Sowjets waren?</p> <h4>Kontrast zum Krieg mit dem Sowjets</h4> <p>Wenn man sich an die Bilder der fast vollst&auml;ndig zerst&ouml;rten D&ouml;rfer in den Ostprovinzen Afghanistans in den achtziger Jahren erinnert, wenn man sich vor Augen h&auml;lt, wie wenig die Sowjets, verglichen mit den Westlern, f&uuml;r die Zivilbev&ouml;lkerung taten und welchen Hass sie durch ihr r&uuml;cksichtslose Vorgehen s&auml;ten, dann kann man sich schwer vorstellen, dass sich die Geschichte wiederholen wird.</p> <p>&Uuml;ber anderthalb Millionen Zivilisten fielen in den Achtzigern dem Konflikt am Hindukusch zum Ofer, &uuml;ber 4 Millionen Menschen wurden zu Fl&uuml;chtlingen gemacht und ausser Landes getrieben, im Nordwesten Pakistans leben noch heute Hunderttausende Afghanen als weitgehend vergessene menschliche Hinterlassenschaft des Krieges.</p> <h4>Enorme Bem&uuml;hungen</h4> <p>Auch wenn es jeden Tag zu katastrophalen Fehlern kommen mag: Der Westen geht anders vor. Man ist enorm bem&uuml;ht. Hunderte von Nichtregierungsorganisationen aus aller Welt bauen Br&uuml;cken, Strassen und <a class="more" href="http://www.afghanistan-schulen.de/projekte/s5_mohmandan.html">Schulen</a> . Tausende von Freiwilligen helfen, lehren, bauen und <a class="more" href="http://www.kinderhilfe-afghanistan.de/">pflegen</a> . Die Ringstrasse, der gr&ouml;sste Verkehrsweg, der in den Achtzigern noch &uuml;ber Hunderte von Kilometern kaum befahrbar war, ist heute zu einem grossen Teil asphaltiert und wird eifrig benutzt. Die milit&auml;rischen Massnahmen gelten der Bek&auml;mpfung der Aufst&auml;ndischen und dem Schutz des Aufbaus, und damit meint man es ernst.</p> <p>Niemand zerbombt nach Belieben D&ouml;rfer und St&auml;dte ohne hinzusehen, auch nicht die Amerikaner. Bei Take-out-Operationen gegen Taliban oder Mitglieder der Kaida gibt es immer wieder zivile Opfer, gewiss, und das ist inakzeptabel. Doch man versucht sie nach Kr&auml;ften zu vermeiden, und das gelingt auch oft, nicht zuletzt, weil die Kriegstechnik seit den Achtzigern enorme Fortschritte gemacht hat. Gewisse Amerikaner m&ouml;gen zu r&uuml;cksichtslosem Vorgehen neigen - von der ver&auml;chtlichen Brutalit&auml;t der Sowjets sind sie dennoch weit entfernt.</p> <h4>Sensibilit&auml;tstraining f&uuml;r Soldaten</h4> <p>Das gilt f&uuml;r die Truppen aller Nationen. Wann je in der Geschichte h&auml;tten Soldaten mehr ethnisches Sensibilit&auml;tstraining erhalten? Jedes Land, das sich in Afghanistan engagiert, hat seine eigenen Kurse. In Deutschland wird &laquo;interkulturelle Kompetenz&raquo; gelehrt, f&uuml;r die Amerikaner gilt die &laquo;cultural awareness&raquo;. Dass nicht die Afghanen &laquo;der Feind&raquo; seien, sondern die fundamentalistische Aufst&auml;ndischen, h&ouml;ren die Soldaten pausenlos. Und, oft untersch&auml;tzt: Statt der Armee eines Landes lernen die Afghanen mit den Entwicklungshelfern die Vertreter zahlreicher, meist europ&auml;ischer, V&ouml;lker kennen, die ihnen bisher v&ouml;llig unbekannt waren: Ungarn, Griechen, Letten, Franzosen, Kroaten, Armenier, Albaner, Finnen, Belgier, Italiener.</p> <p>Diese kulturelle Diversit&auml;t fasziniert sie. Ein junger Afghane, den wir in Camp Marmal antreffen, sagt mit Kennermiene, er arbeite lieber unter den Deutschen als unter den Ungarn oder den Kroaten, da die Ungarn - und hier schleicht sich doch tats&auml;chlich so etwas wie Herablassung in die Kennermiene - &laquo;schlechte Laune&raquo; verbreiteten und die Kroaten zwar gerne feierten, aber sonst &laquo;etwas wild und ungeb&auml;rdig&raquo; seien. Die Annahme, dieses Mehr an Welterfahrung, dieser Kontakt mit einem bunten V&ouml;lkergemisch lasse die Afghanen kalt, da er ihnen nichts bringe, ist herablassend: Auch am Hindukusch sind Neugier und Lernfreude verbreitet.</p> <p>Prognosen kann man keine machen. Jedes der zuvor geschilderten Szenarien kann eintreffen. Man kann aber vermuten, dass der Westen die Afghanen trotz all seiner Fehler und Vers&auml;umnisse mehr f&uuml;r sich eingenommen hat als einst die Sowjets.</p> <p>Gesamthaft muss man allerdings eher pessimistisch bleiben. Die Ziele des westlichen Einsatzes h&ouml;ren sich gut an. Man will der afghanischen Exekutive die Sicherheitsverantwortung &uuml;bertragen und gleichzeitig das Regime Karzai durch die Nato weiter milit&auml;risch unterst&uuml;tzen. Die Zivilbev&ouml;lkerung soll f&uuml;r die Ziele der internationalen Schutztruppe gewonnen werden, und mit milit&auml;rischer Sicherung sollen R&auml;ume geschaffen werden, in denen staatliche Strukturen bl&uuml;hen und in denen Zivilisten wirtschaftlich prosperieren k&ouml;nnen. Damit will man die Taliban isolieren.</p> <h4>Rascher Abschluss der Mission keine Option</h4> <p>Doch Afghanistan scheint auf absehbare Zeit noch nicht zentralstaatlich regierbar zu sein, und nach dem Abzug der Isaf-Truppen werden die K&auml;mpfe mit Sicherheit wieder aufflammen. Ein verfr&uuml;hter Abzug, wie ihn Karzai immer wieder fordert, ist keine ernsthafte Option, obwohl f&uuml;r viele Staaten ein rascher Abschluss der Isaf-Mission aus innenpolitischen Gr&uuml;nden verlockend w&auml;re. Auch in Deutschland wird der Sinn des Afghanistan-Engagements immer seltener eingesehen, im Bundestag br&ouml;ckelt der R&uuml;ckhalt vor allem bei den Gr&uuml;nen rapide.</p> <p>Viele Menschen haben das Gef&uuml;hl, ihnen sei &uuml;ber den Einsatz lange Zeit nicht die Wahrheit gesagt worden: dass es nicht nur um das Bohren von Brunnen und das Bauen von Schulen gehe, sondern um Krieg. Der fr&uuml;here Verteidigungsminister Guttenberg hat sich im Volk und bei der Truppe dadurch beliebt gemacht, dass er das &laquo;K-Wort&raquo; ausgesprochen hat - ge&auml;ndert hat das an der niedrigen Akzeptanz f&uuml;r die Isaf-Mission allerdings nichts.</p> <h4>Kampf gegen den Def&auml;tismus</h4> <p>Der jetzige Verteidigungsminister de Maizi&egrave;re bek&auml;mpft den aufkeimenden Def&auml;tismus tapfer. Er hat eine Truppenpr&auml;senz auch f&uuml;r die Zeit nach dem offiziellen Abzug 2014 in Aussicht gestellt. Wenn weiter afghanische Sicherheitskr&auml;fte trainiert werden sollten, reichten deutsche Ausbilder allein nicht aus, sagte er im M&auml;rz. Eine &laquo;geringe Zahl von Soldaten zu ihrem Schutz&raquo; sei unabdingbar. &Uuml;berhastetes Handeln d&uuml;rfe es nicht geben, der Einsatz d&uuml;rfe nicht vergeblich gewesen sein. Das klingt wie ein Gel&ouml;bnis. Es scheint, als stelle sich der Westen bereits jetzt auf eine lange Phase des Containments, der Eind&auml;mmung, ein.</p> <div class="box"> <h3>Bisher in der Afghanistan-Serie erschienen</h3> <p><a class="more" href="http://www.nzz.ch/nachrichten/politik/international/von-der-komfortzelle-zum-entbehrungsreichen-aussenposten_1.16805105.html">Von der Komfortzelle zum entbehrungsreichen Aussenposten</a></p> <p><a class="more" href="http://www.nzz.ch/nachrichten/politik/international/auf-tuchfuehlung-mit-freund-und-feind_1.16806033.html">Auf Tuchf&uuml;hlung mit Freund und Feind</a></p> <p><a class="more" href="http://www.nzz.ch/nachrichten/politik/international/ohne-den-mut-zur-verwundbarkeit-keine-vertrautheit_1.16806949.html">Ohne den Mut zur Verwundbarkeit keine Vertrautheit</a></p> <p><a class="more" href="http://www.nzz.ch/nachrichten/startseite/ein-tiefer-blick-in-die-afghanische-seele_1.16808746.html">Ein tiefer Blick in die afghanische Seele</a></p> <p><a class="more" href="http://www.nzz.ch/nachrichten/politik/international/probleme-auf-dem-land--erfolge-in-den-staedten_1.16808898.html">Probleme auf dem Land - Erfolge in den St&auml;dten</a></p> <p><a class="more" href="http://www.nzz.ch/nachrichten/politik/international/auch-die-aufstaendischen-sind-online_1.16809001.html">Auch die Aufst&auml;ndischen sind online</a></p> <p><a class="more" href="http://www.nzz.ch/nachrichten/politik/international/von-mazar-in-zwoelf-stunden-nach-mazar_1.16809103.html">Von Mazar in zw&ouml;lf Stunden nach Mazar</a></p> <p><a class="more" href="http://www.nzz.ch/nachrichten/politik/international/vom-versuch-die-gefuehle-abzutoeten_1.16809251.html">Vom Versuch, die Gef&uuml;hle abzut&ouml;ten</a></p> <p><a class="more" href="http://www.nzz.ch/nachrichten/politik/international/was-geschieht-wenn-die-westler-gehen_1.16809425.html">Was geschieht, wenn die Westler gehen?</a></p> <p><a class="more" href="http://www.nzz.ch/nachrichten/politik/international/wir-lassen-euch-nicht-im-stich_1.16809904.html">&laquo;Wir lassen Euch nicht im Stich!&raquo;</a></p> <p><a class="more" href="http://www.nzz.ch/nachrichten/politik/international/deutsche-disziplin-fuer-afghanische-ordnungshueter_1.16810166.html">Deutsche Disziplin f&uuml;r afghanische Ordnungsh&uuml;ter</a></p> <p><a class="more" href="http://www.nzz.ch/nachrichten/politik/international/gut-gepanzert-durch-unberechenbares-land_1.16810680.html">Gut gepanzert durch unberechenbares Land</a></p> </div>   ]]></content:encoded>
         <guid>http://www.tagblatt.ch/2982822</guid>
      </item>
            <item>
         <pubDate>Wed, 16 May 2012 09:37:00 +0200</pubDate>
         <title><![CDATA[  Gelähmter kann nach Operation wieder greifen  ]]></title>
         <link>http://www.tagblatt.ch/2982787</link>
         <description><![CDATA[  Amerikanischen Medizinern ist es erstmals gelungen, einem nach einem Unfall querschnittsgel&auml;hmten Mann die Benutzung seiner H&auml;nde wieder zu erm&ouml;glichen. Dazu verbanden die &Auml;rzte die Nervenbahnen neu.  ]]></description>
         <content:encoded><![CDATA[  <b></b><br /><br /><p class="quelle">(sda/afp)</p> <p>Nach monatelanger intensiver Physiotherapie kann der 71-J&auml;hrige nun wieder allein essen und mit Unterst&uuml;tzung schreiben, berichteten die Autoren in der <a class="more" href="http://thejns.org/doi/full/10.3171/2012.3.JNS12328?prevSearch=&amp;searchHistoryKey=">aktuellen Ausgabe</a> des &laquo;Journal of Neurosurgery&raquo;. Der Patient hatte bei einem Unfall eine R&uuml;ckenmarksverletzung auf H&ouml;he des untersten Halswirbels erlitten.</p> <p>Chirurgen von der Washington University School of Medicine verbanden einen nicht mehr funktionierenden Nerv, der die Bewegung von Daumen und Zeigefinger steuert, mit einem noch funktionierenden Nerv am Oberarm des Patienten. Letzterer erm&ouml;glicht normalerweise das Beugen des Ellbogens.</p> <p>Patienten mit einer derartigen Verletzung k&ouml;nnen h&auml;ufig noch ihre Schultern, Ellbogen und Handgelenke bewegen, da die Nervenenden oberhalb der Verletzung liegen. Deshalb sei die neue Operation mit Patienten mit h&ouml;her liegenden R&uuml;ckenmarksverletzungen vermutlich nicht aussichtsreich, schrieben die Autoren.</p>   ]]></content:encoded>
         <guid>http://www.tagblatt.ch/2982787</guid>
      </item>
            <item>
         <pubDate>Wed, 16 May 2012 08:11:00 +0200</pubDate>
         <title><![CDATA[  Zweite Gerichtsvorladung für Konrad Hummler  ]]></title>
         <link>http://www.tagblatt.ch/2982749</link>
         <description><![CDATA[  NEW YORK. Der mit der Klage gegen die Bank Wegelin betraute Richter Jed Rakoff des New Yorker Bezirksgerichts hat eine zweite Gerichtsvorladung f&uuml;r die verantwortlichen Partner der St. Galler Privatbank erlassen. Am 23. Mai um 16 Uhr sollen die Vertreter der Bank vor dem Richter erscheinen.  ]]></description>
         <content:encoded><![CDATA[  <b></b><br /><br />Einem ersten Gerichtstermin im Februar blieb Wegelin fern, auch kein amerikanischer Anwalt vertrat das Finanzinstitut. Die US-Justiz wirft der Bank vor, amerikanischen B&uuml;rgern bei der Steuerhinterziehung geholfen zu haben und reichte im Januar Klage ein. Die Bank teilte nach der Absenz vor Gericht mit, sie habe die Vorladung nicht auf dem rechtlich korrekten Weg erhalten.<br /> <br /> Dies ist unterdessen geschehen wie aus den Gerichtsdokumenten hervorgeht. &laquo;Gegen Unterzeichnung der beiliegenden Empfangsbescheinigung konnten die Vorladung und die ersetzende Anklageschrift (...) in St.Gallen an Hummler Konrad als Vertreter der Firma Wegelin &amp; Co. ausgeh&auml;ndigt werden&raquo;, schreibt der Zustellungsbeamte der St.Galler Kantonspolizei in einem Formular.<br /> <br /> Er best&auml;tigt weiter in einem amtlichen Zustellungsnachweis: &laquo;Diese Ladung wurde von mir am 26.04 entgegengenommen. Ich habe die Ladung diesem Beklagten am 02.05 zugestellt&raquo;. Unter &laquo;Kurzbeschrieb der Straftat&raquo; steht auf der Vorladung nur das Wort &laquo;Verschw&ouml;rung&raquo;.<br /> <br /> Aus weiteren Dokumenten, die die New Yorker Staatsanwaltschaft dem Gericht lieferte, wird ersichtlich, dass sich Wegelin vom Anwalt Richard Strassberg der Kanzlei in New York vertreten l&auml;sst. Konrad Hummler wird beim Gerichtstermin am 23. Mai nicht erwartet. (sda)  ]]></content:encoded>
         <guid>http://www.tagblatt.ch/2982749</guid>
      </item>
            <item>
         <pubDate>Wed, 16 May 2012 05:49:00 +0200</pubDate>
         <title><![CDATA[  George W. Bush unterstützt Mitt (ein bisschen)  ]]></title>
         <link>http://www.tagblatt.ch/2982726</link>
         <description><![CDATA[  Auf diese Unterst&uuml;tzung verzichten sogar die meisten Republikaner. Nach Bruder Jeb erkl&auml;rte nun auch George W. Bush, dass er den designierten Pr&auml;sidentschaftskandidaten der Republikaner im Wei&szlig;en Haus sehen will.  ]]></description>
         <content:encoded><![CDATA[  <b></b><br /><br /><img width="180" height="160" src="http://spangs-spin.com/WPTJS/wp-content/uploads/2012/05/Bildschirmfoto-2012-05-15-um-11.05.53-PM-180x160.png" class="attachment-post-thumbnail wp-post-image" alt="Bush Romney" title="Bush Romney" style="float: left; padding: 6px; margin: 0 6px 6px 0; border: 6px solid #eee;" /> <div id="tweetbutton2763" class="tw_button" style=""><a href="http://twitter.com/share?url=http%3A%2F%2Fspangs-spin.com%2F2012%2F05%2Fgeorge-w-bush-unterstutzt-mitt-ein-bisschen%2F&amp;text=George%20W.%20Bush%20unterst%C3%BCtzt%20Mitt%20%28ein%20bisschen%29&amp;related=&amp;lang=en&amp;count=horizontal&amp;counturl=http%3A%2F%2Fspangs-spin.com%2F2012%2F05%2Fgeorge-w-bush-unterstutzt-mitt-ein-bisschen%2F" class="twitter-share-button" style="width:55px;height:22px;background:transparent url('http://spangs-spin.com/WPTJS/wp-content/plugins/wp-tweet-button/tweetn.png') no-repeat 0 0;text-align:left;text-indent:-9999px;display:block;">Tweet</a></div> <p>Auf diese Unterst&uuml;tzung verzichten sogar die meisten Republikaner. Nach Bruder Jeb erkl&auml;rte nun auch George W. Bush, dass er den designierten Pr&auml;sidentschaftskandidat der Republikaner im Wei&szlig;en Haus sehen will. "Ich bin f&uuml;r Mitt Romney&rdquo;, sagte "Dubbya&rdquo; <a href="http://abcnews.go.com/blogs/politics/2012/05/george-w-bush-im-for-mitt-romney/">gegen&uuml;ber einem ABC- Fernsehteam</a> im Vorr&uuml;bergehen bevor die Aufzugst&uuml;r vor seiner Nase zuging.</p> <p><a href="http://spangs-spin.com/2012/05/george-w-bush-unterstutzt-mitt-ein-bisschen/bildschirmfoto-2012-05-15-um-11-13-10-pm/" rel="attachment wp-att-2765"><img class="alignleft size-medium wp-image-2765" title="Bush for Romney" src="http://spangs-spin.com/WPTJS/wp-content/uploads/2012/05/Bildschirmfoto-2012-05-15-um-11.13.10-PM-600x302.png" alt="" width="600" height="302" /></a><br /> In diesem Fall d&uuml;rfte dem ehemaligen Gouverneur aus Massachusetts die halbherzige Erkl&auml;rung des 43-ten Pr&auml;sidenten ganz recht kommen. Machen die Amerikaner diesen doch immer noch f&uuml;r die anhaltenden Probleme in der Wirtschaft verantwortlich. Schlie&szlig;lich war es die toxische Mischung aus Laissez-Faire-Kapitalismus und ungedeckten Staatsausgaben, die den USA die nachhaltigste Krise seit der Gro&szlig;en Depressioon eingebrockt hatte.</p> <p>Romney m&ouml;chte Obama die Verantwortung daf&uuml;r in die Schuhe schieben. Weshalb der eigentlich Verantwortliche im Bild st&ouml;rt. K&ouml;nnte er die W&auml;hler doch daran erinnern, wer Pr&auml;sident Obama die gewaltigen Probleme hinterlassen hat.</p> <p>Das erkl&auml;rt &uuml;brigens auch, warum Bush &ouml;ffentlich so gut wie nirgendwo zu sehen ist. Am Dienstag sprach er unweit des Wei&szlig;en Hauses vor kleinem Kreis bei einer Veranstaltung des nach ihm benannten <a href="http://www.bushcenter.com/">George W. Bush Instituts</a> &uuml;ber Menschenrechte.</p> <p>So sehr sich Romney von dem anderen privelegierten Sohn aus Neuengland fernh&auml;lt, so sehr sch&auml;tzt er jedoch dessen ehemalige Mitarbeiter. Was den Verdacht nahelegt, das Mitt und Dubbya ideologisch gar nicht weit voneinander entfernt sind.</p> <p>Zum Beispiel <a href="http://www.salon.com/2012/05/03/the_bushies_are_back/">&uuml;bernahm &nbsp;Romney eine Reihe Neocons</a>, die unter Bush f&uuml;r die Au&szlig;en- und Sicherheitspolitik zu st&auml;ndig waren. Inklusive dem Abenteuer in Irak und der halbherzigen Strategie f&uuml;r Afghanistan.</p> <p>In der Wirtschaftspolitik gibt es ebenfalls viele personelle &Uuml;berschneidungen. R. Glenn Hubbard, Greg Mankiw&nbsp;und Kevin Hassett&nbsp;arbeiteten f&uuml;r Bush als Wirtschaftsberater und stehen nun Romney zur Seite. Damit kn&uuml;pft der Kandidat an Bushs Rezeptur aus Deregulierung und Steuersenkungen an.</p> <p>So gesehen br&auml;uchten sich der Ex-Pr&auml;sident und der Kandidat nicht so distanziert zu geben. Sie haben mehr gemeinsam als die kuriose Unterst&uuml;tzungs-Erkl&auml;rung vermuten l&auml;sst.</p>   ]]></content:encoded>
         <guid>http://www.tagblatt.ch/2982726</guid>
      </item>
            <item>
         <pubDate>Wed, 16 May 2012 06:14:00 +0200</pubDate>
         <title><![CDATA[  Ein Aufstieg ist ein Erfolg ohne Wenn und Aber  ]]></title>
         <link>http://www.tagblatt.ch/2982724</link>
         <description><![CDATA[  Jeff Saibene behielt Recht. &laquo;Der FC St.Gallen macht in Locarno den Sack zu&raquo;, hat er angek&uuml;ndigt. Der Verein darf wieder feiern, sofern niemand etwas dagegen hat. Das Privileg einer Liftmannschaft.  ]]></description>
         <content:encoded><![CDATA[  <b></b><br /><br />Die entschlossene Ank&uuml;ndigung des Trainers hatte noch &uuml;berrascht, erfolgte sie doch nach einer Serie von vier Spielen ohne Sieg. Zaudern und zagen war Saibene schon vorgeworfen. Doch er zeigt entschlossenes Handeln wohl h&auml;ufiger, als man ihm zumutet. Nehmen wir das nicht gerade von Kuschelp&auml;dogik zeugende Verhalten gegen&uuml;ber Alberto Regazzoni. Der Tessiner wurde geb&uuml;sst und vom Spielbetrieb ausgeschlossen. Der Anlass war sein unmanierliches Verhalten, als er gegen Winterthur schon nach rund einer halben Stunde ausgewechselt wurde. &laquo;Alle haben es gesehen&raquo;, begr&uuml;ndete Saibene die Massnahme. Was wir von der Gegentrib&uuml;ne aus gesehen haben: Es gab kein Handshake und Regazzoni trat mit seinem starken Fuss noch irgendwo hin. Regazzoni war in diesem Augenblick w&uuml;tend, auf den Trainer, auf die Welt und vielleicht sogar auf sich selber. Es gibt Trainer, die schon anders reagiert haben, gerade in einer Phase, da Spieler reihenweise ausfallen. Jemand anderer als Saibene h&auml;tte vielleicht gesagt: &laquo;Es ist ein gutes Zeichen, wenn ein Spieler in einer solchen Situation w&uuml;tend ist.&raquo; Doch offensichtlich war das Tuch zwischen den beiden schon fr&uuml;her zerschnitten. Zeichen daf&uuml;r war, dass Regazzoni zu Beginn der R&uuml;ckrunde vor&uuml;bergehend nicht mehr zum Aufgebot geh&ouml;rte.<br /> <br /> <strong>Stehen wird doch mal hinten hinein</strong><br /> Saibene war auch konsequent in der Torh&uuml;terfrage: Lopar spielte immer in der Meisterschaft, Vailati jeweils im Cup. In der letzten Saison war es umgekehrt. Auch Lopar hatte die Aufgabenteilung vorbildlich geschluckt wie jetzt Vailati. Klare Verh&auml;ltnisse auf dieser Position tun gut: St.Gallen hatte in dieser Meisterschaft nie ein Torh&uuml;terproblem. Saibene war, wenn ich die Zeichen richtig deute, aber auch anpassungsf&auml;hig. Als die Gegner mit immer noch mehr Personalaufwand das eigene Tor verbarrikadierten, reagierte er mit entsprechenden Gegenmitteln, zumindest ausw&auml;rts. Das Motto: Stehen wir doch auch einmal hinten hinein - anders als beim Debakel in Lugano. In Chiasso ging's mit dem Gegentreffer in der Nachspielzeit knapp schief, in Locarno war es dann so weit. Und nun sieht die Bilanz schon wieder anders aus: seit vier Spielen ungeschlagen. Vor allem aber: Man ist aufgestiegen.<br /> <br /> <strong>Selten: Direkter Wiederaufstieg</strong><br /> Dar&uuml;ber d&uuml;rfen sich alle Beteiligten wahrhaftig freuen. Am Montag hatte ich den Eindruck, als ob sich Trainer und Spieler entschuldigen und erkl&auml;ren m&uuml;ssten, weshalb die Mannschaft zwei Runden vor Schluss bloss acht Punkte und nicht 28 Punkte Vorsprung hat. Der FC St.Gallen hat in den vergangenen Jahren zweimal geschafft, was sonst schon lange kein Verein mehr realisiert hat (zuletzt Xamax vor sechs Jahren): den direkten Wiederaufstieg in die Super League. Das war das Ziel, das hat man erreicht, und daran haben manche Anfang Saison gezweifelt. Ein Aufstieg ist immer eine tolle Leistung, ohne Wenn und Aber. Eine Leistung, um die man von der Konkurrenz beneidet wird.<br /> <br /> <strong>Keine R&uuml;ckschl&uuml;sse m&ouml;glich</strong><br /> Doch Fussballanh&auml;nger, vor allem jene des FC St.Gallen, neigen nicht dazu, allzu lange in der Gegenwart zu verharren. Ahnungsvoll schauen sie bereits wieder voraus und trauen der Zukunft nicht. Gleichzeitig sind sie aber auch Vergangenheitsoptimisten und sehen die fr&uuml;heren Zeiten in viel g&uuml;nstigerem Licht. Eine Behauptung ist: Jene Mannschaft, die vor drei Jahren aufgestiegen ist, sei besser als die jetzige. In diesem Fall trifft die Annahme sogar zu: Damals hatte St.Gallen Ende Meisterschaft 78 Punkte auf dem Konto, Verfolger Lugano 70. Die 61 Punkte der aktuellen Mannschaft h&auml;tten damals nicht einmal f&uuml;r die Barrage gereicht. Dennoch ist der jetzige, noch um maximal sechs Punkte ausdehnbare Stand beachtlich: Vor einem Jahr stiegen Lausanne schliesslich mit 65 und Servette via Barrage mit 62 Punkten auf. Diese Zahlen f&uuml;hren uns zu einer weiteren Erkenntnis: Man kann &uuml;berhaupt nicht vorhersehen, was das Abschneiden eines Aufsteigers in der Challenge League in der Saison darauf f&uuml;r die Super League bedeutet. Lausanne w&auml;re ohne die Turbulenzen um Xamax und Sion m&ouml;glicherweise abgestiegen, das am Rande der Existenz lebende Servette hat hingegen noch Chancen auf die Europa League. . .<br /> <br /> <strong>Nur ein Team hinter sich lassen</strong><br /> F&uuml;r den FC St.Gallen wird das Absteigen in der n&auml;chsten Saison jedenfalls schwieriger, um es leicht zynisch zu formulieren. Die Barrage entf&auml;llt. Es gen&uuml;gt, eine Mannschaft hinter sich zu lassen. W&auml;re dies schon vor vier Jahren der Fall gewesen, w&auml;re der FC St.Gallen als Super League Verein in die AFG Arena eingezogen und das Kreisgericht St.Gallen w&auml;re nach dem Barrage-Debakel weniger belastet gewesen. Eine Liftmannschaft hat immerhin den Vorteil, dass sie ab und zu etwas zu feiern hat: n&auml;mlich den Aufstieg.<br /> Am Montag waren in der Stadt Fans zu sehen mit dem aktuellen Leibchen zum erneuten Hoch: &laquo;Der Tradition verpflichtet&raquo; war darauf zu lesen. Gemeint ist wohl die Tradition, der &laquo;Nati A&raquo; anzugeh&ouml;ren und nicht das Auf und Ab. Tradition ist auch, dass die Fans immer noch die alte Bezeichnung verwenden. &laquo;Nie mehr Nati B&raquo;, riefen sie in Locarno. &laquo;Und Ihr wollt in die Nati A?&raquo;, posaunten die Winterthurer nach dem vor&uuml;bergehenden 0:1 in die AFG Arena hinaus. Eine solche Wortwahl finde ich sympathisch, jetzt nach dem Aufstieg sowieso&hellip;<br /> Und bei mir daheim wird auch gefeiert. Fondue Chinoise gibt es dort immer an Weihnachten und wenn St.Gallen Meister wird oder aufsteigt. Und an diesem Festmahl-Abend z&auml;hlt nur eins: die Gegenwart. Dann lassen wir alle hochleben. Von Goalie Lopar bis zum linken Fl&uuml;gel Regazzoni. Das ist der Trost f&uuml;r eine Liftmannschaft: Wann haben denn die Young Boys zum letzten Mal einen Titel gefeiert? 2001 - den Aufstieg aus der Nationalliga B.  ]]></content:encoded>
         <guid>http://www.tagblatt.ch/2982724</guid>
      </item>
            <item>
         <pubDate>Wed, 16 May 2012 00:00:00 +0200</pubDate>
         <title><![CDATA[  Aktion der EU-Kräfte gegen somalische Piraten  ]]></title>
         <link>http://www.tagblatt.ch/2981592</link>
         <description><![CDATA[  Die von der EU unterhaltene Operation &laquo;Atalanta&raquo; zur Bek&auml;mpfung der Piraterie vor Somalia hat aus der Luft erstmals Einrichtungen von Piraten auf dem Festland zerst&ouml;rt. Personen kamen offenbar nicht zu Schaden.  ]]></description>
         <content:encoded><![CDATA[  <b></b><br /><br /><p class="autor">Beat Ammann, Br&uuml;ssel</p> <p>Seit Dezember 2008 unterh&auml;lt die EU im Rahmen ihrer Gemeinsamen Sicherheits- und Verteidigungspolitik die Operation &laquo;Atalanta&raquo;. Es handelt sich um einen Verbund von Schiffen und Flugger&auml;t zur Bek&auml;mpfung der Piraterie vor Somalia. Erst im M&auml;rz haben die zust&auml;ndigen Minister das Mandat ausgeweitet. Dies hat nun erstmals dazu gef&uuml;hrt, dass unter dem Schirm von Atalanta am Dienstagmorgen ein Materiallager der Piraten auf somalischem Festland bei Harardhere aus der Luft angegriffen und zerst&ouml;rt wurde. Dies teilte die EU am Dienstag mit. Laut diesen Angaben wurde dabei niemand verletzt.</p> <p>&laquo;Atalanta&raquo; ist rechtlich durch Beschl&uuml;sse des Sicherheitsrates der Uno gedeckt. Die Operation ist in wechselnder Zusammensetzung t&auml;tig. Sie umfasst derzeit neun Schiffe und f&uuml;nf Flugzeuge. Ebenso wechseln die L&auml;nder, die sich beteiligen, wobei die Mitwirkenden sich nicht nur auf die EU beschr&auml;nken. So hatte vor&uuml;bergehend etwa Norwegen ein Schiff zur Verf&uuml;gung gestellt, die Ukraine entsandte Offiziere ins Hauptquartier, das in Grossbritannien liegt. Einschliesslich der r&uuml;ckw&auml;rtigen Kr&auml;fte umfasst &laquo;Atalanta&raquo; etwa 1500 Mann.</p> <h4>Chaos und fehlende Autorit&auml;t</h4> <p>Die EU betrachtet die Piraterie als eine Sonderform organisierter Kriminalit&auml;t, die deswegen gedeiht, weil Somalia seit Jahr und Tag chaotisch ist und kaum staatliche Autorit&auml;t kennt. Daher zielt &laquo;Atalanta&raquo; nicht prim&auml;r auf die Piraten, sondern vor allem auch auf die Hinterm&auml;nner, die mangels Polizei und Justiz in Somalia wenig zu bef&uuml;rchten haben.</p> <p>Die Operation ist somit indirekt Teil der Anstrengungen der EU, Somalia dabei zu unterst&uuml;tzen, ein Staat im &uuml;blichen Sinne des Wortes zu werden statt eine Gegend, wo Clans und Terroristen um Macht und Pfr&uuml;nden ringen. Vordergr&uuml;ndig dient &laquo;Atalanta&raquo; dem Schutz von Schiffen der Uno-Weltern&auml;hrungsorganisation, deren Ladung der somalischen Bev&ouml;lkerung das &Uuml;berleben erleichtert. Seit dem Beginn der Operation ist keines dieser Schiffe mehr angegriffen worden. Ebenso besch&uuml;tzt &laquo;Atalanta&raquo; die Schiffe der afrikanischen Friedenstruppen in Somalia, zu deren Finanzierung die EU seit 2007 schon 258 Millionen Euro aufgewendet hat. Der Versuch, Somalia zu stabilisieren, hat seit 2008 zus&auml;tzliche 215 Millionen Euro gekostet, und bis 2013 werden weitere 175 Millionen Euro fliessen.</p> <h4>Unterst&uuml;tzung von Polizei und Justiz</h4> <p>Das Aktionsfeld der Piraten ist laut Angaben der EU etwa zehnmal so gross wie Deutschland (fast vier Millionen Quadratkilometer). Mittelfristiges Ziel der EU ist es, die Anrainerl&auml;nder des von Piraterie heimgesuchten Meeres in die Lage zu versetzen, dem Treiben der Kriminellen selber ein Ende zu bereiten. Zu diesem Zweck sind diverse Programme am Laufen, die sowohl die &Uuml;berwachung der K&uuml;sten und des Meeres verbessern als auch Polizei und Justiz dabei unterst&uuml;tzen sollen, den organisierten Banden das Handwerk zu legen. Was mit gefassten Piraten geschieht und wo sie vor Gericht gestellt werden k&ouml;nnen, ist ein heikles Problem. Laut Angaben der EU befinden sich zurzeit etwa 1000 der Piraterie verd&auml;chtigte Personen in Haft, verteilt auf 20 L&auml;nder. Somalia z&auml;hlt nicht dazu.</p>   ]]></content:encoded>
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