Matthew Fitzpatrick gewinnt European Masters

GOLF ⋅ Als jüngster Sieger seit 1986 gewinnt der 23-jährige Engländer Matthew Fitzpatrick das Omega European Masters in Crans-Montana. Er setzt sich im Stechen gegen den Australier Scott Hend durch.
Aktualisiert: 
10.09.2017, 18:52
10. September 2017, 17:35

Der 44-jährige Hend hatte sich schon vor einem Jahr in einem Stechen geschlagen geben müssen, damals dem Schweden Alexander Noren. Bei seinem neuen Anlauf in einem Playoff vergab er in der zweiten Wiederholung des 18. Lochs eine riesige Chance zum Sieg, als er einen Putt aus weniger als zwei Metern verschob. Am 3. Loch des Stechens reichte Fitzpatrick wiederum am 18. Loch ein Par zum Sieg, weil der Australier einen Schlagverlust hatte hinnehmen müssen.

Fitzpatrick startete mit einem Rückstand von drei Schlägen auf Leader Hend in die Schlussrunde. Am 6. Loch legte er richtig los. Von dort weg erspielte er sich bis zuletzt sieben Birdies - zweimal drei Birdies am Stück. Ohne selber schlecht zu spielen, musste sich Hend einholen lassen.

Fitzpatrick ist einer der derzeit auffälligsten und hoffnungsvollsten Figuren im europäischen Profigolf. Nicht nur die drei Siege auf der Europa-Tour, die er 2015 und 2016 schon eingefahren hat, belegen Fitzpatricks Tauglichkeit. In den letzten 13 Monaten kam er an jedem der vier Turniere auf Grand-Slam-Stufe (US Masters, US Open, British Open, US PGA Championship) souverän in die Finalrunden. Zu einem Spitzenplatz wie am US Masters 2016 - er wurde dort Siebter - reichte es ihm zwar nicht, aber mit lauter Klassierungen in den Rängen 32 bis 49 in den stärksten Teilnehmerfeldern bewies er eine Konstanz, die für einen jungen Spieler erstaunlich ist.

Alex Noren, der in Crans-Montana auch schon 2009 gewonnen hatte, steigerte sich nach einem mässigen Auftakt und verbesserte sich in der Schlussrunde auf den 6. Platz. Weitere Golfer mit klangvollen Namen wie Lee Westwood, Luke Donald und Miguel Angel Jimenez klassierten sich in den hintersten Rängen unter den 77 Finalisten.

Galliano zurückgefallen

Der Luganese Luca Galliano, der einzige nach dem Freitag im Feld verbliebene Schweizer Profi, fiel mit einem 73er-Schlussrunde in den 74. Rang zurück. Für den 31-jährigen Galliano, der üblicherweise auf den Tours der zweiten und der dritten Kategorie im Einsatz steht, war der Auftritt dennoch ein Erfolg.

Hochbetrieb am Sonntag

Nachdem das Turnier am Samstag wegen einer dicken Nebelbank für zweieinhalb Stunden hatte unterbrochen werden müssen, konnten die Besten des Zwischenklassements ihre dritte Runde erst am Sonntagmorgen beenden. Auf diese Weise musste beispielsweise Scott Hend am Sonntag 23 statt 18 Löcher spielen. (sda)


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