Guerdat zählt zu den Sieganwärtern

REITEN ⋅ Steve Guerdat peilt ab Donnerstag beim Weltcup-Final in Paris den dritten Triumph an. Der Jurassier zählt mit seiner 12-jährigen Stute Bianca zu den Favoriten.
12. April 2018, 06:28

"Ich denke, Bianca kann es schaffen", betonte Steve Guerdat. "Mit unserer Erfahrung können wir es nun noch etwas besser machen als in der Vergangenheit." Der 35-Jährige denkt an das vergangene Jahr, als er Bianca ihre ersten zwei Championate bestreiten liess. Sowohl beim Weltcup-Final in Omaha als auch an den Europameisterschaften in Göteborg fehlte nicht viel, ebenso danach bei den Grand-Slam-Events in Genf oder unlängst in 's-Hertogenbosch.

Andererseits bewies die Stute mehrfach ihre Klasse. Die Fachjury der "PferdeWoche" wählte Bianca zum Pferd des Jahres 2017 der Schweizer Reiter. Guerdat drehte zehn Nullfehlerrunden in Nationenpreisen, sieben Blankoritte gelangen ihm im Sattel von Bianca.

Der Weltcup-Final erstreckt sich über drei Wettkampf-Tage: ein Jagdspringen (Donnerstag), ein Umgang mit Stechen (Freitag) und zwei Umgänge im Finale. Der beste Springreiter aus den ersten beiden Prüfungen - gemessen an den Klassierungen - startet am Sonntag mit null Zählern. Die Strafpunkte der Konkurrenten werden aus ihren Platzierungen errechnet. Die Top 30 starten zu Umgang eins, die Top 20 zu Umgang zwei.

Guerdat feierte an den Weltcup-Finals schon tolle Erfolge und legte, was die Podestplätze betrifft, einen Steigerungslauf hin: 2007 Dritter mit Tresor, 2012 und 2013 jeweils Zweiter im Sattel von Nino sowie 2015 und 2016 Erster mit Paille beziehungsweise Corbinian. Der angepeilte Hattrick vor Jahresfrist mit Bianca misslang (8. Rang).

Guerdat will in der nunmehr 40-jährigen Geschichte des Weltcup-Finals - zu vergleichen mit Hallen-Weltmeisterschaften - als fünfter Reiter oder Reiterin einen dritten Titel holen. Bereits geschafft haben dies der Österreicher Hugo Simon, der Brasilianer Rodrigo Pessoa, der Deutsche Marcus Ehning und Meredith Michaels-Beerbaum, eine deutsch-amerikanische Springreitern.

Paul Estermann steht in Paris als zweiter Schweizer im Einsatz. Er rutschte mit Lord Pepsi wegen des Verzichts mehrerer Konkurrenten ins Teilnehmerfeld nach. So hatte auch Beat Mändli, der Sieger der Weltcup-Liga Ost in den USA, die Reise nach Frankreich nicht angetreten. Mändli weilt als Trainer und Reiter in Übersee. Er will sich 2018 für die Weltreiterspiele von Mitte September in Tryon im Bundesstaat North Carolina aufdrängen. Aus diesen Grund schont er seine zehnjährige Stute Dsarie. (sda)


Anzeige: