Swiss-Ski-Comeback von Mike Schmid

SKICROSS ⋅ In der Trainings-Basis der Schweizer Skicrosser in Saas-Fee logiert seit letzter Woche ein Altbekannter: Mike Schmid, der erste Olympiasieger der populären Schneesportart, verstärkt den Trainerstab.
22. September 2017, 09:03

Schmid peilt kein Comeback auf der Rennpiste an, der 33-jährige Berner gehört ab sofort dem Trainerstab an. Bei den ehemaligen Teamkollegen findet seine Rückkehr grossen Anklang. Eingefädelt wurde der überraschende Swiss-Ski-Deal mit dem "Gold-Schmid" der Winterspiele 2010 von Chefcoach Ralph Pfäffli: "Von ihm profitieren alle."

Vorerst gilt die Vereinbarung mit Schmid bis Ende Saison. Seine Verpflichtung hängt auch mit der Integration von Fanny Smith zusammen. Die Ex-Weltmeisterin und aktuelle Hoffnungsträgerin für Pyeongchang hat sich Sommer nach der Trennung von ihrem Privatausbildner erstmals vollumfänglich ins Nationalteam eingegliedert.

Zunächst haben die Verantwortlichen den ausländischen Markt gesichtet, ehe sich die Wunschlösung mit Schmid konkretisierte. Der frühere Weltklasse-Athlet könnte sich für Smith während der Vorbereitung ihrer dritten Olympischen Spiele als Glücksfall erweisen - keiner in der Schweizer Delegation kennt den direkten Weg zur Goldmedaille besser.

Schmid geniesst in der Szene einen formidablen Ruf. Er war im Fahrerlager für seine exemplarische Willensstärke bekannt. Erst der fünfte Kreuzbandriss im Knie stoppte den unerschrockenen Ex-Gesamtweltcupsieger im Dezember vor zwei Jahren; nun steht das Knowhow des Sympathieträgers wieder zur Verfügung.

Die Schweizer Skicross-Equipe bereitet sich während mehreren Monaten im Walliser Dorf Saas-Fee auf die kommende Olympia-Saison vor. (sda)


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