Stefan Küng doch noch im Maillot jaune

TOUR DE SUISSE ⋅ Leaderwechsel in der 81. Tour de Suisse: Stefan Küng übernimmt von Prolog-Sieger und BMC-Teamkollege Rohan Dennis das Maillot jaune. Sieger der 2. Etappe in Cham wird Philippe Gilbert.
Aktualisiert: 
11.06.2017, 19:37
11. Juni 2017, 17:49

Der ehemalige Weltmeister Gilbert aus Belgien setzte sich nach 173 hügeligen Kilometern im Sprint des Feldes vor dem Neuseeländer Patrick Bevin und dem Franzosen Anthony Roux durch.

Stefan Küng kam als 34. ebenfalls mit dem Feld ins Ziel. Damit sicherte sich der Thurgauer das Leadertrikot mit einer Sekunde Vorsprung vor dem Australier Michael Matthews, da Rohan Dennis nach einem Massensturz 25 km vor dem Ziel den Anschluss verloren hatte. Dabei zog sich der Australier eine Verletzung am Handgelenk zu.

Als Etappenvierter überzeugte am Sonntag auch Michael Albasini. Der Thurgauer liess im wilden Sprint der knapp 60-köpfigen Spitzengruppe unter anderem dem endschnellen Weltmeister Peter Sagan (8.) und Michael Matthews (10.) hinter sich. Matthews hätte mit einem Platz unter den Top 3 die Gesamtführung übernommen.

"Eine märchenhafte Geschichte"

Küng holte bei seiner ersten Teilnahme an der Schweizer Landesrundfahrt damit Verpasstes nach. Noch am Samstag hatte er sich über seinen 2. Rang im Prolog enttäuscht gezeigt. 24 Stunden später war der Enttäuschung Freude gewichen. "Es ist eine märchenhafte Geschichte", zeigte sich Küng überglücklich.

Das er dabei auch vom Sturz seines Teamkollegen Rohan Dennis profitierte, der am Vortag den Prolog acht Sekunden vor Küng gewonnen hatte, war ihm überhaupt nicht recht. "So ein Trikot zu übernehmen ist natürlich nicht schön", gab er zu. "Ich weiss aber nur zu gut, wie es ist, auf der anderen Seite zu stehen", sagte Küng. Der 23-Jährige war in der Vergangenheit immer wieder von schweren Stürze gebremst worden.

3. Etappe nach Bern

In dieser Saison blieb Küng bisher aber von Verletzungen verschont. So kann er die 3. Etappe am Montag, die über 159,3 km von Menziken nach Bern führt, mit viel Zuversicht und erstmals in Gelb in Angriff nehmen. (sda)


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