Sagan und UCI legen Streit bei

RAD ⋅ Peter Sagan und der Rad-Weltverband UCI legen kurz vor der Verhandlung beim Internationalen Sportgerichtshof CAS ihren Streit um den Ausschluss des Slowaken bei der diesjährigen Tour de France bei.
Aktualisiert: 
05.12.2017, 10:09
05. Dezember 2017, 09:40

Anders als bisher werde der Vorfall bei der Frankreich-Rundfahrt nun als unglücklicher Rennunfall bewertet, teilte Sagans Team Bora-hansgrohe mit.

Der dreifache Strassenweltmeister war nach der 4. Etappe und einem vermeintlichen Ellenbogen-Check gegen den Briten Mark Cavendish im Schlusssprint aus dem Rennen genommen worden. Cavendish erlitt einen komplizierten Bruch des Schulterblatts und fiel mehrere Wochen aus.

Nach Sichtung aller im Rahmen des Verfahrens vor dem CAS eingebrachter Beweise im Zuge der Prozessvorbereitung anerkannten sämtliche Parteien, dass es sich bei diesem Vorfall um einen unglücklichen Rennunfall gehandelt hatte. Festgehalten wurde aber auch, dass die UCI-Kommissäre zum damaligen Zeitpunkt nach bestem Wissen entschieden hatten. So standen detaillierte Videoanalysen zum Zeitpunkt des Ausschlusses gegen Sagan durch die Rennleitung noch nicht zur Verfügung.

Zusätzlicher Experte für Videoanalysen

Der neue UCI-Präsident David Lappartient kündigte als Konsequenz aus dem Vorfall und der folgenden juristischen Auseinandersetzung mit Sagan an, dass die Jury bei World-Tour-Rennen künftig von einem zusätzlichen Experten bei der Videoanalyse unterstützt werden soll. Der Fall Sagan sollte eigentlich am Dienstag vor dem CAS verhandelt werden.

Sagan zeigte sich über die Entwicklung erfreut: "Die Vergangenheit ist bereits vergessen. Es geht darum, unseren Sport in Zukunft besser zu machen. Ich begrüsse, dass mein Fall gezeigt hat, wie schwierig die Arbeit der Kommissäre ist, und die UCI Handlungsbedarf erkannt hat. Es ist schön zu sehen, dass es nun positive Entwicklungen gibt, denn für unseren Sport sind faire und nachvollziehbare Entscheide sehr wichtig, auch wenn die Emotionen einmal hochgehen." (sda/dpa)


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