Solosieg für Aru - Froome neuer Leader

TOUR DE FRANCE ⋅ Fabio Aru gewinnt die erste Bergankunft der 104. Tour de France. Der italienische Meister feiert in den Vogesen einen Solosieg. Zu den Gewinnern gehört auch Chris Froome, der neue Leader der Tour.
Aktualisiert: 
05.07.2017, 17:00
05. Juli 2017, 17:48

Aru ging im knapp 6 km langen Schlussanstieg mit einer durchschnittlichen Steigung von 8,5 Prozent als Erster in den Angriff. Der 27-Jährige Italiener vom Team Astana, der 2015 die Vuelta gewonnen hatte, liess 2,4 km vor dem Ziel mit einem starken Antritt die gesamte Konkurrenz stehen. Das Ziel in La Planche des Belles Filles erreichte Aru mit einem Vorsprung von 16 Sekunden auf den zweitplatzierten Iren Daniel Martin. Vier weitere Sekunden dahinter folgten die Tour-Favoriten angeführt vom britischen Vorjahressieger Chris Froome.

Froome beerbt Teamkollege Thomas

Die 5. Etappe von Vittel nach La Planche des Belles Filles führte im Gesamtklassement erwartungsgemäss zu Verschiebungen. Vom Waliser Geraint Thomas, der seit seinem Sieg im Auftaktzeitfahren am Samstag Leader gewesen war, wechselte das Maillot jaune nach der ersten Bergankunft zu dessen Team-Captain Chris Froome.

In der Gesamtwertung führt der dreifache Tour-de-France-Sieger (2013, 2015 und 2016) nun zwölf Sekunden vor Thomas. Weitere zwei Sekunden dahinter folgt Tagessieger Aru als Dritter. Froomes vermeintlich grösste Herausforderer sind allesamt in den Top 10 klassiert: Richie Porte (0:39 zurück) als Fünfter, Romain Bardet als Siebter (0:47) und unmittelbar dahinter Alberto Contador (0:52) und Nairo Quintana (0:54).

Küng & Co. sorgen für Tempo

Geprägt wurde die bei sommerlichen Temperaturen von 28 Grad durchgeführte 5. Etappe von einer achtköpfigen Fluchtgruppe rund um den früheren Weltmeister Philippe Gilbert aus Belgien. Die letzten Ausreisser wurden jedoch im Schlussanstieg rund 4 km vor dem Ziel eingeholt. Angeführt von den beiden Schweizern Stefan Küng und Michael Schär hatte das amerikanisch-schweizerische Team BMC an der Spitze des Feldes für das nötige Tempo gesorgt, das den Flüchtlingen schliesslich zum Verhängnis wurde.

Nach der ersten Bergankunft dürften am Donnerstag wieder die Sprinter an der Reihe sein. Auf der 216 km langen 6. Etappe von Vesoul nach Troyes warten nur zwei Bergwertungen der 4. Kategorie, ansonsten ist der Kurs weitgehend flach. (sda)


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