Wendy Holdener spricht darüber, wie es ihr vor ihrem ersten Olympia-Einsatz geht

SKI ALPIN ⋅ Zwei Tage vor ihrem ersten Olympia-Einsatz im Riesenslalom in der Nacht auf Montag gewährt Wendy Holdener Einblick in ihr Innenleben. "Ich habe Hochs und Tiefs", gesteht sie.
10. Februar 2018, 13:43

Meist vermitteln Weltklasse-Athleten den Eindruck, zu funktionieren wie ein Uhrwerk. Zuverlässig rufen sie in den Wettkämpfen ihre Bestleistungen ab, dazwischen bringen sie sich mit harter Trainingsarbeit in Topform. Im Fall von Wendy Holdener, seit letzter Saison regelmässige Podestfahrerin im Slalom und in der Kombination, handelt es sich um einen Irrglauben.

"Ich habe Hochs und Tiefs wie jeder andere auch", sagte die 24-jährige Schwyzerin am Samstag am Disziplinentreff der Technikerinnen im House of Switzerland in Yongpyong. "Im Moment fühle ich mich gut", so Holdener weiter. Das war zuletzt nicht immer so. Seit sie ihr Zimmer im Teamhotel ausserhalb des Olympia-Villages bezogen habe und in Südkorea trainiere, habe sie einen sehr guten und einen sehr schlechten Tag gehabt.

Aus dem Negativen herauszufinden, fällt Holdener nicht immer leicht. Hilft Ablenkung nicht, holt sie sich Rat bei einer Sportpsychologin. "Es ist eine Kopfsache", weiss die Kombinations-Weltmeisterin von 2017 auch aus der Erfahrung von acht Weltcupsaisons und 149 Rennen auf der höchsten Stufe. Die professionellen Tipps helfen ihr, die Gedanken besser zu steuern. Auch deshalb fühlt sie sich nach zwei Ausfällen vor vier Jahren in Sotschi gerüstet für ihre zweiten Winterspiele.

Vor allem im Slalom am Mittwoch zählt Holdener zu den aussichtsreichen Medaillenkandidatinnen. Der Riesenslalom vom Montag kommt als Einstieg gelegen: Die Erwartungshaltung ist gering, die Chance auf einen Exploit intakt. "Mein Gefühl sagt mir: Das ist der perfekte Anfang für mich", so Holdener. (sda)


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