Lüthi mit Startverbot in Malaysia

MOTORRAD ⋅ Tom Lüthi erhielt nach seinem Fussbruch kein grünes Licht für den Grand Prix von Malaysia. Franco Morbidelli holte sich damit noch vor dem Moto2-Rennen, das er als Dritter beendete, den WM-Titel.
Aktualisiert: 
29.10.2017, 07:17
29. Oktober 2017, 05:15

Der Rennarzt erteilte Lüthi, der am Samstag im Qualifying einen Bruch im linken Sprungbein erlitt, keine Starterlaubnis für das Rennen am Sonntag. Lüthi hätte von Position 5 aus ins Rennen gehen sollen.

Damit war das Duell um den WM-Titel bereits vor dem Rennstart entschieden. Weil Lüthi nicht antrat, reichten Franco Morbidelli seine 29 Punkte Vorsprung in der WM-Wertung. Der 22-jährige Italiener riskierte nicht viel und beendete das Rennen als Dritter. Wie bereits in Australien feierte KTM einen Doppelsieg dank dem Portugiesen Miguel Oliveira und dem Südafrikaner Brad Binder.

Hoffnung auf schnelle Genesung

Im Hinblick auf die kommenden Wochen muss Lüthi auf eine schnelle Genesung hoffen. Der Emmentaler, dessen linker Fuss eingegipst wurde, reist wie geplant am Sonntag abend in die Schweiz zurück. Ob Lüthi beim Saisonabschluss in zwei Wochen in Valencia starten kann, lässt sich noch nicht sagen. Danach finden in der spanischen Hafenstadt noch die MotoGP-Tests statt. Lüthi fährt 2018 in der Königsklasse, gemeinsam mit Morbidelli, im belgischen Honda-Kundenteam Marc VDS.

Nach Lüthis Verletzung und dem Rückzug von Dominique Aegerter, dessen Teamchef Stefan Kiefer am Freitag im Alter von 51 Jahren völlig überraschend verstorben war, ging Jesko Raffin als einziger Schweizer in Sepang an den Start. Der 21-jährige Zürcher erreichte als 15. zum fünften Mal in dieser Saison in die Punkteränge. (sda)


Leserkommentare

Anzeige: