Nur 40 Minuten mitgehalten

EISHOCKEY ⋅ Trotz einer engagierten Leistung reicht es Hockey Thurgau in Olten nicht zu Punkten. Das 2:6 fällt zu hoch aus, sind die Ostschweizer dem Gegner doch über weite Strecken ebenbürtig. Doch im Schlussdrittel brechen die Gäste ein.

30. November 2016, 06:35
Thomas Ammann/Olten
Nach 40 Spielminuten sah es äusserst vielversprechend aus für Hockey Thurgau auswärts gegen den EHC Olten. 2:2 hiess es da und die Gäste hatten Spiel und Gegner im Griff. Das Spiel spiegelte die momentane Gefühlslage der beiden Teams. Thurgau befindet sich seit einigen Partien im Aufwind und gewann in den letzten sechs Spielen zwölf Punkte. Olten hingegen ist in einer Baisse und gewannen in den letzten neun Partien nur dreimal und insgesamt elf Punkte. Trotzdem trennten die beiden Teams vor der Partie acht Ränge und 23 Punkte, womit die Oltener als klare Favoriten in die Partie gingen.

Wieder ein Fehlstart
Wie schon am Sonntag gegen Ajoie verschliefen die Gäste den Start in die Partie – dieses Mal komplett. Bereits nach vier Minuten hiess es 2:0 für den EHC Olten. Zuerst liess Thurgau-Torhüter Sascha Rochow einen haltbaren Weitschuss auf der Fanghandseite passieren. Und nur 21 Sekunden später wurde Topscorer Justin Feser im Slot sträflich alleingelassen und verwertete ein präzises Zuspiel von Remo Hirt.
Nach diesem kapitalen Fehlstart fanden die Gäste nach und nach ins Spiel und hielten das Geschehen mehr und mehr ausgeglichen. Olten verzeichnete zwar ein Chancenplus, doch auch Thurgau kam wiederholt gefährlich vor das Gehäuse von Matthias Mischler. Adrian Brunner, Toms Andersons und Renato Engler liessen aber die Effizienz vermissen, die nötig ist, um in einem Spiel mit ungleichen Kräfteverhältnissen zu Punkten zu kommen.

Dies änderte sich kurz nach der ersten Pause. Innerhalb von 26 Sekunden stellte Hockey Thurgau auf 2:2. Auf Tim Wiesers Anschlusstreffer folgte ein Konter in Perfektion. Michael Loosli lancierte mit einem herrlichen Pass Alain Bahar, der an Mischler vorbei zum Ausgleich traf. Dieses Mal waren es die Solothurner, die den Start verpatzten. Sie fanden auch in der Folge nicht ins Spiel zurück. Auch ein Timeout von Trainer Maurizio Mansi nützte nichts. Olten war völlig von der Rolle, während die Thurgauer das Spiel kontrollierten. 4:10 lautete das Schussverhältnis in Drittel zwei aus Sicht des Heimteams.

Einbruch im dritten Drittel
Im dritten Drittel konnten die Thurgauer die hohe Pace aber nicht mehr halten. Dazu gesellten sich zwei individuelle Fehler, als zuerst Andrea Glauser seinen Gegenspieler im Rücken vergass und danach ein harmloser Schuss von Thurgauer Verteidigern unglücklich abgefälscht wurde. Diese beiden Gegentore knickten die Hoffnungen der Gäste, die sich fortan in ihr Schicksal ergaben.

Olten – Thurgau 6:2 (2:0, 0:2, 4:0)
Kleinholz – 2602 Zuschauer – Sr. Clément, Kehrli/Schüpbach.
Tore: 4. (3:16) Aeschlimann (Gredig) 1:0. 4. (3:37) Feser (Hirt, Huber) 2:0. 23. (22:11) Wieser (Schläpfer, Rohner) 2:1. 23. (22:37) Bahar (Loosli, Spiller) 2:2. 48. Huber (Feser, Hirt) 3:2. 52. Ulmer (Schwarzenbach, Bagnoud) 4:2. 53. Hirt (Pargätzi, Huber) 5:2. 55. Gedig (Feser, Wüst/Ausschlüsse Truttmann, Forrer, Glauser) 6:2.
Strafen: 7mal 2 Minuten gegen Olten, 5mal 2 Minuten gegen Thurgau.
Olten: Mischler; Pargätzi, Meister; Grieder, Gedig; Chuard, Kobach; Bagnoud, Schnyder; Schwarzenbach, Hürlimann, Ulmer; Wüst, Schneuwly, Truttmann; Huber, Feser, Hirt; Aeschlimann, Mäder, Leonelli.
Thurgau: Rochow; Gossweiler, Glauser; Parati, Bucher; Forrer, Nater; Rampazzo, Wollgast; Arnold, Brunner, Andersons; Engler, Himelfarb, Küng; Wieser, Schläpfer, Rohner; Loosli, Bahar, Spiller.
Bemerkungen: Thurgau ohne Vaskivuo (verletzt) und Urech (überzählig).

 
 

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