Hockey Thurgau kehrt auf Siegerstrasse zurück

HOCKEY THURGAU ⋅ Mit dem 3:2-Derbyerfolg feiert Hockey Thurgau den dritten Sieg innerhalb der letzten vier NLB-Runden. Dagegen hält die Talfahrt des EHC Winterthur an.

20. November 2016, 20:22
Markus Rutishauser
Der Erfolg der Thurgauer ging in Ordnung. Sie waren in den ersten 40 Minuten das bessere Team, verpassten es aber nach dem 3:0 den Sack zuzumachen. Winterthur witterte nach dem schnellen Treffer im Schlussdrittel nochmals seine Chance. Schliesslich mussten die Zürcher aber zum elften (!) Mal in Serie als Verlierer vom Eis, weil sie in der Endphase zu viele Strafen kassierten. Für Thurgau geht es am Dienstag mit dem Auswärtsspiel gegen die EVZ Academy weiter, das Team von Michel Zeiter empfängt am Freitag den SC Langenthal.

Parati mit zweitem Saisontor
Die Gastgeber waren zu Beginn das aktivere Team. Schon nach 25 Sekunden hatte Eric Himelfarb das frühe Führungstor auf dem Stock. Winterthur kam zwar später, aber dafür sehr gut in die Gänge. Weil bei Thurgau in der Defensivzone die Zuordnung nicht immer stimmte, stand Goalie Sascha Rochow öfters im Mittelpunkt. Jubeln durften in der 13. Minute aber zuerst die Gastgeber, als Verteidiger Patrick Parati wuchtig zum 1:0 traf. Damit kippte das Momentum in diesem attraktiven Derby wieder. Vaskivuo und Adrian Brunner standen dem zweiten Treffer nahe. Erst in der Schlussphase kamen die Eulachstädter wieder auf.

Thurgauer Doppelschlag
Das Team von Stephan Mair zeigte auch im zweiten Abschnitt einen couragierten Auftritt, sündigte aber weiterhin im Abschluss. Wie schon im Startdrittel fanden die Winterthurer erst mit Verzögerung den Faden. Aber ein starker Keeper Rochow verhinderte mehrmals den Ausgleich. Stattdessen setzten die Gastgeber zu einem Doppelschlag an. Zuerst lenkte Vaskivuo im Slot einen Distanzschuss von Sacha Wollgast unhaltbar ab und dann durfte nur 91 Sekunden später endlich auch wieder einmal Himelfarb jubeln, als er einen Abpraller von Torhüter Remo Oehninger zum 3:0 über die Linie wischte.

Winterthur wittert Chance
Eine unglückliche Figur machte zu Beginn des dritten Drittels Jens Nater. Zuerst verlor er ein Laufduell gegen den Winterthurer Topscorer Gian-Andrea Thöny, was dieser zum Anschlusstreffer nützte. Und dann kassierte der Verteidiger die erste Strafe der Partie, was die Zürcher aber nicht auszunützen verstanden. In der Folge häuften sich die Ausschlüsse. Reto Engeler vergab während des ersten Thurgauer Powerplays im Slot die beste Chance, das Derby zu entscheiden. Stattdessen hiess es rund zwölf Minuten vor Schluss dank Alex Hutchings nur noch 3:2. Die spannende Schlussphase war damit eingeleitet. Mit viel Kampf und dank Rochow überstand Thurgau aber alle Prüfungen auf dem Weg zu diesem wichtigen Sieg.

Hockey Thurgau – EHC Winterthur 3:2 (1:0, 2:0, 0:2)
Güttingersreuti, Weinfelden. – 1083 Zuschauer. – Sr. Koch, Potocan; Kehrli, Obwegeser.
Tore: 13. Parati (Vaskivuo) 1:0. 35. Vaskivuo (Wollgast, Küng) 2:0. 36. Himelfarb (Brunner) 3:0. 41. Thöny 3:1. 48. Hutchings (Wichser) 3:2.
Strafen: 4-mal 2 Minuten gegen Thurgau, 5-mal 2 Minuten gegen Winterthur.
Thurgau: Rochow; Parati, Nater; Gossweiler, Glauser; Wollgast, Forrer; Urech; Andold, Himelfarb, Brunner; Vaskivuo, Küng, Andersons; Engler, Schläpfer, Rohner; Wieser, Bahar, Spiller; Loosli.
Winterthur: Oehninger; Leu, Gähler; Büsser, Bircher; Steinauer, Hurter; Schärer, Zuber; Hartmann, Keller, Bader; Thöny, Wichser, Hutchings; Lemm, Hoffmann, Staiger; Beeler, Theodoridis, Ganz.
Bemerkungen: Thurgau ohne Bucher (verletzt). – Winterhur ab 59:20 ohne Torhüter.
 
 
 
 

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