Fatale Niederlage im Kellerduell

EISHOCKEY ⋅ Hockey Thurgau verliert das Sechs-Punkte-Spiel in Visp mit 0:3 und damit auch die Playoff-Plätze aus den Augen. Mangelnde Effizienz und Qualität machten den Unterschied aus.

28. Oktober 2016, 22:23
Thomas Ammann
Der Blick auf die Tabelle verdeutlichte die Brisanz dieser Begegnung zwischen dem zehntplatzierten EHC Visp und dem elftplatzierten Hockey Thurgau. Beide Teams stecken im Tabellenkeller und sind im Kampf um die Playoff-Plätze dringend auf Punkte angewiesen. Sechs Punkte trennten die Tabellennachbarn vor der Partie. Neun waren es rund zwei Stunden später. Es war keine zwingende Niederlage, zeigten die Ostschweizer in den ersten 30 Minuten doch sehr passable Angriffe. Sie verpassten es jedoch, ihre Gelegenheiten in Tore umzumünzen. Dank einem starken Torhüter Sascha Rochow blieb das Spiel immerhin lange Zeit offen.

Ausgeglichenes Startdrittel
Das erste Drittel gestalteten die Gäste sehr ausgeglichen. Sie kamen früh auch zu zwei Überzahlgelegenheiten, konnten aber nicht reüssieren. Die besten Chancen vergaben Andreas Küng und Patrick Parati, welche jeweils am gut reagierenden Visp-Torhüter Lukas Meili scheiterten. Eine Lektion in Sachen Powerplay bekamen die Thurgauer danach vom Heimteam erteilt. Die Visper schnürten die Gäste während zwei Minuten richtiggehend im eigenen Drittel ein und kamen zu mehreren ausgezeichneten Gelegenheiten. Immer wieder provozierten sie Abpraller bei Rochow. Gerade als die Strafe abgelaufen war, nutzte Jon Rheault einen dieser Abpraller aus und schoss das Heimteam in Front.

Auch in Drittel zwei starteten die Thurgauer durchaus vielsprechend. Zu zweit standen sie plötzlich alleine vor dem gegnerischen Tor, doch die Neuverpflichtung Mike Vaskivuo konnte den Puck nicht im Gehäuse unterbringen. Die Thurgauer überboten sich in dieser Phase teilweise gegenseitig im Auslassen bester Gelegenheiten. Toms Andersons entwischte der Verteidigung in Unterzahl, hatten Meili bereits umspielt, nur um den Puck dann dem am Boden liegenden Torhüter an den Schoner zu schiessen. Aber auch das Heimteam glänzte nicht gerade mit Effizienz. Doch sie münzten ihre Chancen ab und an in Tore um. Einen Konter und die folgende Zwei-gegen-Eins-Situation nutzte Alexei Kovalev eiskalt aus und sorgte für den 2:0-Vorsprung zur zweiten Drittelspause.

Blasses Ausländerduo
Das dritte Drittel war dann arm an Höhepunkten. Visp brachten den Vorsprung abgeklärt über die Zeit und überstand auch eine kurze doppelte Unterzahlsituation schadlos. Kurz vor Schluss gelang ihnen die Siegsicherung ins leere Tor.

Visp war zwar anzumerken, dass sie nicht in bester Verfassung sind. Die Partie lief insgesamt auf bescheidenem Niveau ab. Doch sie hielten ab Spielmitte das Geschehen weitgehend fern vom eigenen Tor und hatten insgesamt mehr Qualität in ihrem Kader. Während das Visper Ausländerduo die ersten beiden Treffer erzielte, blieben Eric Himelfarb und Mike Vaskivuo auf Thurgauer Seite sehr blass. Sie sind den Beweis heute schuldig geblieben, ihre Verpflichtung und Investition wert zu sein. In der Tabelle beträgt der Rückstand von Hockey Thurgau auf die Playoff-Ränge nun bereits zehn Punkte.
 
EHC Visp – Hockey Thurgau 3:0 (1:0, 1:0, 1:0)
Litternahalle, Visp. – 1398 Zuschauer. – Sr. Clément; Micheli, Pitton.
Tore: 14. Rheault (Camperchioli, Kovalev) 1:0. 34. Kovalev (Rheault) 2:0. 59. Holdener (Botta, Fuhrer) 3:0.

Strafen: 5mal 2 Minuten gegen Visp, 4mal 2 Minuten gegen Thurgau. 

Visp: Meili; Camperchioli, Dubois; Wiedmer, Heynen; Tim Bucher, Kühni; Lindemann; Kovalev, Tobias Bucher, Rheault; Thibaudeau, Neher, Dolana; Holdener, Furrer, Botta; Alihodzic, Ritz, Sturny; Burgener.

Thurgau: Rochow; Gossweiler, Glauser; Parati, Roman Bucher; Nater, Forrer; Vaskivuo, Brunner, Andersons; Engler, Himelfarb, Rohner; Schläpfer, Küng, Spiller; Wieser, Urech, Bahar.

Bemerkungen: 40. Pfostenschuss Camperchioli (V).
 

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