Ein starkes Drittel ist zu wenig

HOCKEY THURGAU ⋅ Die Mini-Siegesserie von Hockey Thurgau ist gestern zu Ende gegangen. Das Team von Stephan Mair unterlag in Langenthal mit 2:6. Die Ostschweizer durften jedoch bis zur 50. Minute auf einen Punkt hoffen.

18. November 2016, 22:40
Obschon Langenthal von Beginn weg dominierte, hielten die Thurgauer diesem Druck dank einer soliden Defensive stand. Bis zur 14. Minute, ehe Jeff Campbell zum 1:0 traf. Kurz darauf verpassten die Ostschweizer in Überzahl den schnellen Ausgleich, weil Eric Himelfarb das leere Tor nicht traf. Für diesen Fauxpas wurde sein Team wenig später bestraft, als man einerseits die Scheibe in der eigenen Zone fahrlässig verlor und Keeper Sascha Rochow beim Distanzschuss von Michael Völlmin zudem nicht gut aussah. Statt eines durchaus möglichen Unentschiedens ging das Team von Stephan Mair mit einem Zweitore-Rückstand in die erste Pause.

Offenbar hatte der Südtiroler in der Kabine die richtigen Worte gefunden. Thurgau dominierte nach Wiederbeginn das Geschehen. Weil aber sowohl Patrick Parati als auch Eric Arnold gleich in den ersten 90 Sekunden zwei hochkarätige Chancen ausliessen, blieb es beim 0:2-Rückstand. Wie man Tore schiesst, zeigten die Oberaargauer in der 24. Minute. Sacha Wollgast störte im Zweikampf Dario Kummer zu wenig und dieser bezwang Rochow mit einem satten Schuss in die lange Ecke. Trotz dieses Rückschlags steckte Thurgau nicht auf. Kevin Rohner verkürzte mit seinem zweiten Saisontor verdient zum 3:1 (32. Minute). Es hätte sogar noch besser kommen können, weil Langenthal wenig später eine Strafe kassierte. Doch Himelfarb beendete diese Überzahl nach lediglich zehn Sekunden mit einem Foul hinter dem gegnerischen Kasten. Besser machte es in der 37. Minute der zweite Ausländer Mike Vaskivuo, der in Überzahl backhand den Anschlusstreffer erzielte und damit die Hoffnung auf einen Thurgauer Punktgewinn in die Schorenhalle zurückbrachte.

Favorit mit starkem Endspurt
Eine Hoffnung, die schon nach 90 Sekunden im Schlussdrittel beinahe wieder geknickt worden wäre. Arnaud Montandon zielte mit seinem harten Slapshot aus wenigen Meter aber neben das Tor. Die Gastgeber waren nun jedoch entschlossen, den erwarteten Heimsieg über Thurgau möglichst früh zu sichern. Phasenweise schnürten sie ihren Gegner ein. Vorerst ohne zählbaren Erfolg. So durften die Ostschweizer weiter an einer Überraschung schnuppern. Bis in die Schlussphase hinein. Dann aber machte der Favoriten den Sack innerhalb von 131 Sekunden zu. Sowohl beim 4:2 von Philipp Rytz, der gleich drei Gegenspieler umkurvte, als auch beim 5:2 von Vincenzo Küng, der Gossweiler die Scheibe abluchste, sündigte die Thurgauer Defensive.

Für Hockey Thurgau geht es bereits morgen Sonntag, 17 Uhr, mit dem wichtigen Heimspiel gegen den EHC Winterthur weiter. Gegen die Eulachstädter muss das Team von Stephan Mair gewinnen, will es im Kampf um ein Playoff-Ticket nicht noch weiter zurückfallen.

SC Langenthal – HC Thurgau 6:2 (2:0, 1:2, 3:0)
Schoren. – 1921 Zuschauer. – Sr. Hebeisen; Schüpbach, Wermeille. Tore: 14. Campell (Currit, Kelly) 1:0. 17. Völlmin (Campbell, Kelly) 2:0. 24. Kummer (Füglister, Ahlström) 3:0. 32. Rohner (Schläpfer) 3:1. 37. Vaskivuo (Bahar; Ausschluss Pienitz) 3:2. 50. Rytz (Campbell, Kelly) 4:2. 52. Küng (Gerber) 5:2. 58. Kämpf (Füglister, Montandon; Ausschluss Nater) 6:2.
Strafen: 4-mal 2 Minuten gegen Langenthal, 4-mal 2 Minuten gegen Thurgau.
Langenthal: Wildhaber; Rytz, Cadonau; Marti, Völlmin; Ahlström, Pienitz; Currit; Tschannen, Campbell, Kelly; Kämpf, Montandon, Pivron; Füglister, Dünner, Kummer; Gerber, Küng, Primeau; Duarte.
Thurgau: Rochow; Gossweiler, Glauser; Parati, Nater; Wollgast, Forrer; Urech; Arnold, Himelfarb, Brunner; Vaskivuo, Küng, Andersons; Spiller, Schläpfer, Rohner; Müller, Bahar, Wieser.
Bemerkungen: Thurgau ohne Engler und Bucher (verletzt).

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