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Tagblatt Online
13. September 2016, 22:29 Uhr

Defensive Aussetzer verhindern Überraschung

Hockey Thurgau musste sich am 3. NLB-Spieltag erstmals geschlagen geben. Das Team von Stephan Mair unterlag in Weinfelden dem EHC Visp knapp mit 2:3. Zwei der drei Gegentore fielen nach defensiven Aussetzern. Eric Arnold traf für Thurgau doppelt.

MARKUS RUTHISHAUSER

Die Startphase gehörte klar den Thurgauern. Visps Keeper Matthias Schoder stand deutlich öfters im Mittelpunkt als sein Gegenüber Kevin Huber. Die beste Möglichkeit vergab Andri Spiller in der 3. Minute. Die Walliser, welche nur mit einem Ausländer (William Rapuzzi) antraten, bekundeten gegen die aufsässigen Einheimischen einige Mühe und konnten sich spielerisch kaum entfalten.

Ein Aussetzer in der Thurgauer Abwehr stellte den Spielverlauf in der 6. Minute allerdings auf den Kopf. Cédric Bracher profitierte und bezwang Huber mit einem präzisen Hocheckschuss zum 0:1. Auf den Gegentreffer reagierten die Thurgauer vehement. Erneut Andri Spiller verpasste den Ausgleich nur um Zentimeter. Daneben liessen das Team von Headcoach Stephan Mair zwei Überzahlmöglichkeiten ungenutzt verstreichen. Und prompt kassierte man das 0:2 durch Makai Holdener, dem ein kapitaler Fehlpass von Alain Bahar voraus ging. Die restlichen fünf Minuten des Startdrittels brauchte Thurgau primär, um den Schock der beiden unnötigen Gegentreffer zu verdauen.

Arnold bricht Bann
Nach überstandener Unterzahl drückte Thurgau auch im zweiten Drittel aufs Tempo. Die Chancenauswertung blieb aber weiter mangelhaft. So brachte Davos-Leihgabe Sin Schläpfer in zwei Anläufen innert weniger Sekunden die Scheibe nicht an Schoder vorbei. Besser machte es in der 32. Minute Eric Arnold, der backhand den Anschlusstreffer erzielte. Keeper Schoder wurde dabei von einem eigenen Spieler behindert.

Von den Wallisern kam offensiv überraschend wenig. Die beste Chance zum dritten Treffer hatte das Team von John Fust ausgerechnet während einer Unterzahl, als sie einen schnellen Konter lancierten und in zwei Anläufen am starken Goalie Huber scheiterten.

Freude nur von kurzer Dauer
Die Thurgauer besassen damit zu Beginn des Schlussdrittels immer noch eine realistische Chance, dem Favoriten aus dem Wallis ein Bein zu stellen. Allerdings mussten sie gleich zu Beginn zwei heikle Situationen überstehen, die ihren Ursprung wieder in Fehlpässen in der eigenen Zone hatten. In der 44. Minute machte erstmals Visp-Topscorer William Rapuzzi auf sich aufmerksam. Allerdings im negativen Sinn, wanderte er doch für seinen unmotivierten Crosscheck für zwei Minuten auf die Strafbank. Mit Folgen: Zwei Sekunden vor Ablauf der Überzahl erzielte Eric Arnold seinen zweiten Treffer zum 2:2.

Die Freude war allerdings nur von kurzer Dauer. Ebenfalls im Powerplay erzielte Luca Camperchioli mit einem wohl noch leicht abgelenkten Slapshot nahe der blauen Linie den erneuten Führungstreffer für Visp. Das 2:3 verlieh den Gästen neuen Schwung. In der Folge standen sie dem vierten Treffer deutlich näher als Thurgau dem Ausgleich. Mangelnden Einsatz durfte man den Gastgebern in der Schlussphase nicht vorwerfen. Sie machten nochmals Kräfte frei und kämpften bis zum Schluss um jeden Scheibe. Zum Ausgleich reichte es aber auch während 93 Sekunden mit sechs gegen vier Feldspieler nicht mehr.

Hockey Thurgau – EHC Visp 2:3 (0:2, 1:0, 1:1)
Güttingersreuti. – 763 Zuschauer. – Sr. Boverio; Fuchs, Krotak.
Tore: 6. Bracher 0:1. 15. Holdener (Dolana, Rapuzzi) 0:2. 32. Arnold (Küng) 1:2. 45. Arnold (Wollgast, A. Brunner; Ausschluss Rapuzzi) 2:2. 48. Camperchioli (Dolana, Rapuzzi; Ausschluss Wieser) 2:3.
Strafen: 3-mal 2 Minuten gegen Thurgau, 7-mal 2 Minuten gegen Visp.
Thurgau: Huber; Parati, Wollgast; Guyenet, Glauser; Gossweiler, Nater; Ulrech, Bucher; Arnold, Brunner, Andersons; Engler, Küng, Wieser; Spiller, Bahar, Rohner; Loosli, Brändli, Schläpfer.
Visp: Schoder; Camperchioli, Dubois; Wiedmer, Burren; Tim Bucher, Wyssen ; Kühni, Heynen ; Dolana, Rapuzzi, Holdener; Tobias Bucher, Neher, Furrer; Lindemann, Alihodzic, Bracher; Burgener, Ritz, Sturny.
Bemerkungen: 48. Pfostenschuss Bracher (Visp). - Thurgau mit den Davos-Leihspielern Nater und Schläpfer. - Visp ohne Rheault (USA, verletzt). – Thurgau ab 58:33 ohne Torhüter.
 


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