Aufwärtstrend hält an

Hockey Thurgau setzt seine Aufholjagd in der NLB fort und besiegt den Tabellensechsten EVZ Academy auswärts 4:1. In Abwesenheit des verletzten Mike Vaskivuo trifft Eric Himelfarb doppelt.

22. November 2016, 22:44
Markus Rutishauser
Die Thurgauer haben mit dem vierten Sieg innerhalb der vergangenen fünf Runden den Rückstand auf den Trennstrich auf sieben Punkte reduzieren können. Der 4:1-Erfolg beim Farmteam des NLA-Clubs EV Zug war der fünfte Saisonerfolg auf fremdem Eis. Am kommenden Sonntag um 17 Uhr, im Heimspiel gegen den Tabellenachten Ajoie, winkt der Mannschaft von Trainer Stephan Mair die Chance, weiter Boden gutzumachen.

In Zug waren die Gäste aus der Ostschweiz zu Beginn das offensiv aktivere Team. Schon nach 35 Sekunden hatte Eric Arnold den Führungstreffer auf dem Stock, scheiterte aber an Zugs Keeper Noël Bader. Es entwickelte sich ein flüssiges Spiel ohne viele Höhepunkte. Irgendwie typisch, dass das 1:0 durch Andri Spiller in der 13. Minute aus dem Nichts fiel. Der Thurgauer traf mit einem Distanzschuss von der blauen Linie. Die Einheimischen reagierten auf diesen Rückstand vehement. Es brauchte eine Glanzparade von Goalie Sascha Rochow gegen den völlig freistehenden Sandro Forrer und zwei, drei weitere Interventionen, damit Thurgau den knappen Vorsprung mit in die erste Pause nehmen konnte.

Zwei Treffer innert elf Sekunden
Die Zuger Talente waren zwar weiterhin bemüht, doch offensiv fehlte es ihnen an Durchschlagskraft. So wurde Thurgaus Torhüter Rochow während der zweiten Unterzahlsituation gleich zu Beginn des Mitteldrittels kaum einmal geprüft. Auf der anderen Seite brachte Kevin Rohner die Scheibe aus kürzester Distanz ebenfalls nicht über die Linie. In der gleichen Minute machte es Alain Bahar aber besser. Er profitierte von einem perfekten Steilpass von Spiller und traf solo genau in den Winkel.

Das 2:0 in der 26. Minute hinterliess bei den Innerschweizern Spuren. Auch ihr drittes Powerplay war alles andere als zwingend. Dafür wurden sie wenig später hart bestraft: Mit zwei Treffern innerhalb von nur elf Sekunden erhöhte Eric Himelfarb auf 4:0 und stellte damit die Weichen endgültig auf Sieg. Academy-Headcoach Björn Kinding ersetzte daraufhin Goalie Bader durch Daniel Muff.

Sechseinhalb Minuten fehlen zum Shut-out
Die Frage nach dem Sieger war spätestens nach der vierten verpassten Überzahlchance der Zuger gefallen. Danach ging es nurmehr darum, ob Thurgau erstmals in dieser Saison ohne Gegentreffer bleibt. Dieses Kunststück schafften sie dann allerdings nicht. Sechseinhalb Minuten vor der Schlusssirene stocherte Fabio Arnold die Scheibe über die Linie und versalzte damit Thurgaus Goalie Rochow die Suppe doch noch.
Bei Thurgau gefiel nebst dem starken Torhüter auch die vierte Linie, die für zwei der vier Tore verantwortlich zeichnete. Andri Spiller traf einmal und spielte zweimal den entscheidenden Pass.

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