Aufholjagd jäh gestoppt

EISHOCKEY ⋅ Beim 2:4 in Martigny ist Thurgau weit weg vom Punktgewinn – bis am Schluss nochmals Hoffnung aufkeimt.

18. September 2016, 15:50

EISHOCKEY. Als Wladislaw Zorin nach vier Minuten im letzten Drittel zum 3:0 für Martigny traf, schien das Spiel gegen Thurgau gelaufen zu sein.

Die Ostschweizer rannten dem NLB-Topteam aus dem Unterwallis erfolglos hinterher. Zoom

Die Ostschweizer rannten dem NLB-Topteam aus dem Unterwallis erfolglos hinterher. (SPORTS-MEDIA.ch / André Twerenbold)

.

Dem 1:0 durch den früheren Fribourg-Junior Sandro Brügger liess Martigny nach Spielmitte das 2:0 durch den ehemaligen ZSC-Flügel Patrick Schommer folgen. Mehr machte das Heimteam bis zur zweiten Pause nicht aus seiner Überlegenheit. Thurgau liess sich aber auch nicht weiter distanzieren, weil es diszipliniert auftrat. Einerseits kassierten die Gäste während der ganzen Begegnung nur vier Strafminuten, andererseits ging auch ihr Defensivkonzept lange auf.

Bahars Tor zum 1:3 verleiht Thurgau Auftrieb

Hingegen war Thurgau in den ersten zwei Dritteln weit entfernt von einem Treffer. Der Mannschaft von Trainer Stephan Mair fehlt ohne ausländische Verstärkung die Durchschlagskraft im Angriff, um gegen die Crème de la Crème der NLB einen Coup zu landen. Die letzte Hoffnung auf einen Punktgewinn wurde mit Zorins 3:0 kurz nach Beginn des letzten Spielabschnitts begraben.

Doch just als keiner der 1239 Zuschauer im Forum d'Octodure den Ostschweizern mehr etwas zutraute, kamen die Gäste auf. Alain Bahar traf in der 52. Minute auf Vorlage der Davoser Leihgabe Sin Schläpfer zum 1:3. Der Auftrieb dieses Treffers war frappant.

Ein Shorthander im dümmsten Moment

Und als Martignys Simon Fischer zwei Minuten später auf die Strafbank musste, winkte gar der Anschlusstreffer. Doch stattdessen erzielte Jozef Balej in Unterzahl das 4:1. Der Effort der Thurgauer war damit verpufft und Eric Arnolds 2:4 nur 111 Sekunden später lediglich Makulatur. Nebst der Niederlage hatte Thurgau auch noch den verletzungsbedingten Ausfall von Neuzuzug Tim Wieser zu beklagen. Genauere Abklärungen folgen heute. (mat)


Leserkommentare

Anzeige: