Thurgaus Aufwand nicht belohnt

EISHOCKEY ⋅ Der HC Thurgau unterliegt im TV-Spiel der NLB dem Tabellenzweiten Olten 0:2. Bis kurz vor Mitte des Schlussdrittels sind die Thurgauer das offensiv bessere Team.
06. Dezember 2017, 22:48
Thomas Werner
46 Minuten lang waren die Thurgauer einem Torerfolg näher als die Oltener. Dreimal trafen Spieler von Trainer Stephan Mair nur den Pfosten, fünfmal hatten sie die Gelegenheit, in Überzahl zu agieren. Die verletzungsgeschwächten Gäste hatten bis dahin offensiv wenig zu bieten, nach zwei Dritteln standen lediglich 14 Abschlussversuche auf ihrem Konto. 

Defensiv hat allerdings aktuell keine Mannschaft etwas Besseres zu bieten als die Mannschaft von Trainer Bengt-Ake Gustafsson. Vor 869 Zuschauern in der Weinfelder Güttingersreuti holten die Oltener den sechsten Sieg in Folge. Dabei kassierten sie in keiner dieser Begegnungen mehr als einen Gegentreffer. So genügten den Gästen ein Powerplay-Tor von Martin Ulmer – kurz nachdem Thurgaus Topskorer Andri Spiller nur den Pfosten getroffen hatte – und ein Tor von Tim Stapleton zum Erfolg.
 

Schwendener erneut ein grosser Rückhalt

Thurgau zeigte sich vom intensiven Kampf gegen Winterthur bestens erholt. Das war auch nötig, schlugen doch die Oltener zu Spielbeginn einen deutlich höheren Rhythmus an als die Zürcher drei Tage zuvor. Mit Disziplin und grosser Laufbereitschaft begegneten die Thurgauer aber dem konsequenten Forechecking des Tabellenzweiten.

Hielt in den Startminuten noch Goalie Janick Schwendener sein Team mit sicheren Interventionen im Spiel, erarbeiteten sich seine Kollegen gegen Ende des Startdrittels ein leichtes Chancenplus. Nicht zuletzt dank zwei Powerplay-Gelegenheiten. Jaedon Deschenau und Daniel Steiner scheiterten aber an Olten-Goalie Matthias Mischler, Steiner traf zudem noch den Pfosten.
Auch im Mitteldrittel waren die Thurgauer dem 1:0 näher. So landete ein Slapshot von Verteidiger Patrick Parati an der Torumrandung. Das Heimteam machte auch läuferisch den besseren Eindruck. Die favorisierten Oltener konnten das Fehlen von zehn verletzten Akteuren nicht kaschieren. Ihr Klein-Klein-Spiel war zu oft auf Zufall gestützt und brachte so die Thurgauer Defensive die längste Zeit kaum in Bedrängnis.
 

Am Freitag in die Ajoie, am Samstag gegen Visp

Nach einem Tag Pause geht’s für Thurgau mit zwei Spielen gegen die Tabellennachbarn weiter. Am Freitag gastieren die Ostschweizer beim Tabellenvierten Ajoie, einen Tag später folgt das Heimspiel gegen das sechstplatzierte Visp. Können die Thurgauer ihre Konstanz in den kommenden Wochen bestätigen, ist Platz vier keine Utopie. Die Steigerung gegenüber der vergangenen Saison, als der HCT nach 25 Spielen erst 21 Punkte hatte, ist beeindruckend. Jetzt sind es schon 36.

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