Die Pflicht souverän erfüllt

EISHOCKEY ⋅ Der HC Thurgau feiert beim 5:1 gegen den Tabellenletzten Ticino Rockets seinen dritten Sieg in Serie. Für das Heimteam treffen fünf verschiedene Spieler.
16. Oktober 2017, 06:42
Markus Rutishauser
In der Tabelle machte der HC Thurgau mit dem fünften Saisonerfolg weitere Positionen gut und liegt nur noch zwei Punkte hinter dem drittplatzierten Olten auf Rang fünf. Die Mannschaft von Headcoach Stephan Mair kann morgen mit breiter Brust zum NLB-Leader Rapperswil-Jona reisen. Ein Punktgewinn scheint in der aktuellen Form nicht unmöglich. Spielbeginn in Rapperswil ist um 19.45 Uhr.

Gegen die Ticino Rockets

war Thurgau im unterhaltsamen Startdrittel das dominierende Team. Andri Spiller nach einem als Schuss getarnten Zuspiel von Daniel Steiner und Alain Bahar aus einem Gestocher heraus brachten die Gastgeber bis zur zwölften Minute 2:0 in Führung. Die Gäste besassen bis dahin keine nennenswerte Chance. Da kam ihnen ein Fehler von HCT-Verteidiger Pascal Blaser gerade recht. Blaser liess sich als hinterster Mann die Scheibe abluchsen. Robin Fuchs nutzte die Gelegenheit zum Anschlusstreffer.

Wind aus den Tessiner Segeln genommen

Die Thurgauer reagierten aber postwendend. Michael Loosli erkämpfte sich den Puck an der eigenen blauen Linie und bediente nach seinem Solo den mitgelaufenen Daniel Steiner, der beim 3:1 in der 16. Minute die Scheibe aus einem Meter cool einschob. Den Schwung nahm das Heimteam ins Mitteldrittel mit. Bis zur Strafe gegen Bahar in der 24. Minute standen sie dem vierten Treffer deutlich näher als die Tessiner dem abermaligen Anschlusstor. Auch die zweite Unterzahl überstand der HCT dank läuferischer und physischer Präsenz problemlos. Bei numerischem Gleichstand war er dann wieder das deutlich bessere Team. Bei der nächsten Unterzahlsituation verpasste Andri Spiller nach einem Puckverlust des ehemaligen HCT-Verteidigers Clarence Kparghai einen Shorthander knapp – er traf den Pfosten. Spätestens als Eric Arnold während eines Powerplays ebenfalls nur die Torumrandung traf, wäre die Thurgauer Dreitoreführung hochverdient gewesen. Dass diese bis zur zweiten Sirene nicht zustande kam, hatten die Tessiner auch ihrem Goalie Connor Hughes zu verdanken.

Doppelschlag in der Schlussphase

An der Thurgauer Dominanz änderte sich auch im dritten Abschnitt nichts. Goalie Janick Schwendener wurde so gut wie gar nie geprüft. Der einzige Vorwurf, den sich die Einheimischen gefallen lassen mussten, war die Tatsache, dass sie zu lange den vierten Treffer nicht erzielten. So bestand stets die latente Gefahr des Tessiner Anschlusstreffers. Dann aber besiegelte der Kanadier Cam Braes gut acht Minuten vor dem Ende nach einem perfekten Konter mit dem 4:1 die Tessiner Niederlage. Patrick Brändli schraubte das Skore am Ende auf 5:1 hoch.

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