Wackers Reise in die Ukraine endet mit Frust

HANDBALL ⋅ Sportlich lohnt sich für die Handballer von Wacker Thun das Wochenende in der Ukraine nicht. Die Thuner scheiden mit 22:23 und 22:22 in der 2. Qualifikationsrunde des EHF-Cups gegen Saporoschje aus.

Aktualisiert: 
09.10.2016, 21:00
10. Oktober 2016, 06:17

Frustriert mussten die Thuner die Heimreise in die Schweiz antreten. Aus finanziellen Gründen hatten sie sich darauf eingelassen, beide Partien auswärts zu spielen. Wacker hatte Saporoschje ursprünglich in die Schweiz eingeladen; die Ukrainer lehnten das Angebot indessen ab.

Sportlich stand Wacker Thun am Sonntag dann aber mit leeren Händen da. Trotz viel Kampfgeist und grossem Engagement schieden die Thuner mit dem Gesamtskore von 44:45 aus.

Thun fehlte es an Cleverness. Im Hinspiel vom Samstag war Wacker eine Viertelstunde vor Schluss 18:16 vorne gelegen. 24 Stunden später führte Thun nach 44 Minuten wieder 15:13. Dann folgte indessen zuerst ein Doppelausschluss gegen Thun und schliesslich auch noch ein Wechselfehler. Saporoschje glich aus und rettete den Minimalvorsprung im Gesamtskore glückhaft über die Zeit.

Als bedeutungsvoll erwies sich die dünne Personaldecke im Rückraum bei Thun. Mit nur vier Rückraumspielern reiste Wacker in den Osten. In beiden Partien fiel aber Nikola Isailovic im Finish aus. Am Samstag wurde er nach drei Fouls disqualifiziert; am Sonntag zog er sich in der zweiten Halbzeit eine Verletzung zu.

Auch Pfadi in Rücklage

Auch für den zweiten Schweizer Vertreter im EHF-Cup sieht es alles andere als gut aus. Pfadi Winterthur handelte sich am Plattensee in Ungarn gegen Balatonfüredi eine hohe Hypothek fürs Rückspiel ein.

Winterthur verlor mit fünf Toren Unterschied (23:28); zehn Minuten vor Schluss lag Pfadi sogar mit 18:27 in Rückstand. Das Rückspiel findet nächsten Sonntag in Winterthur statt. (sda)


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