Kiels Handballer für Kadetten zu stark

HANDBALL ⋅ Die Kadetten verlieren in der Champions League trotz guter Leistung auch das fünfte Spiel. In Kiel resultierte eine 29:32-Niederlage. Der Schweizer Meister stellt den THW phasenweise vor Probleme.

22. Oktober 2016, 19:30

Der europäische Parcours bleibt aus der Optik der Schaffhauser eine kaum zu lösende Aufgabe. Die Nummer 1 der Schweiz hat in der Gruppe A im Vergleich mit den europäischen Topklubs weiterhin wenig bis nichts auszurichten. Mehr als eine Ehrenmeldung ist derzeit nicht in Sicht, im nächsten Heimspiel empfangen die letztklassierten Kadetten die Weltklasse-Auswahl von Flensburg-Handewitt - ein Achtelfinalvorstoss ist nahezu utopisch.

Überraschend kommt die Null-Bilanz nicht, sie entspricht weitgehend den Prognosen. Schaffhausens Manager Gabor Vass hatte im Vorfeld von "der besten Europacup-Gruppe aller Zeiten" gesprochen und lag kaum falsch. Einzig der dänische Vertreter Bjerringbro-Silkeborg (24:25) bewegte sich in Reichweite, Ungarns Titelhalter Veszprem (28:32), Paris (25:35), Barcelona (25:38) und Kiel wirtschaften in jeglicher Beziehung in einer anderen Preisklasse.

Gemessen an der klaren Rollenverteilung stemmte sich Schaffhausen gegen den deutschen Rekordmeister bemerkenswert lange gegen die fünfte Niederlage. Bis zur 21. Minute führte die beste Schweizer Klubmannschaft der letzten Dekade 13:11, ehe der THW im Sog der Paraden von Europameister Andreas Wolff temporär aufdrehte und den Vorsprung auf maximal acht Treffer ausdehnte. Und als der Favorit das Tempo (zu) früh drosselte, erkämpften sich die Kadetten ein veritables Comeback - vier Minuten vor Schluss verwickelten sie Kiel mit dem 26:28 zumindest in zwei, drei heikle Szenen.

Seitens der Verlierer demonstrierte neben dem international erprobten ungarischen Shooter Gabor Csaszar (8 Treffer) der aufstrebende Schweizer Nationalspieler Luka Maros sein Potenzial. Der achtfache Torschütze erzielte gegen die Defensive der vielen Europameister und Olympiasieger eine respektable Wurfeffizienz von 67 Prozent. (sda)


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