Kadetten mit einem Bein im Playoff-Final

HANDBALL ⋅ Qualifikationssieger Kadetten Schaffhausen steht mit einem Bein im Playoff-Final. Der Titelverteidiger gewinnt bei Cupsieger Wacker Thun 30:29 nach Verlängerung und führt in der Best-of-5-Serie 2:0.
17. April 2017, 20:45

Die Kadetten und Wacker boten den 1530 Zuschauern einen wahren Krimi. Nach 60 Minuten stand es 21:21, nach der ersten zehnminütigen Verlängerung 25:25. Das 30:29 war die zweite Führung der Schaffhauser in der Overtime nach dem 22:21 (61.). Den Siegtreffer erzielte Manuel Liniger in der 78. Minute per Penalty. Der Routinier war es auch, der die Kadetten mit dem 25:25 (70.) in die zweite Verlängerung geschossen hatte. Dabei traf er ebenso vom Siebenmeterpunkt aus wie beim 29:29 (76.). Nebst Liniger war bei den Schaffhausern auch Luka Maros sechsmal erfolgreich.

Für die Thuner, die in der Overtime beim 24:22 (66.) einmal mit zwei Treffern vorne lagen, schoss Lenny Rubin elf Tore. Der Sohn von Trainer Martin Rubin verzeichnete aber auch 14 Fehlwürfe und vier technische Fehler. Bei Teamleader Lukas von Deschwanden (4) betrug die Erfolgsquote gar nur 33 Prozent.

Lange hatte nichts auf eine derartig spannende Partie hingedeutet. Nach dem 0:1 übernahmen die Kadetten das Zepter und führten mit bis zu vier Toren (12:8/32.). Wacker kämpfte sich aber mit vier Treffern in Serie vom 11:14 (38.) zum 15:14 (41.) zurück. Für den Ausgleich zum 21:21 zeichnete der Thuner Emil Feuchtmann 22 Sekunden vor dem Ende der regulären Spielzeit verantwortlich.

Wesentlich einseitiger verlief das Spiel zwischen Kriens-Luzern und Pfadi Winterthur, das die Gäste 23:20 für sich entschieden. Die Winterthurer traten im Vergleich zur 21:30-Heimniederlage am Samstag deutlich aggressiver auf und sorgten bereits in den ersten 30 Minuten (16:8) für die Vorentscheidung. Nach der Pause kam Kriens-Luzern nie näher als bis auf drei Tore heran. Die Serie steht nun 1:1. (sda)


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