Ansprechend gespielt, klar verloren

CHAMPIONS LEAGUE ⋅ Der FC Basel schafft zum Auftakt der Champions League keinen Exploit und verliert bei Manchester United 0:3. Die Verantwortlichen werten den Auftritt im Old Trafford positiv.
13. September 2017, 02:11

"Ich bin keiner, der Niederlagen schönredet, das habe ich noch nie gemacht. Aber es war eine ansprechende Leistung und ein Schritt in die richtige Richtung." Marco Streller zeigte sich zufrieden mit dem ersten Basler Auftritt in der Königsklasse, obwohl der FCB gegen den vermeintlich klaren Favoriten der Gruppe A letztlich ohne Chance auf ein positives Resultat geblieben war.

Die Aussage des Sportchefs stand stellvertretend für die Gefühlswelt der Basler nach deren erster Niederlage im Old Trafford im dritten Spiel. "Schämen müssen wir uns nicht nach diesem Auftritt", sagte der Schweizer Internationale Michael Lang. Der FCB bot eine ansprechende Leistung, zeigte Kampfgeist und verteidigte sich sehr solidarisch, letztlich war er dem Tempo und der physischen Stärke des englischen Rekordmeisters aber nicht gewachsen.

Zwei Kopfballtreffer von Marouane Fellaini und Romelu Lukaku rund zehn Minuten vor und nach der Pause entschieden die Partie. Beide setzten sich in der Luft mit Vehemenz jeweils gegen zwei Basler Verteidiger durch. "Die zu verteidigen, ist fast unmöglich", sagte Lang. Für Lukaku, den 85-Millionen-Euro-Transfer, war es im sechsten Pflichtspiel für die "Red Devils" der sechste Treffer.

Raphael Wicky zeigte sich nach seinem Debüt als Trainer in der Champions League "enttäuscht über das Resultat, aber nicht über die Leistung". Er habe eine Mannschaft gesehen, die zusammen gelitten und gekämpft habe und die in einem schwierigen Spiel nicht auseinander gefallen sei. 35 Minuten hielt der FCB dem Druck des Heimteams stand, ehe sich Blas Riveros von Ashley Young zu einfach düpieren liess und der eingewechselte Fellaini das 1:0 per Kopf erzielte.

"Um gegen eine solche Mannschaft etwas zu holen, braucht es das perfekte Spiel", sagte Wicky. Dies gelang dem FCB nicht. Hätte Mohamed Elyounoussi nach einer guten Stunde den Anschlusstreffer erzielt, als Manchesters Torhüter David de Gea den Schuss des Norwegers glänzend parierte, wäre der Favorit womöglich aber noch einmal ins Wanken geraten. So aber endete der Abend, wie es zu erwarten gewesen war: mit einem klaren Sieg für den Giganten aus der finanzstärksten Liga der Welt. (sda)


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